In die Wüste geschickt

Die Latino Chants begeisterten ihr Publikum mit fetzigen Latin-Rhythmen.  Foto: ba

ba Niederschelden. Dass sich die Kooperation der Fritz-Busch-Musikschule Siegen mit dem Gymnasium Auf der Morgenröthe in Niederschelden auszahlt, wurde am Freitagabend tatkräftig bewiesen. So trafen sich Youngsters und Oldies der Schule, um gemeinsam zu musizieren, zu jazzen und so ihr Publikum zu begeistern. „Jazz auf der Morgenröthe“ wurde versprochen und im Laufe des zweistündigen Programms auch geboten. Doch nicht nur das, auch rockige, soulige sowie funkige Stücke bereicherten das umfangreiche Repertoire, das von der Big Band des Gymnasiums mit einem Medley von den Doors eröffnet wurde. Bei „Light My Fire“ und „Riders On The Storm“ konnten die älteren Zuschauer in Erinnerungen schwelgen und sich genüsslich an frühere Zeiten erinnern.

Nach dem gelungenen Auftritt der Junioren-Big-Band präsentierte sich der Saxophon-Chor der Fritz-Busch-Musikschule, genannt die Sieg-Saxen, unter der Leitung von Klaus Panten. Auch hier standen altbekannte Stücke in neuem Big-Band-Arrangement im Vordergrund. Ob „Carry On, Wayward Son“ von Kansas oder „September“ von Earth, Wind & Fire – die fachkundigen Zuhörer waren begeistert. Einzig das in einem Blasmusik-Arrangement dargebotene „Stairway To Heaven“ von Led Zeppelin war für Fans der Rockversion wohl eher gewöhnungsbedürftig.

Dass musikalische Interpretationen durchaus auch komischen Charakter haben können, bewiesen die Sieg-Saxen zuletzt, als sie mit den Worten „Jetzt wird’s ernst“ zur Comedy wechselten und ihr Publikum mit einem Lächeln im Gesicht in die Pause entließen.

Den zweiten Teil der anspruchsvollen Darbietung dominierte anschließend Latin-Swing. Die Big-Band der Fritz-Busch-Musikschule, Latino Chant, die bereits in den 90er Jahren entstand, und, wie Leiter Klaus Panten stolz verkündete, wohl den ältesten Posaunensatz, den man sich denken kann, aufweist, bot ein gemischtes Programm. Von einer schwungvollen „Mambo“-Version aus Bernsteins „West Side Story“ über „Cubano Chant“ oder das Stück „Caravan“, mit dem das Publikum in die Wüste geschickt wurde, präsentierte das Ensemble zahlreiche musikalische Leckerbissen.

Für Rhythmus sorgten dabei die unverzichtbaren Kongas, die von „Mr. Hakuna Matata“ schwungvoll bearbeitet wurden. Zuckungen in den Füßen und lang anhaltender, von begeisterten Zwischenrufen begleiteter Applaus zeugten davon, dass das Konzert ein Erfolg war und Lust auf mehr gemacht hat. Denn, wie sagte Achim Rück, der gemeinsam mit Sebastian Hatzfeld die Schüler-Big-Band leitet, treffend: „Nach dem Konzert ist vor dem Konzert.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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