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Erste Impfstoff-Lieferung reicht gerade für Obdachlose
Johnson & Johnson wird nach Siegen geliefert

Eine sehr kleine Anzahl an Dosen von Johnson & Johnson soll Anfang Mai zum Verimpfen angeliefert werden.
  • Eine sehr kleine Anzahl an Dosen von Johnson & Johnson soll Anfang Mai zum Verimpfen angeliefert werden.
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mir Siegen. Eigentlich ist jetzt ein (kleines) Hurra fällig: Mit Johnson & Johnson geht der nächste Impfstoff auch in NRW und im südlichen Westfalen an den Start. Wie das Düsseldorfer Gesundheitsministerium der SZ am Mittwoch bestätigt hat, werden in den nächsten Tagen zwischen Rhein und Weser 48 000 Dosen des vierten zugelassenen Impfstoffs an die Impfzentren im Land ausgeliefert.

Im Siegener Kreishaus ist nur bekannt, dass eine „sehr kleine Anzahl an Dosen“ von Johnson & Johnson Anfang Mai zum Verimpfen angeliefert werden soll. Die Menge wird allenfalls ausreichen, die Klienten der Wohnungslosenhilfe damit zu impfen.

Um das „Hurra“-Bild nicht gleich verflachen zu lassen, es kommt mehr Impfstoff im Eiserfelder Zentrum an und zum Einsatz.

mir Siegen. Eigentlich ist jetzt ein (kleines) Hurra fällig: Mit Johnson & Johnson geht der nächste Impfstoff auch in NRW und im südlichen Westfalen an den Start. Wie das Düsseldorfer Gesundheitsministerium der SZ am Mittwoch bestätigt hat, werden in den nächsten Tagen zwischen Rhein und Weser 48 000 Dosen des vierten zugelassenen Impfstoffs an die Impfzentren im Land ausgeliefert.

Im Siegener Kreishaus ist nur bekannt, dass eine „sehr kleine Anzahl an Dosen“ von Johnson & Johnson Anfang Mai zum Verimpfen angeliefert werden soll. Die Menge wird allenfalls ausreichen, die Klienten der Wohnungslosenhilfe damit zu impfen.

Um das „Hurra“-Bild nicht gleich verflachen zu lassen, es kommt mehr Impfstoff im Eiserfelder Zentrum an und zum Einsatz. Nächste Woche erwartet der Kreis Siegen-Wittgenstein 4440 Dosen von Biontech-Pfizer. „Damit werden wir die Ü70-Personen impfen und die Versorgung für Ü 80 abschließen“, heißt es weiter.

Aufbewahrung ohne Tiefkühltruhe

Zurück zu den Obdachlosen und wohnsitzlosen Menschen in Siegen: Für die Diakonie in Südwestfalen hat Matthias Risse, Koordinator im teilstationären Wohnen, das Impfen dieser keineswegs homogenen Personengruppe in Angriff genommen. Dass für Johnson & Johnson eine Impfung reicht, macht alles einfacher. Auch die Aufbewahrung ohne Tiefkühltruhe.

Zur Problemgruppe gehören die nur postalisch beim Cafe Patchwork und der Diakonie gemeldeten Personen. Wie soll man die zu einer Corona-Impfung animieren? Wer nichts mit Ämtern zu tun hat, soll sich alle vier Wochen bemerkbar machen. Jobcenter-Klienten wiederum müssen sich wöchentlich mehr als einmal melden. Risse: „Alles in allem sind das 240 Männer und Frauen. Darunter aber auch solche, die Couch surfing machen und mal hier, mal dort unterkommen. Wie will man die alle nach Eiserfeld bringen, um sie zu impfen? Fast unmöglich.“

Zumindest als Idee schwebt Risse und seinen Kollegen eine Lösung vor: „Bei uns auf dem Grundstück stellen wir einen Büro-Container auf mit zwei Eingängen.“ Oder mobile Teams könnten zum Impfen ausschwärmen. Vielleicht lasse sich das Problem auch mit ein, zwei festen Terminen in Eiserfeld regeln. Im dortigen Impfzentrum steht Christine Domnick als Ansprechpartnerin zur Verfügung, die Zusammenarbeit klappt laut Risse prima.

Drei Termine für Impfung

Damit nicht genug: Die in verschiedenen Diakonie-Einrichtungen betreuten Menschen ohne Wohnsitz haben in drei Terminen ihre Impfungen in Eiserfeld erhalten. Zum Teil Biontech, zum Teil AstraZeneca. Etwa die Bewohner des Bodelschwingh-Hauses, um die 70 Männer, eng an eng untergebracht. „Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, war erstaunlich hoch, damit habe ich so nicht gerechnet“, blickt Matthias Risse zurück.

Stolz ist Risse, dass es unter diesen 70 Männern bislang keinen Corona-Fall gegeben hat. Trotz der räumlichen Enge. „Die Kollegen haben konsequent gehandelt, es gab keine Besuche, Außenkontakte wurden genau nachverfolgt.“ Drei Betreuer haben sich infiziert, „aber nicht bei der Arbeit im Haus“.

Ob und wann die hiesigen Hausärzte Johnson & Johnson verimpfen werden, ist dem Hausärzteverband Westfalen-Lippe noch nicht bekannt. Das Ministerium habe noch nichts bekannt gegeben. Auch die Kassenärztliche Vereinigung kann zu der Frage nichts sagen, es gibt dazu schlicht noch keine Fakten.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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