JU: Ochsenweiher schließen

Die Junge Union Kreuztal ist dagegen, für viel Geld den Ochsenweiher zu sanieren. Archivfoto: nja

sz - Nachdem die Junge Union Kreuztal im Juli vergangenen Jahres den Kredenbacher Ochsenweiher besucht und gehofft hatte, dass die Sanierungsmaßnahmen nicht zu teuer würden, „waren die mehr als 40.000 Euro, die benötigt werden, um das Naturfreibad in Kredenbach zu sanieren, ein Schock“, so die JU nun in einer Pressemitteilung. „Das ist schon eine Hausnummer. Ich habe so sehr gehofft, dass es eine wirtschaftliche Lösung gibt – leider scheint es die nicht mehr zu geben“, so Vorsitzender Julian Siebel.

Er möchte sich auch bei der Interessengemeinschaft entschuldigen, mit der nach dem Besuch im Juli ein Gespräch geführt worden sei. „Ich habe wirklich gehofft, dass wir den Weiher erhalten können, gerade weil die Interessengemeinschaft sich so dafür eingesetzt hat. Sie hat unglaublich viele Stunden investiert und alles getan, was sie konnte, um den Weiher attraktiv zu machen. Dafür möchten wir danken.“

Angesichts der Haushaltslage, „die 2017 auf die Stadt Kreuztal zukommen könnte (Kreisumlage und Kommunalsoli werden stark ansteigen), die geringen Besucherzahlen und die damit viel zu hohen Betriebskosten“ sei es jedoch unvermeidbar, dass der Ochsenweiher geschlossen werde. „Jeder Besucher müsste theoretisch knapp 190 Euro pro Besuch zahlen, damit das Freibad wirtschaftlich zu betreiben wäre. Da wir 2017 mit einem starken Defizit im Haushalt rechnen, ist das nicht mehr tragbar.“

Die Junge Union unterstützt damit das Anliegen der CDU-Fraktion Kreuztal, die, wie berichtet, den Antrag zum am Dienstag tagenden Sportausschuss gestellt hat. „Wir haben uns bereits umgehört, inwiefern eine Bestandsgarantie für die anderen drei Naturfreibäder möglich ist. Eine rechtlich bindende Vereinbarung dürfte nahezu unmöglich sein, aber eine Erklärung der Fraktionen oder des Rats dürfte zumindest eine moralische Bindung haben. Außerdem soll das Geld, das zuvor in den Ochsenweiher geflossen ist, den anderen drei Bädern zukommen. Das ist unser Vorschlag, und den werden wir auf der nächsten Sitzung unserer Fraktion vorschlagen“, so Siebel.

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