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Weihnachtsmarkt Siegen
Jetzt wird jeder auf 2 G kontrolliert

Nach dem ersten Weihnachtsmarkt-Wochenende in der Krönchenstadt ziehen Stadt und Veranstalter Konsequenzen. Eine davon: Jeder, der den Schlossplatz betritt, wird auf 2 G geprüft.
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ihm/kay Siegen. Die Stadt Siegen und der Veranstalter 3e-Märkte ziehen Konsequenzen aus den Erfahrungen vom ersten Weihnachts-Wochenende. Kontrolliert wird nun jeder, der auf den Unteren Schlossplatz will. Eine Absperrung wird es dabei allerdings nicht geben. Bürgermeister Steffen Mues: „Das macht der Veranstalter ausschließlich mit mehr Personal.“ Mit Hochdruck akquiriere man jetzt zusätzliche Leute, „denn auch uns ist natürlich nicht entgangen, dass es am Wochenende nicht so funktioniert hat, wie wir uns das vorgestellt hatten“.
Kontrolle am Museum für Gegenwartskunst
Damit hat das schwarze Bändchen ums Handgelenk als Nachweis von 2 G schon wieder ausgedient. Mues: „Die Bändchen brauchen wir nicht mehr. Ab jetzt ist jeder, der den Schlossplatz betritt, auf 2 G geprüft.

ihm/kay Siegen. Die Stadt Siegen und der Veranstalter 3e-Märkte ziehen Konsequenzen aus den Erfahrungen vom ersten Weihnachts-Wochenende. Kontrolliert wird nun jeder, der auf den Unteren Schlossplatz will. Eine Absperrung wird es dabei allerdings nicht geben. Bürgermeister Steffen Mues: „Das macht der Veranstalter ausschließlich mit mehr Personal.“ Mit Hochdruck akquiriere man jetzt zusätzliche Leute, „denn auch uns ist natürlich nicht entgangen, dass es am Wochenende nicht so funktioniert hat, wie wir uns das vorgestellt hatten“.

Kontrolle am Museum für Gegenwartskunst

Damit hat das schwarze Bändchen ums Handgelenk als Nachweis von 2 G schon wieder ausgedient. Mues: „Die Bändchen brauchen wir nicht mehr. Ab jetzt ist jeder, der den Schlossplatz betritt, auf 2 G geprüft.“ Diese Kontrolle erfolgt am Museum für Gegenwartskunst. Hier werden vier Bedienstete stehen und sich nicht nur den Impfnachweis, sondern auch den Personalausweis zeigen lassen. Nur dann könne man auf Nummer sicher gehen.

..Uns ist natürlich nicht entgangen, dass es am Wochenende nicht so funktioniert hat, wie wir uns das vorgestellt hatten.''
Steffen Mues
Bürgermeister von Siegen

Kontrollposten werden auch am Parkhausausgang und an der Rampe Richtung Kölner Straße stehen, um zu verhindern, dass dort jemand ungeprüft auf den Platz gelangt. Und eine weitere Kontrolle ist nötig, weil Karstadt den Zugang zum Schlossplatz für Kunden wieder geöffnet hat.

Verschärfte Kontrollen dringend notwendig

Die Hochschulbediensteten und Studenten, die in die Uni-Räume wollen, haben entweder einen Passierschein (die meisten Angestellten) oder einen 2-G-Aufkleber im Studentenausweis. Die Studenten, die nicht geimpft oder genesen sind und aufgrund der 3-G-Regel an der Uni trotzdem Zugang zur Hochschule haben, müssen sich auf direktem Weg über den Schlossplatz zu ihrem Ziel begeben – zur Not auch von Security begleitet. Das seien aber nur wenige, vermutet Mues.

Hotspot mit Ansage

Dass die verschärften Kontrollen dringend notwendig sind, bestätigen die Beobachtungen von Freitag und Samstag. Es gab bis zu 2000 Weihnachtsmarkt-Bummler gleichzeitig in Siegen – da war es schnell vorbei mit den AHA-Regeln. Masken trugen am Samstag auf dem Unteren Schlossplatz nur wenige. Abstand von eineinhalb oder gar zwei Metern – wohlgemerkt im 360-Grad-Kreis um die eigene Person – sind angesichts solcher Besuchermassen ohnehin illusorisch. Und Hygiene? Da hielt man es doch lieber mit Anfassen und Küsschengeben.

Viele gingen ohne Bändchen bummeln

Endlich wieder feiern bei adventlicher Musik und schimmerndem Licht, die Kufenflitzer auf der Eisbahn beobachten, sich mit Freunden treffen und Hände und Gemüt am Glühwein wärmen: Viele genossen das vermisste Weihnachtsmarkt-Feeling offensichtlich. Aber etliche beschlich sehr schnell ein ungutes Gefühl.

Gunnar Schmidt aus Siegen war zusammen mit seiner Mutter auf dem Schlossplatz – einmal und nicht wieder. Seine Beobachtung: Bei dem Stand, der die schwarzen Bändchen als Nachweis für geprüfte
2 G ausgibt, standen Menschen. „Nach ein paar Minuten gehen viele dann doch ohne Nachweis wieder aus der Reihe und einfach so auf den Platz.“ Das ist erlaubt, denn niemand muss das Bändchen haben. Wer es sich nicht holt, muss lediglich damit rechnen, beim Bummel kontrolliert zu werden – wenn denn genug Kontrolleure da sind ...

20 Platzverweise am Freitag

Gunnar Schmidt hat auch Bekannte auf dem Markt getroffen, von denen er weiß, dass sie weder geimpft noch genesen sind – die aber „frech grinsend“ auf dem Weihnachtsmarkt Party machen. Die Security bzw. die Ordnungsamtsmitarbeiter haben 20 Platzverweise allein am Freitag erteilt, weil die Personen weder geimpft noch genesen waren. Samstag waren es rund 15.

Das Weihnachtsmarktschild am Eingang weist auf die Abstandsregel hin und empfiehlt, Masken zu tragen. Daran hält sich kaum einer. Das liegt in der Natur der Sache. Wer in ein Crêpe oder eine Bratwurst beißt, muss die Maske abnehmen. Und wer mit Freunden am Glühweinstand steht und genüsslich Schluck für Schluck nimmt, lässt den Mund-Nasen-Schutz ganz schnell in der Jackentasche verschwinden.

Silbernes Bändchen in Weidenau

Am Montag öffneten die Weihnachts-buden und -stände im Weidenauer Siegerlandzentrum zum ersten Mal. Hier wird ein silbernes Bändchen ausgegeben für Geimpfte und Genesene. Das geschieht an den Ständen selbst. Erik Van den Bril, Center-Manager des SIC-Siegerlandcenters und für den Aktivkreis Weidenau Mitorganisator des Markts, will die Situation genau beobachten. Zwei Security-Mitarbeiter (wie in Siegen von der Firma Bender & Bender) und zwei Marktmeister sind im Einsatz. „Ob das am Wochenende reicht, müssen wir sehen.“ Maskenpflicht gibt es, wie in Siegen, nicht. Nur eine Empfehlung. Erik Van den Bril sagt, dass die Masken beim Anstehen vor den Buden nur getragen werden müssen.

Eine Herausforderung in Weidenau ist die Lage mitten in der Einkaufszone. Die Kunden, die in die Geschäfte wollen, gehen zwar durch die Reihen der Weihnachtsbuden, aber sie müssen nicht 2 G einhalten. Eine flächendeckende Kontrolle wie künftig in Siegen sei in Weidenau nicht machbar. Das bestätigt Bürgermeister Steffen Mues.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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