Investitionen in die Ausbildung

 Der Schießstand in Röspe hat eine umfassende Modernisierung erfahren und genügt nun neuesten Sicherheitsbestimmungen. Mitte Oktober soll er wieder in Betrieb gehen. Foto: Timo Karl
  • Der Schießstand in Röspe hat eine umfassende Modernisierung erfahren und genügt nun neuesten Sicherheitsbestimmungen. Mitte Oktober soll er wieder in Betrieb gehen. Foto: Timo Karl
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

tika - Es war eine Maßnahme, die unumgänglich war. Und eine, die einen großen Aufwand mit sich brachte. Nach über zwei Jahren der Planung hatte die Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein im April einen Teil seines Schießstandes in Röspe geschlossen. Der Grund waren dringend erforderliche Neubauarbeiten, die ein Resultat aus dem neuen Landesjagdgesetz waren. Ein Umbau wäre letztlich unwirtschaftlich gewesen. Die gesamte Anlage sollte eine Erneuerung erfahren. Während dies auf der Trap- und Skeetanlage im laufenden Betrieb möglich war, musste die Kreisjägerschaft den Betrieb auf dem fürs Büchsenschießen vorgesehenen Gelände einstellen. Und was ist draus geworden?

Der Schießstand mitten im Wald von Röspe ist kaum wiederzuerkennen. Bis auf den Aufenthaltsraum ist kein Stein auf dem anderen geblieben. „Wir haben viel investiert und gearbeitet, um den Betrieb noch in diesem Jahr wieder aufzunehmen“, erklärte Reinhard Zacharias. Der Schatzmeister der Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein war im Gespräch mit der Siegener Zeitung zufrieden mit dem Resultat der Arbeiten. Derzeit laufen noch letzte Detailmaßnahmen, doch schon in der kommenden Woche überprüft die Bauaufsicht den Schießstand. Hernach erfolgt noch die Kontrolle durch die Aufsicht für Schießstände der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein. Läuft alles nach Plan, nimmt die Anlage den Betrieb in zwei bis drei Wochen wieder auf. „Ab dann ist es wieder möglich, den Schießnachweis für Jäger zu erlangen“, berichtete der Wingeshäuser. Rund 700.000 Euro hat die Kreisjägerschaft in die Maßnahme investiert, gefördert durch zweckgebundene Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen, die dieses aus den Abgaben für Jagdscheine zur Verfügung stellt.

Der Neubau soll allerdings mehr als nur zweckmäßig sein, künftig wollen die Jäger die Nachwuchsausbildung weiter forcieren und zugleich die Abläufe optimieren. „Unser Ziel ist es, mehr Jäger zu gewinnen und zugleich die Qualität auf dem Schießstand zu verbessern“, erklärte Reinhard Zacharias. Über vier 100 Meter lange Kugelbahnen verfügt der obere neue Teil der Anlage nun, hinzu kommen ein laufender Keiler sowie als Novum ein integrierter Kurzwaffenstand für Revolver und Pistolen auf 25 Meter Entfernung. Das Training auf diesem Teil der Anlage dient vor allem dazu, in der Praxis Tiere zu erlegen, die bereits angeschossen oder durch einen Unfall zu Schaden gekommen sind. Mehr Komfort ist zudem nun ebenfalls vorhanden, denn an den Schießstand schließen sich nun Toiletten an – die sanitären Einrichtungen waren vor rund 40 Jahren, als der Schießsstand errichtet wurde, noch nicht notwendig gewesen.

Rein strukturell hat die Kreisjägerschaft einerseits in die Technik, andererseits auch in den Bau selbst investiert. „Die Sicherheitsvorkehrungen sind deutlich verbessert, so wie es die gesetzlichen Bestimmungen vorsehen“, erklärte Zacharias. Die Deckungen sind erneuert, den hölzernen Kugelfang ersetzt nun eine Sandgrube. Diese macht zugleich eine umweltfreundliche Rückführung der Kugeln möglich, zumal die Jäger keine bleihaltigen Geschosse mehr nutzen dürfen. Die seitlichen Betonwände sind erhöht und verlängert, geschehen ist dies alles seit April. Parallel dazu hat die Kreisjägerschaft auch mit der Modernisierung des unteren Bereichs der Anlage begonnen, wo Schrotschießen möglich ist.

Diese erfolgt aus Kostengründen nur schrittweise. „Wir wollen dort weitere Maschinen für das Tontaubenschießen installieren, so dass dort ein Jagdparcours entsteht. Die Tontauben fliegen aus unterschiedlichen Richtungen – dies macht die Aufgabe für Schützen anspruchsvoller“, wusste Zacharias. Nach der Fertigstellung sollen insgesamt elf Wurfmaschinen vorhanden sein – ebenfalls ein Beitrag zu einer qualitativ optimierten Ausbildung sowie zu einem verbesserten Training.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.