Interesse für die Nachbarn

 Zahlreiche Mitglieder des Löschzug IV der Freiwilligen Feuerwehr Bad Berleburg erhielten Auszeichnungen oder Beförderungen – der Lohn für ihren langjährigen und tadellosen Einsatz für das Gemeinwohl. Foto: aber
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aber - Der Gasalarm von Bad Berleburg vor wenigen Wochen hat eindrucksvoll bewiesen, welch große Rolle die reibungslose Zusammenarbeit der örtlichen Rettungskräfte spielt. Damit dies auch in Zukunft gewährleistet ist, gilt es, wieder mehr junge Leute für den ehrenamtlichen Dienst zu begeistern. Soziale Netzwerke sollen verstärkt genutzt und damit die Jugend gezielt angesprochen werden. Ein Ansatz, der auch die Freiwillige Feuerwehr aus Bad Berleburg durchaus interessant sein könnte. Im Rahmen der Jahresdienstversammlung des Löschzuges IV in der Mehrzweckhalle in Schwarzenau fand sich das Thema am Samstagabend weit oben auf der Agenda.

Gemeinsam mit Löschzugführer Andreas Lückel versammelten sich die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte, um gemeinsam ihr Fazit zu ziehen. Derzeit weist der Löschzug IV insgesamt 146 aktive Mitglieder auf, verteilt auf die Löschgruppe Arfeld (44), die Löschgruppe Dotzlar (32), die Löschgruppe Richstein (27), die Löschgruppe Sassenhausen (13) und die Löschgruppe Schwarzenau (30). Das sind zwar sechs Aktive weniger als im vergangenen Jahr, doch Andreas Lückel war trotzdem stolz auf seine Truppe: „Wir setzen uns diesem Trend so lange wie möglich entgegen und ich bin immer wieder aufs Neue glücklich über jeden Einzelnen von euch“, lobte der Zugführer seine Kameraden.

Im vergangenen Jahr absolvierten die Floriansjünger insgesamt 75 Einsätze und damit 25 mehr als im Vorjahr. Mit 1581 verbuchten Einsatzstunden, 8618 Ausbildungs- und 4086 sonstigen Stunden blickt der Löschzug IV auf insgesamt 14 285 absolvierte Arbeitsstunden im vergangenen Jahr zurück. Somit hat jeder der Aktiven durchschnittlich zwölf Tage in den ehrenamtlichen Dienst der Feuerwehr gestellt. „Solche Werte sind bei Weitem nicht alltäglich“, meinte Andreas Lückel, „ihr könnt wirklich stolz auf euch sein, ich bin es auch.“ Hinzu kommen neun weitere Lehrgänge, Übungen und Ausbildungen.

Stadtbrandinspektor Matthias Limper von der Wehrführung der Berleburger Feuerwehr war ebenfalls stolz auf die starke Aufstellung des Löschzugs: „Die Einsätze waren vielfältig, aber ihr habt sie durchweg erfolgreich gemeistert.“ Im Rahmen der Versammlung erhielten zahlreiche Mitglieder Auszeichnungen. Svenja Kroh, Maike Henk, Franz Bauerdick, Felix Friedrich, Christian Klein und Sebastian Saßmannshausen wurden zum Oberfeuerwehrmann beziehungsweise -frau befördert; Christoph Bauerdick, Florian Henk, Phillip Henk, Jost Höse, Julian Höse, Patrick Hoven und Toni Kuhmichel wurden vom Oberfeuerwehrmann zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Weiterhin darf sich Oberbrandmeister Dirk Henk nun als Hauptbrandmeister bezeichnen. Ferner ehrte aber auch der Verband der Feuerwehren seine Mitglieder für ihre langjährige Treue. Sandra Böhl, Svenja Kroh, Christopher Heiner, Niklas Kus, Kevin Peter und Thomas Twiehoff wurden für ihre zehnjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet; Jürgen Böhl, Harry Briel und Siegfried Hippenstiel sind sogar schon seit 40 Jahren treu dabei und Karl-Hermann Böttger erhielt für seine bemerkenswerte 50-jährige Tätigkeit eine Auszeichnung.

Für die kommenden Jahre steht beim Löschzug IV und auch bei der gesamten Berleburger Feuerwehr noch so einiges auf dem Programm: Teilweise veraltete Gerätschaften sollen erneuert, Gerätehäuser vergrößert und Fahrzeuge aufgewertet werden. Aufgrund einer stetig zunehmenden Größe der benötigten Dienstfahrzeuge müssen vielerorts auch die Gerätehäuser der Löschgruppen angepasst werden. In 2018 soll außerdem das frisch erbaute Gerätehaus in Arfeld fertiggestellt werden und auch andernorts soll an Gebäuden und Gerätschaften etwas verändert werden. Einer weiteren Herausforderung steht in den nächsten Jahren an.

Andreas Lückel wird das Amt des Löschzugführers aus persönlichen Gründen ab März 2020 nicht mehr weiterführen – ein Nachfolger muss also her. Ähnliches gilt auch für die Jugend des Löschzuges. Derzeit werden die 37 Nachwuchskräfte zwischen zehn und 17 Jahren von acht Jugendwarten und ihren Stellvertretern betreut, die sich derzeit aufgrund eines fehlenden Jugendlöschzugführers um alle anstehenden Aufgaben und Probleme gemeinsam kümmern. Jugendwart Christian Klein wünscht sich auch hier gerne eine neue Führungskraft. „Wir haben unsere Ziele hoch gesteckt, aber wir werden sie auch erreichen. Wir müssen in unserer Gesellschaft wieder Interesse für den eigenen Nachbarn wecken“, erklärte Andreas Lückel, der sich auf diese Weise Zuwachs für den Löschzug erhofft.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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