Integratives Fußballturnier geplant

pebe Siegen. „Fußball für alle“ lautet das Motto eines Turniers, das die gleichnamige Initiative am Samstag, 24. Oktober, ab 9.30 Uhr in der neuen Turnhalle der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, Siegen, Kolpingstr. 35, veranstalten will. Gedacht ist das Turnier nach Angaben der Veranstalter als „grenzenloser“ Spaß für alle Menschen mit und ohne geistige Behinderung, die Freude am Fußball haben.

Hinter der Initiative stecken sechs Sozialpädagogik-Studenten der Universität Siegen. Ihr Sprecher Robert Thärig erklärte auf Anfrage der SZ den Hintergrund des geplanten Turniers: „Integration kann nur funktionieren, wenn alle das wirklich wollen.“ Seine Kommilitonen und er fänden es „schade, dass solche tollen Menschen so oft ausgegrenzt werden“. Es gehe nicht um Gewinnen oder Verlieren, sondern „um den Austausch, den Spaß am Sport sowie das Knüpfen von Bekanntschaften“.

Zur Vorbereitung der Veranstaltung werden derzeit die Träger und Einrichtungen der Hilfen für Menschen mit geistiger Behinderung angesprochen, um sich an der Vorbereitung zu beteiligen. Sie waren bereits im Früh- sommer auf die geplante Aktion aufmerksam gemacht worden. Unterstützung bei der neuerlichen Kontaktaufnahme bekamen die ambitionierten Studenten vom Behindertenbeauftragten der Stadt Siegen, Rainer Damerius, über den das Schreiben der Initiative an die Träger und Einrichtungen ging. Feste Anmeldungen haben die Initiatoren bislang noch nicht, „aber von vielen die Bereitschaft, mitzumachen“, so Thärig.

Rainer Damerius zeigte sich auf Anfrage der SZ sehr angetan von der Initiative: „Es ist interessant“, meinte er, „dass von Seiten derer, die mit pädagogischen Konzepten arbeiten, ein sehr praktischer Ansatz gesucht wird, um Inklusion zu leben und zu erleben.“ Es sei wichtig, auf diese Weise Erlebniszusammenhänge herzustellen, „in denen man vergessen kann, dass es Handycaps gibt“. Und, auf das Turnier bezogen, meinte Damerius: „Das sollten sich alle Sportler auf der Zunge zergehen lassen, das ist auch für die Sportvereine interessant.“

Das Programm beinhalte neben der Verlosung der Spiele und den Begegnungen selbst auch ein Rahmenprogramm mit Musik und Publikumsgewinnspiel, heißt es in den Informationen der Initiative. Zu den Grundvoraussetzungen gehöre, dass eine Mannschaft sich aus mindestens fünf Feldspielern und einem Torwart zusammensetzt. In jedem Team solle mindestens ein nichtbehinderter Spieler mitmachen, aber pro Spiel sollen maximal zwei nichtbehinderte Spieler gleichzeitig auf dem Platz stehen. Sollten zu wenig Spieler vorhanden sein, können die Organisatoren interessierte Studenten an die Teams vermitteln. „Da ist ein großer Pool interessiert, sich als Spieler oder als Helfer zu beteiligen“, berichtete Thärig.Die Spielzeit wird je nach Anzahl der Anmeldungen festgelegt, geplant ist aber eine Spielzeit von zwei mal neun Minuten. Alle Spieler müssten hallentaugliche Schuhe tragen, hieß es weiter, die Organisatoren könnten im Bedarfsfall auch damit aushelfen. Für die Sicherheit stünden Kräfte des DRK zur Verfügung.Thärig und seine Kommilitonen hoffen, dass das Turnier gut angenommen wird, damit es zum „Selbstläufer“ werden kann. Da sie sie Organisation auf Dauer nicht leisten könnten, hoffen sie, das die Träger im Sinne des „erlebten Prinzips der Selbstwirksamkeit“ die folgenden Turniere selbst in die Hand nehmen.Interessierte und Teilnahmewillige können sich mit der Initiative unter der E-Mailadresse fussball4alle@web.de bis spätestens Donnerstag, 15. Oktober, in Verbindung setzen. Es werde eine Anmeldegebühr erhoben, die nur dazu diene, organisatorische Kosten zu decken sowie Pokale und weitere Preise zu besorgen. Als Zuschauer eingeladen seien übrigens alle, die Spaß an Sport und Kontakten haben, betonte Robert Thärig.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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