Ist Siegen nur noch sieben Jahre Großstadt?

mir Siegen. Noch ist Siegen Großstadt, spätestens in 15 Jahren könnte aber die magische Grenze von 100 000 Einwohnern unterschritten sein. Sollte Siegen allerdings weiterhin rund 600 Bürger pro Jahr verlieren, wäre der Status Großstadt schon in sieben Jahren vertan. Ein Umstand, auf den Bürgermeister Steffen Mues in der jüngsten Ratssitzung hinwies.

Was wie und wann anders bzw. besser werden soll, daran arbeitet eine Arbeitsgruppe Demografie. Und die hat dem Rat einen Zwischenbericht vorgelegt. Kernstück: ein Elf-Punkte-Plan, dazu die Ergebnisse einer Umfrage unter 10 000 Einwohnern als Grundlage für ein Bürgerforum (3975 Fragebögen kamen zurück).

Erstaunlich die Leitthesen 2020, darin wird Siegen beschrieben als Uni- und Kulturstadt, als Stadt im Grünen mit hohem Freizeitwert, als Stadt der vielfältigen Sportangebote usw.. Um die Ziele zu erreichen, hat die AG Demografie sofort umzusetzende Maßnahmen formuliert. Im Sektor Arbeit/Wirtschaft ist das die „Best-Practice-Förderung“, das heißt, demografierelavante Themen werden unter Unternehmen ausgeschrieben und vorbildliche Umsetzung honoriert. Ferner: ein zentraler Service für Wohnungs- und Arbeitssuchende von außerhalb.

In der Sparte Bildung/Soziales/Integration wird vor allem die bessere Eingliederung der Menschen mit Migrationshintergrund (in Siegen rund 20 Prozent) thematisiert. Verstärkte Elternarbeit und mehr Kinderbetreuung werden genannt, dazu der Ausbau der Ganztagsschulen. Und: Bindung der Studierenden und Absolventen an den Standort Siegen.

Im Bereich Stadtentwicklung wird ein „Siegener Gestaltungskompass“ angeregt. Ziel: eine Broschüre erstellen, in der gelungene Gebäudegestaltungen vorgestellt, die Bürger für ihre Stadt sensibilisiert werden. Interessant auch die Idee, ein Musterprojekt „Stadt der Begegnung“ anzustoßen. Dazu passend: ein Grünflächenkonzept zur Sicherung der innerstädtischen Parks und Alleen. Eine Checkliste „Demografie“ darf nicht fehlen mit dem Ziel, alle Verwaltungsvorlagen im Hinblick auf demografische Daten zu durchforsten.Grundsätzlich wichtig: ein kommunales Handlungskonzept Wohnen. Darin soll erörtert werden, welche Auswirkungen der Menschenschwund in den ländlichen Teilen Siegens und den fünf Zentren hinterlassen wird.In einer weiteren Anlage hat die Arbeitsgruppe gerade diesen Punkt analysiert und fordert unter anderem eine Bewertung der Wohnungs- und Häuserbestände sowie den Bedarf an Neubaugebieten. Angsträume in der Stadt beseitigen und Unterstützung geben, überalterte Wohngebiete zu verjüngen, das sind weitere Ziele, denen sich die Stadt Siegen nach Ansicht der AG Demografie zuwenden sollte.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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