Ingo Peter geht nach Regensburg

Trainerwechsel zur neuen Saison:

Sportfr. Siegen erteilen Trainer die Freigabe / Nachfolger-Suche beginnt

geo Siegen. Nach neun erfolgreichen Trainerjahren bei Sportfr. Siegen wechselt Ingo Peter ab 1. Juli zum Zweitliga-Aufsteiger Jahn Regensburg. Dort unterschreibt der 51-jährige Dortmunder einen Ein-Jahres-Vertrag. Obwohl Trainer Peter in Siegen einen Vertrag bis 30. Juni 2005 besaß, der erst letzten Herbst auf seinen Wunsch verlängert worden war, erteilte ihm der Verein ebenfalls gestern die Freigabe aus diesem Vertrag.

Ingo Peters Entschluss war danach wohl schon länger gereift. Ungeachtet der brisanten Situation, dass die im Regionalliga-Abstiegskampf steckenden Siegener just am Samstag bei Jahn Regensburg antreten, wollte der kommende Zweitligist wohl nicht länger auf das Ja-Wort seines zukünftigen Trainers warten. Siegens Sportlicher Leiter Rolf Bleck, den Peter gestern Morgen zuerst informierte, sah hierin jedoch keine besondere Brisanz: »Beide Trainer, Günter Sebert und Ingo Peter, wollen sich mit einem Erfolg von ihrer bisherigen Wirkungsstätte verabschieden. Deshalb hat der Ausgang der Partie nichts mit der Zukunft der beiden Trainer zu tun.«

Für viele überraschend kommt hingegen die rasche Freigabe-Erteilung durch den Verein Sportfr. Siegen. Es ist allerdings schon länger kein Geheimnis mehr, dass die Chemie zwischen Ingo Peter und mindestens einer maßgeblichen Person im Verein nicht mehr stimmte. Der scheidende Coach, der die SZ ebenfalls gestern Morgen über seinen Entschluss informierte, hatte noch am Sonntag vielsagend dazu geäußert: »Ich würde gerne bleiben....«

Nachfolger soll Regionalliga Süd kennen

Nachdem die Siegener »Sportfreunde« sich neun Jahre nicht um neue Trainer kümmern mussten, beginnt nun mit dem gestrigen Tag auch im Siegerland wieder die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Im Gespräch mit der SZ nannte Rolf Bleck sein Anforderungsprofil: »Er sollte ein gewisses Maß an Erfahrung mitbringen und die Regionalliga Süd kennen. Im Umgang mit Medien und Sponsoren sollte er vertraut sein. Und natürlich muss er wissen, dass man in Siegen nicht unter Profi-Bedingungen arbeiten kann und der Etat sehr begrenzt ist.«

Im Falle eines Klassenerhaltes dürften dennoch der ehemalige Darmstädter und Erfur-ter Coach Michael Feichtenbeiner sowie der nach einem Kurz-Gastspiel im Iran zuletzt beim Zweitligisten SSV Reutlingen tätige Uwe Erkenbrecher fast zwangsläufig auf der Kandidatenliste erscheinen. Auch Feichtenbeiners Vorgänger bei Rot-Weiß Erfurt, Jens Große, hat die Zwischenzeit genutzt, das für die Regionalliga obligatorische Trainer-Diplom erworben und ist auf der Suche nach einem adäquaten Job. Ähnliches gilt für den jungen Marcus Sorg, zuletzt Trainer bei den Stuttgarter Kickers.

Auch für die unerwünschte Situation des Abstiegs in die Amateur-Oberliga gibt es einen interessanten Kandidaten: Michael Schrank, Trainer des Oberligisten TSG Dülmen, der aus finanziellen Gründen freiwillig in die Landesliga absteigt. Der junge und ambitionierte Trainer hat letzten Herbst das Fußball-Lehrer-Diplom erworben, und es wird ihm der Neuaufbau einer Mannschaft aus jungen Talenten zugetraut. Befreundet ist der selbstständige Versicherungskaufmann mit Valdas Ivanauskas, der im gleichen Lehrgang das Diplom erwarb und zwischenzeitlich seine Ambitionen auf den Posten des litauischen Nationaltrainers zurück stellen musste. Im gleichen Atemzug wurde Schrank bereits als Co-Trainer Litauens gehandelt. Nach SZ-Informationen haben sich diese Pläne aber zwischenzeitlich zerschlagen. Michael Schrank hospitierte während seiner Ausbildung bei Ajax Amsterdam und dem PSV Eindhoven. Eine Hospitanz beim FC Barcelona scheiterte, als Louis van Gaal dort entlassen wurde.

Entscheidung nach Saisonende

Zur künftigen Trainerfrage äußerte sich Rolf Bleck gestern Abend so: »Wir warten ab, wie die Saison zu Ende geht und werden dann in Ruhe entscheiden.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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