Jetzt ist dem RSV alles zuzutrauen!

Neunter Sieg des makellosen Verbandsliga-Spitzenreiters in Folge

Tabellenführer Eiserfeld rang HSG Lüdenscheid vor 350 Zuschauern mit 36:33 nieder

jb Niederschelden. Die märchenhafte Erfolgsgeschichte des RSV Eiserfeld geht ungebremst weiter. Etwa 350 Fans feierten gestern den 36:33 (17:17)-Heimsieg im Spitzenspiel der Verbandsliga über die HSG Lüdenscheid. Dem RSV ist nach dieser taktisch und kämpferisch überragenden Leistung inzwischen wirklich alles zuzutrauen.

Denn die durch die Bank körperlich überlegenen Sauerländer galten eigentlich als Favorit. Sie untermauerten dies auch in der ersten Viertelstunde beeindruckend. Aber Eiserfelds Trainer Joe Braun zeigt sich weiterhin völlig unbeeindruckt von seiner jungen Mannschaft, die vom Erfolg getragen wird. Er übt sich als Meister im Understatement und kommentierte zum Erstaunen der Experten hinterher: »Meister wird entweder Lüdenscheid oder PSV Recklinghausen. Die haben einfach die größeren spielerischen Möglichkeiten und das größere personelle Potenzial. Das habe ich schon vor der Saison gesagt.« Brauns Ablenkungsmanöwer ist sicherlich geschickt, aber die nackten Zahlen in der Tabelle sprechen eindeutig dagegen. Die besiegten Lüdenscheider haben sieben Punkte Rückstand, und Eiserfelds nächster Gegner Recklinghausen, der erst jetzt in Tritt gekommen ist, hat bereits neun Minuspunkte.

Nach zwölf Minuten war es gewagt, auf die Gastgeber zu setzen. Sie waren auf 4:9 eingebrochen, machten viele Fehler im Zweikampfverhalten und sahen auch mit dem 6:0-Deckungssystem, mit dem die Lüdenscheider überrascht werden sollten, nicht gut aus. nach einer Auszeit durch den RSV-Trainer wurde die Deckung auf 5:1 mit Daniel Friesenhagen als Vorgezogenem umgestellt. Diese Überraschung glückte. Jetzt gab es auch Ballverluste und schlechte Torwürfe von Lüdenscheids gefürcheten Routiniers Davor Fath und Thomas Bergfeld.

Ganz allmählich kamen die Eiserfelder in Schwung. Angetrieben von der unglaublichen Willenskraft Karl Bäumners, dem immer besser auftrumpfenden Spielmacher Christian Schneider sowie dem sich von Minute zu Minute steigernden Torhüter Klaus Dickel holten die Eiserfelder den Rückstand auf. Hinzu kam, dass die zwar kleinlichen aber guten Schiedsrichter ab der 20. Minute den härter werdenden Abwehraktionen einen Riegel vorschoben und nun verstärkt Zeitstrafen verhängten. Davon profitierten die Eiserfelder, die zum 14:14 egalisierten, und zum 17:16 in der letzten Minute vor dem Seitenwechsel erstmals nach dem 1:0 in Führung gingen.

Aber in dieser Minute kassierte Daniel Friesenhagen bereits die 3. Zeitstrafe und somit die Rote Karte. Die Befürchtungen, dass er in der 2. Halbzeit in entscheidender Funktion fehlen würde, traten aber nicht ein. Bäumner übernahm nun seinen Part in der Deckung. Er war es auch, der für die Vorentscheidung sorgte, als er im Alleingang zum 24:21 (40.) für einen Drei-Tore-Vorsprung sorgte. Es blieb spannend, weil die Gäste bis zum 27:26 dran blieben. Dann wurden deren Routiniers müde, und Eiserfeld schlug nochmals bei Überzahl gnadenlos mit vier Toren in Folge zu, zog über 31:26 bis auf 36:29 wie im Rausch spielend davon. In dieser Verfassung ist der RSV Eiserfeld ein Meisterschaftsfavorit. Offenbar wollen auch die Spieler den Erfolg - nur der Trainer weist weiter jede Favoritenrolle weit von sich – völlig verkehrt ist das auch wieder nicht.

RSV Eiserfeld: Dickel, Eckhardt; Wetzel (1), Bäumner (12/3), Philipp, Weiskirch (5), Schneider (9/1), Friesenhagen (2), Wagener, Sommer, Nies (5), Scholz (2).

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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