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Bis mindestens zum Jahr 2026
Jakob-Scheiner-Platz bekommt provisorische Fahrspur

Auch als Fußgängerzone muss der Jakob-Scheiner-Platz Schwertransporte ertragen können. Daher wird nun der bereits vorhandene Asphaltstreifen zu einer Fahrspur bis in den Siechhausweg verlängert – provisorisch, bis mindestens Mitte 2026.
  • Auch als Fußgängerzone muss der Jakob-Scheiner-Platz Schwertransporte ertragen können. Daher wird nun der bereits vorhandene Asphaltstreifen zu einer Fahrspur bis in den Siechhausweg verlängert – provisorisch, bis mindestens Mitte 2026.
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

js Siegen. Schön ist anders, aber anders ist es derzeit offenbar nicht möglich oder gar zu gefährlich: Der Siegener Jakob-Scheiner-Platz wird eine provisorische Trennlinie bekommen, die zur Verkehrssicherheit beiträgt – optisch jedoch einen klaren Einschnitt bedeutet. Der Bauausschuss stellte sich am Dienstagabend mehrheitlich hinter den Vorschlag der Verwaltung, die probehalber aufgetragene Asphaltfläche vor dem Brunnen zu verlängern.
Asphalt ersetzt Steinplatten
Seit drei Jahren schon laboriert die Stadt an der Sanierung des Platzes, auf dem sich im Laufe der Zeit zahlreiche Gehwegplatten und Pflastersteine gelöst und in potenzielle Stolperfallen verwandelt hatten.

js Siegen. Schön ist anders, aber anders ist es derzeit offenbar nicht möglich oder gar zu gefährlich: Der Siegener Jakob-Scheiner-Platz wird eine provisorische Trennlinie bekommen, die zur Verkehrssicherheit beiträgt – optisch jedoch einen klaren Einschnitt bedeutet. Der Bauausschuss stellte sich am Dienstagabend mehrheitlich hinter den Vorschlag der Verwaltung, die probehalber aufgetragene Asphaltfläche vor dem Brunnen zu verlängern.

Asphalt ersetzt Steinplatten

Seit drei Jahren schon laboriert die Stadt an der Sanierung des Platzes, auf dem sich im Laufe der Zeit zahlreiche Gehwegplatten und Pflastersteine gelöst und in potenzielle Stolperfallen verwandelt hatten. Der zentrale Platz vor dem Apollo-Theater war in den Jahren 1996/97 im Rahmen der Stadterneuerung mit Landeszuschüssen gestaltet worden. Für den Bau des des Sieg-Carrés wurde in den Jahren 2005/06 eine vier Meter breite Baustraße errichtet. Für diese wurde der vorhandenen Pflasterbelag entfernt, die Steine wurden zwischengelagert und durch eine 12 Zentimeter starke bituminöse Tragdeckschicht ersetzt. Anschließend wurden die Betonsteinplatten wieder eingesetzt.

Schäden am Jakob-Scheiner-Platz in Siegen

Dieses Hin und Her tat dem Platz offensichtlich nicht gut. Auch wenn bei einer ersten Bauabnahme keine Mängel sichtbar waren, kam es doch in den Folgejahren zu Absackungen, es entstanden Spurrillen, Platten gerieten ins Wackeln und Wippen. Ein Gutachter attestierte der Stadt auch 2014 noch, dass die Schäden nicht auf eine mangelnde Wiederverlegung der Platten nach Rückbau der Baustraße zurückzuführen seien. Dennoch: Die Schäden traten auf, zurückzuführen wohl nicht zuletzt auf eine hohe Beanspruchung, auch durch Schwerlastverkehr im Laufe von Bauarbeiten im Umfeld. Die zunächst angedachte Sanierungsform kam nicht zum Zuge. Um auch schwere Last(wag)en schultern zu können, hätten die Gehwegplatten in Beton gelegt werden müssen. Das aber kommt nicht infrage, da die Feuerwehr jederzeit die Möglichkeit haben muss, ungehindert in den Siechhausweg mit seiner mehrstöckigen Bebauung zu gelangen. Die Abbindezeit, die eine Betonbauweise mit sich bringt, wäre nicht zu verantworten.

Bereits eingelassener Streifen soll verlängert werden

Jetzt, darauf verständige sich der zuständige Fachausschuss, wird es also folgenden Kompromiss geben: Der bereits eingelassene Streifen mit hellem Asphalt soll verlängert werden, sodass eine feste Fahrspur von der Morleystraße bis zum Siechhausweg entsteht. Dieses Provisorium, das keine Rückzahlung von Zuschüssen erforderlich macht, muss mindestens fünf Jahre währen. Erst dann, im Sommer 2026, läuft die Zweckbindungsfrist aus, die mit der seinerzeitigen Sanierung einherging. Das heißt: Im Anschluss darf die Stadt den Jakob-Scheiner-Platz komplett neu gestalten, ohne Fördergelder zurückzahlen zu müssen. Bis dahin wird sich die Pflasterfläche mit einem Wundverband aus Asphalt arrangieren müssen.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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