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Kitas ab Montag wieder komplett geöffnet
Jede Gruppe bleibt für sich

Endlich wieder mit Freunden toben und zusammen draußen in Pfützen springen (solange der Regen den drohenden Dürre-Sommer unterbricht). Die Kitas sind auf die Öffnung vorbereitet.
  • Endlich wieder mit Freunden toben und zusammen draußen in Pfützen springen (solange der Regen den drohenden Dürre-Sommer unterbricht). Die Kitas sind auf die Öffnung vorbereitet.
  • Foto: Christian Hoffmann (Archiv)
  • hochgeladen von Tim Lehmann (Redakteur)

tile Siegen/Bad Berleburg. Jacken und Rucksäcke an den Kleiderhaken, Schuhe unter der Garderobenbank, Brotdosen auf den Ablagen. Ab Montag soll dieses Bild in den nordrhein-westfälischen Kitas wieder zum Alltag gehören – genau eine Woche vor der Freitag verkündeten Komplettöffnung der Grundschulen zum 15. Juni. Dann löst der eingeschränkte Regelbetrieb die Notbetreuung in den Einrichtungen ab.

Reduzierte Stundenkontingente
Eingeschränkt bedeutet: Die gebuchten Betreuungszeiten (25, 35 und 45 Stunden) werden jeweils um zehn Stunden reduziert. Dafür übernehmen Land und Kommunen die Hälfte der Elternbeiträge für Juni und Juli.

tile Siegen/Bad Berleburg. Jacken und Rucksäcke an den Kleiderhaken, Schuhe unter der Garderobenbank, Brotdosen auf den Ablagen. Ab Montag soll dieses Bild in den nordrhein-westfälischen Kitas wieder zum Alltag gehören – genau eine Woche vor der Freitag verkündeten Komplettöffnung der Grundschulen zum 15. Juni. Dann löst der eingeschränkte Regelbetrieb die Notbetreuung in den Einrichtungen ab.

Reduzierte Stundenkontingente

Eingeschränkt bedeutet: Die gebuchten Betreuungszeiten (25, 35 und 45 Stunden) werden jeweils um zehn Stunden reduziert. Dafür übernehmen Land und Kommunen die Hälfte der Elternbeiträge für Juni und Juli. Betreut werden dürfen die Kinder nur in festen Gruppen in voneinander getrennten Räumen, offene Konzepte hat Düsseldorf untersagt, um eine Durchmischung zu verhindern. Hygienemaßnahmen bleiben obligatorisch.

Bis zur Tür und nicht weiter

Vielerorts sind die Schutzmaßnahmen gleich oder ähnlich: Maskenpflicht für Eltern während der Bring- und Holsituation, die Kinder sollen an den Eingangstüren abgegeben und abgeholt werden. Trinkflaschen und Frühstücksdosen beschriften, eine Erklärung zum Umgang mit Krankheitssymptomen unterschreiben. Kindern mit Symptomen werden nicht betreut. Und: Wenn auch sonst Kontakt innerhalb der Gruppen erlaubt ist, beim Mittagessen ist diese laut Landesvorgabe unerwünscht.

Während der Notbetreuung schon mal "geübt"

Das Deutsche Rote Kreuz, Träger von 16 Kitas im Kreisgebiet, erwartet einen gelingenden (Neu-)Start am Montag. Man fühle sich vom Land gut informiert, außerdem habe man während der Notbetreuung Hygienemaßnahmen und Konzepte „schon einmal üben können“, sagt DRK-Kreisverbandssprecher Markus Sting. Da wo es möglich sei, würden verschiedene Eingänge genutzt. Bauliche Veränderungen, wie sie andernorts im Extremfall notwendig geworden sind, musste das DRK nicht vornehmen. Inzwischen habe auch das Land Schutzmasken für Mitarbeiter geliefert, womit dem Mitarbeiterschutz Rechnung getragen werde. Bis auf wenige Ausnahmen habe der Großteil der Eltern angekündigt, ihre Kinder wieder in die Kitas bringen zu wollen.

Verschlechterung für systemrelevante Berufsgruppen

Auch Peter Schmitz erwartet volle Kitas voll. Der Bereichsleiter der kath. Kindertageseinrichtungen Siegerland-Südsauerland gem. GmbH berichtet, dass viel mit den Eltern kommuniziert worden sei. Vor allem mit jenen, die zu den systemrelevanten Berufsgruppen gehören. Im Rahmen der Notbetreuung hatten diese teilweise deutlich längere Betreuungszeit in Anspruch nehmen können, als es die jetzige Regelung zulässt – entsprechend groß seien Unverständnis und Ärger über die reduzierten Stundenkontingente. Vereinzelt müssten Eltern in diesen „sehr sauren Apfel“ beißen, bedauert Schmitz. An eine Ausweitung des Angebots, sagt er weiter, müsse man sich aber „vorsichtig herantasten“.

Bedarfsabfrage zur besseren Planung

Für eine bessere Planung habe man Bedarfsabfragen durchgeführt, sagt Nina Stahl, Geschäftsführerin der Ev. Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Siegen (EKiKS). Das Problem: Durch die lokal teils sehr unterschiedliche Annahme der bisherigen Betreuungsangebote hatte man kein „richtig klares Bild“ insgesamt für die 60 Einrichtungen in Siegerland und Wittgenstein erhalten. Ihrer Wahrnehmung nach seien die Eltern froh, dass es jetzt wieder ein Angebot für alle gebe. Die große Herausforderung: Der Spagat zwischen Flexibilität für die Eltern und der Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter. Man versuche bei den Betreuungszeiten möglichst flexibel zu sein. Dafür würden auch ungelernte Kräfte für Hilfsarbeiten eingeplant, um die Fachkräfte zu entlasten, die zusätzliche Aufgaben auferlegt bekommen.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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