Jagdgesetz sorgt für viel Unmut

 Der Hegering Bad Berleburg befasste sich jetzt mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr sowie mit den Entwicklungen zum Jagdgesetz auf Landesebene. Foto: fhe
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fhe - Dass hochgerechnet fast 50 Prozent aller Jagdscheininhaber jetzt auf die Straße gingen, um ihrem Unmut über das neue Jagdgesetz Luft zu machen, damit hätte Hegeringleiter Albrecht Beitzel niemals gerechnet. Mit 15.000 Teilnehmern sei die Großdemo vor dem Landtag eine tolle Veranstaltung gewesen – wenngleich die Beteiligung des Bad Berleburger Hegerings nicht allzu groß gewesen sei. „Es gab bemerkenswerte Ansprachen seitens der Politik, die fundiert waren und pro Jäger“, resümierte der Hegeringsleiter in der Versammlung am Samstagabend. Auch auf die wesentlich routinierteren Ereignisse des abgeschlossenen Geschäftsjahres gewährte Beitzel einen Rückblick, so etwa die gemeinsame Fuchsjagd, das Streckelegen, welches gemeinsam mit den Hegeringen aus Bad Laasphe und Erndtebrück durchgeführt wurde und gut besucht war.

Der Jungjägerkurs sei dagegen im vergangenen Jahr eher mittelmäßig besetzt gewesen, von zwölf Teilnehmern hatten die Prüfung schließlich zehn angehende Jäger mit Erfolg gemeistert. Diese Zahl sei eher betrüblich, „wenn aber auch gut im Vergleich zu anderen Hegeringen“, und sich eine Erfolgsquote von 83 Prozent aus den letzten Jahren ergibt. Als beschämend bezeichnete Beitzel jedoch die Aktion der Wildtiererfassung in den Revieren, bei denen von 40 ausgeteilten Fragebögen nur ein einziger an ihn zurückgekommen sei.

Georg Wilhelm Spies berichtete von den Kreismeisterschaften, bei denen die Beteiligung doch recht schwach war. Seine Bitte: eine in Zukunft bessere Beteiligung bei den Wettkämpfen. Derzeit zählt der Verein 242 Mitglieder. Für die besten Trophäen überreichte Albrecht Beitzel den erfolgreichen Jägern je eine Medaille: Bei den Rehböcken ging die Goldmedaille nach Schüllar (Erleger: H. Wilmesmeier), Silber ging in das Revier nach Christianseck (Erleger: S. Graf v. Einsiedel). Peter Lauber aus Girkhausen durfte sich über die Bronzemedaille für seinen erlegten Rehbock freuen. Deutlich besser sei bei den Trophäen in den Revieren jedoch die Qualität der Muffelwidder gewesen: Werner Verführt schoss den besten Muffel im Girkhäuser Revier. Die Silbermedaille verdiente sich Jakob v. Stuehler mit seinem geschossenen Muffelwidder vom Dödesberg. Bronze ging an die Rentkammer (Erleger: H. Christensen).

Zu guter Letzt machte Beitzel den anwesenden Jägern noch Hoffnung in Bezug auf das geplante Jagdgesetz. Von den neuen Plänen sollte man sich nicht betrüben lassen, denn: „In unseren Wäldern haben wir immer noch die Möglichkeit, das zu tun, was wir für richtig halten.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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