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Weihnachtsfeiern in Zeiten von Corona
Jedes Unternehmen handelt anders

Bei EEW hat es Tradition, für die Mitarbeiter eine Weihnachtsfeier zu organisieren. Zu Nicht-Pandemiezeiten wurde dazu in den
Firmenhallen ein richtiger kleiner Weihnachtsmarkt aufgebaut. In Corona-Zeiten bleibt nur die Alternativvariante. Für die Mitarbeiter gibt es als Dankeschön eine „Tanne-to-Go“. Das erinnert dann zumindest etwas an die Aktion aus dem vergangenen Jahr.
  • Bei EEW hat es Tradition, für die Mitarbeiter eine Weihnachtsfeier zu organisieren. Zu Nicht-Pandemiezeiten wurde dazu in den
    Firmenhallen ein richtiger kleiner Weihnachtsmarkt aufgebaut. In Corona-Zeiten bleibt nur die Alternativvariante. Für die Mitarbeiter gibt es als Dankeschön eine „Tanne-to-Go“. Das erinnert dann zumindest etwas an die Aktion aus dem vergangenen Jahr.
  • Foto: Unternehmen
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sabe Siegen/Bad Berleburg. Keine Lust auf Gespräche mit dem Vorgesetzten oder Smalltalk mit Kollegen – und überhaupt und sowieso: Weihnachtsfeiern, so hört man, seien doch wohl ohnehin nur Pflichtveranstaltung, auf denen gequälte Harmonie gegaukelt wird. Und trotzdem: Auch wenn die Betriebsfeiern bei manch einem nicht den besten Ruf haben – ihnen fern bleiben die meisten dann trotzdem nicht.
Anekdoten gibt es immerDann, einmal angekommen im unbekannten Terrain fernab der Schreibtischinseln, auf denen sich weder Chefs noch Angestellte hinter Desktops und Topfpflanzen verstecken können – passiert zu gerne ein gut bekanntes Alle-Jahre-Wieder-Phänomen: Der Abend wird dann doch ganz lustig.

sabe Siegen/Bad Berleburg. Keine Lust auf Gespräche mit dem Vorgesetzten oder Smalltalk mit Kollegen – und überhaupt und sowieso: Weihnachtsfeiern, so hört man, seien doch wohl ohnehin nur Pflichtveranstaltung, auf denen gequälte Harmonie gegaukelt wird. Und trotzdem: Auch wenn die Betriebsfeiern bei manch einem nicht den besten Ruf haben – ihnen fern bleiben die meisten dann trotzdem nicht.

Anekdoten gibt es immer

Dann, einmal angekommen im unbekannten Terrain fernab der Schreibtischinseln, auf denen sich weder Chefs noch Angestellte hinter Desktops und Topfpflanzen verstecken können – passiert zu gerne ein gut bekanntes Alle-Jahre-Wieder-Phänomen: Der Abend wird dann doch ganz lustig. Ob knutschende oder angesäuselte Kollegen am Taxistand – irgendein humoristisches Anekdötchen hat das Verlassen der Büro-Sicherheit doch immer parat. Lange, manchmal sogar Jahrzehnte danach, lässt sich dann gemeinsam noch über dieses und jenes lachen, erzählen, erinnern. Das nennt man neudeutsch „Teambuilding“ und ein bisschen weniger hip „miteinander in Kontakt treten“.

Dank an die Mitarbeiter

Bei einer Oh-du-fröhlichen-Betriebszusammenkunft geht es aber natürlich nicht nur darum, das enggeschnürte Themenkorsett des Arbeitsalltags aufzubrechen, sondern auch um „Danke-sagen.“ Für Schuften und Stemmen, für Zusammenhalt und Zielführung. Einer deutschlandweiten Umfrage nach veranstaltet nur jedes vierte Unternehmern hierzulande keine Weihnachtsfeiern – zumindest genommen am pandemiefreien Maßstab. Natürlich lassen sich also auch viele heimische Firmen nicht lumpen und feiern in traditioneller Manier mal rauschende oder auch locker-gemütliche Feste mit ihren Angestellten.

Viele Weihnachtsfeiern fallen aus

Jetzt, in diesem Jahr, Mitte Oktober, Corona-Zeit, beginnt es langsam aufzufallen: Die Mails mit Einladung zur Betriebszusammenkunft samt Doodlelink zum Anmelden bleiben entweder ganz aus oder sehen eben völlig anders aus. Offizielle Absage oder Corona-konforme Neuorientierung – der Tenor des Rundschreibens dürfte sich die Waage halten, hört man die Stimmen der Unternehmen in der Region.

Andere Prioritäten bei EJOT

Andreas Wolf, EJOT-Pressesprecher, erklärt im Gespräch mit der SZ, wieso eine betriebsinterne Weihnachtsfeier gerade nicht im Fokus des Bad Berleburger Unternehmens mit weltweiten Standbeinen steht: „An Indoor-Weihnachtsfeiern? Da denkt bei uns gerade niemand drüber nach. Das beginnt ja schon mit den Örtlichkeiten, so viele Menschen hygiene-konform unterzubringen...“ Das Pandemiegeschehen sei schließlich nicht nur in vollen Gange, sondern dazu auch „längst noch nicht durchgestanden.“ Dahingehend richte man sich in dem Unternehmen mit allen Kräften darauf aus „gesund durch die Krise zu kommen. Das ist absolut unser Fokus. Weihnachtsfeiern sind da gerade ein Luxusproblem.“

SMS hofft auf Weihnachtsfeier

Noch nicht ganz abgeschrieben hat die SMS-Group in Hilchenbach-Dahlbruch eine weihnachtliche Zusammenkunft. Wie die dann allerdings aussehen mag, „das müssen wir noch sehen, wie wir damit umgehen.“ Sicherlich „keine Riesenpartys, und nach Abteilungen gestaffelt“ sowie „auf jeden Fall Corona-konform“, muss es sein, erklärt Sprecher Martin Aufschläger auf SZ-Anfrage.

Erndtebrücker Eisenwerke überlegen an Alternative

Auch die Erndtebrücker Eisenwerke (EEW) haben den weihnachtlichen Abschluss noch im Sinn. „Aber natürlich in einer ganz anderen Form“, sagt Unternehmenssprecherin Melissa Sassmannshausen und erklärt Hintergründiges: „Die Weihnachtsfeier gehört bei uns zur Tradition und zu unsere Kultur als Familienunternehmen. Wir legen da sehr viel Wert drauf.“ Ein ganzes Weihnachtsdorf hatte die EEW-Group dazu in den vergangenen Jahren in ihren heimischen Hallen für Mitarbeiter plus Anhang auf die Beine gestellt. „Ein richtiger kleiner Weihnachtsmarkt.“ In diesem Rahmen könne das nun natürlich nicht angeboten werden – „das ist bei momentaner Lage ein Ding der Unmöglichkeit.“ Aber: „Wir legen Wert auf ein Alternativprogramm.“

Tanne zum mitnehmen für Mitarbeiter

Und da wurden sich schon mächtig Gedanken gemacht. Beim Stichwort weihnachtliches Dankeschön in Pandemie-konformer Verpackung, zeigt das Familienunternehmen Kreativität. Für alle Mitarbeiter gibt es eine „Tanne-To-Go“ aus regionalem Anbau.
Hierzu wird extra Online ein Portal angelegt, in dem sich Mitarbeiter dann für ihr Gewächs-Geschenk anmelden können. „Dort erhält man dann einen Zeit-Slot, wann man seine Tanne abholen kann.“ So könne man vermeiden, dass zu viele Mitarbeiter auf einmal zusammenkommen.
Und: „Die großen Hallen sind im Prinzip Open-Air“, erklärt Saßmannshausen den Abgabeort. „Wir können da jederzeit ein Tor öffnen.“

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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