„Jugend-Bild-wild“

Problemfall Tim: die Arme verbunden und eine Tüte voll Bier. Es ist nur ein Versuch, die innere Leere zu füllen.  Foto: fae
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fae Siegen. In diesem Jahr präsentiert der 12. Jahrgang der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Siegen „Jugend-Bild-wild“, eine Theater- und Filmproduktion, die vom nordrhein-westfälischen Programm „Kultur und Schule“ gefördert wird. In dieser Eigenproduktion setzen sich ungefähr 30 Schüler, mit Unterstützung von Heike Siebel (didaktische Leitung), Lars Dettmer (Regie) und Lena Mösko (Film und Bewegung), mit ihrem Leben kurz vor dem Schulabschluss und dem Weg in die Berufswelt auseinander.

Für welchen Weg soll man sich entscheiden? Was erwarten Eltern und Gesellschaft? Was möchte man selbst? Kann man dem entstehenden Druck standhalten? Wozu macht man das alles? Diese Fragen spielen in „Jugend-Bild-wild“ eine wichtige Rolle. Ebenso wichtig ist das Bild, welches in den Medien von der heutigen Jugend verbreitet wird, und dieses wird genau beleuchtet: Jugendliche als Amokläufer, Komasäufer, Schwänzer, Killerspielfans, die verantwortungslos mit ihrer Zukunft umgehen.

Sind die Jugendlichen wirklich so? Oder werden sie so, weil die Medien es Ihnen aufdiktieren? In „Jugend-Bild-wild“ stellen sich die Schüler diese Fragen, geben aber nicht immer Antworten, sondern überlassen diese den Zuschauern. Im Stück mischen sich Film- und Theatersequenzen, in denen die Jugendlichen ihre Wirklichkeit, ihre Ängste, Hoffnungen und Wünsche zum Ausdruck bringen, auf besonders gelungene Art und Weise. Das Thema regt zum Nachdenken an, und während einige Zuschauer lachten, hielten andere sich still, möglicherweise bereits in Reflexionen versunken.

In Filmsequenzen sowie auf der Bühne konnten die Darsteller ihr Können unter Beweis stellen. Besonders zu nennen sind Juliane Berlet als die allseits beliebte und begabte Julia, Marcel Fries als Julias lässiger Freund Björn, Helen Wüst als Svenja, die von niemandem richtig wahrgenommen wird, Andrés Garcia Diaz als Tim, der sich danach sehnt, sein Leben in den Griff zu bekommen, und Tina Achenbach als beängstigendes Gewissen, das immer mehr von den Jugendlichen fordert und Eltern sowie Gesellschaft repräsentiert. Auch Johannes Hollaender als Lässigkeit in Person (Jo), Maximilian Jung als Papa Mertens, der genau weiß, was aus seinem Sohn wird, sowie Aline Beyer als schüchterne Anhängerin der Social Network Generation (Steffi) entzückten das Publikum, das sich mit begeistertem Applaus und Zurufen bedankte. Gezeigt wurde das Stück bereits kürzlich im Medien- und Kulturhaus Lÿz, auch eine Schulvorstellung wurde angesetzt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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