In Zukunft Sessel statt Schalensitze

Für »besondere Gäste« im Leimbach-Stadion:

Neue VIP-Lounge der Sportfr. Siegen schon fast fertig / Im Jahr 2004 außerdem ein VIP-Zelt

rege Siegen. Sie verdienen in der Regel ein wenig mehr als »Otto Normalverbraucher«, sie kommen »um zu sehen und gesehen zu werden«, und ohne sie wäre wohl kaum eine Großveranstaltung zu finanzieren – weder ein einmaliges Event noch immer wieder kehrende Events, und dazu gehören im Siegerland zweifellos auch die Heimspiele des Fußball-Regionalligisten Sportfr. Siegen. Die Rede ist von den »very important persons«, kurz VIP genannt. Im Leimbach-Stadion wurden die »wichtigen Persönlichkeiten« bisher stets ein wenig stiefmütterlich behandelt. Das lag allerdings nicht am mangelnden Engagement der »Sportfreunde«, sondern insbesondere an den fehlenden Räumlichkeiten im und am Stadion. Das wird sich in Kürze jedoch ändern, denn der Verein Sportfr. Siegen legt sich richtig ins Zeug, um seine besonderen Gäste in Zukunft besser verwöhnen zu können.

Sponsoren und Fans werden bereits am Sonntag bei der letzten Regionalliga-Partie der Siegener im Jahr 2003 gegen Rot-Weiß Erfurt sehen, dass sich an der Sportstätte im Leimbachtal in den vergangenen Tagen wieder einmal einiges verändert hat. Auf der rechten Seite der Haupttribüne (Richtung Anzeigetafel) entsteht momentan eine neue VIP-Lounge. Dieser fielen vor allem Presseplätze zum Opfer – doch keine Sorge, die SZ wird auch in Zukunft regelmäßig und ausführlich von den Auftritten der heimischen Kicker berichten, dann jedoch von der neuen Pressetribüne, die auf der linken Seite der Haupttribüne (Richtung Marathontor) gebaut wird.

50 Sitzplätze und 60 bis 70 Stehplätze

Die neue VIP-Lounge wird 20 Meter lang und doppelt so breit wie die bisherige Pressetribüne. Die dreistufig angelegte VIP-Tribüne wird über zwei separate Eingänge zu erreichen sein und bietet über 100 Personen Platz. Zur Verfügung stehen 50 Sitzplätze (hochwertige Sessel!) und etwa 60 bis 70 Stehplätze, auf denen die Fußball-Zuschauer bewirtet werden. »Bis Samstag Mittag wird entschieden, ob die VIP-Lounge am Sonntag schon als Provisorium freigegeben wird. Es deutet aber vieles darauf hin, das Interessierte beim Erfurt-Spiel schon mal einen Blick in die VIP-Lounge werfen dürfen«, teilte der 1. Vorsitzender der Sportfr. Siegen, Rolf Steinemann, gestern mit. Sehr erfreut ist der Vereinschef darüber, dass die Finanzierung der VIP-Lounge durch einen Gönner, der aber zur Zeit nicht genannt werden möchte, gewährleistet ist.

Damit aber noch nicht genug, schließlich wollen die Gäste den Tag nicht nur dann genießen, wenn der Ball rollt, sondern auch vor und nach dem Spiel. Den bisherigen Presse- und VIP-Raum, der bei Heimspielen regelmäßig aus allen Nähten platzt, werden die »Sportfreunde« in Kürze durch eine neue Räumlichkeit ersetzen. Zwischen der alten Toilettenanlage und dem »Sportfreunde«-Treff ist in den vergangenen Tagen ein Teil der Böschung abgetragen worden. Vis-à-vis der VIP-Lounge wird eine 10 mal 20 Meter große Ebene geschaffen, auf die zunächst ein Zelt gestellt werden soll. In diesem stehen für die »Ehrengäste« dann ein Büfett sowie kalte und warme Getränke parat.

»Wir haben einen Sponsor, der uns das Zelt bis zum Saisonende finanziert. Ursprünglich hatten wir geplant, dort ein neues Gebäude hinzustellen, doch der Vorstand möchte auch aus finanziellen Gründen erst einmal die sportliche Entwicklung abwarten. Zur Zeit ist uns das Risiko, dort was bauen zu lassen, einfach zu groß«, erläuterte Steinemann. Dennoch: Sollten die »Sportfreunde« den Klassenerhalt unter Dach und Fach haben, dann könnten die Häuslebauer wahrscheinlich direkt loslegen, denn der von den Sportfr. Siegen gestellte Bauantrag wurde von der Stadt bereits genehmigt.

Gebäude kostet sechsstellige Summe

Sollte sich die »Sportfreunde« im Frühjahr bzw. Sommer entscheiden, ein Gebäude hochzuziehen, dann kommen auf den Verein bzw. dessen Sponsoren kosten in sechsstelliger Höhe zu. »Es ist vertraglich geregelt, dass uns die Stadt den Platz zur Verfügung stellt, doch die Finanzierung ist Sache des Vereins«, erklärte Steinemann, der mit weiteren Vorstandsmitgliedern, dem Hauptsponsor und einer Agentur in der Winterpause ein klares VIP-Konzept ausarbeiten möchte. Und das aus gutem Grund, denn ohne diese Herren und Damen wäre Regionalliga-Fußball im Siegerland nur eine Illusion.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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