SZ

Happy End nach monatelanger Suche
"Jule" ist zurück

Seit 20. September wurde sie vermisst, jetzt ist „Jule“ vom Tierheim zurück in Weidenau bei Iris Hughes und Familie: „Die haben gemerkt, dass ich mich nicht abzocken lasse und um mein geliebtes Tier kämpfe.“
  • Seit 20. September wurde sie vermisst, jetzt ist „Jule“ vom Tierheim zurück in Weidenau bei Iris Hughes und Familie: „Die haben gemerkt, dass ich mich nicht abzocken lasse und um mein geliebtes Tier kämpfe.“
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Marc Thomas

mir Siegen. Eine endlos erscheinende Story um die seit 20. September 2020 vermisste achtjährige Katze „Jule“ ist am Donnerstag Nachmittag plötzlich und unerwartet mit einem positiven Finale zu Ende gegangen. Happy End, im wahrsten Sinne des Wortes.

Und das kam so: Am 20. September 2020 wird das schwarz und weiß gezeichnete Tier ein letztes Mal in Weidenau im Wohngebiet „Meinhardt“ gesehen. Die Tieren aller Art zugetane Besitzerin Iris Hughes macht sich an dem Tag noch keinen Kopf, „Jule“ ist schon öfter mal über Nacht und auch am Tag weggeblieben. Doch diesmal ist alles anders, „Jule“ bleibt verschwunden. Iris macht sich mit Schleppen in den umgebenden Straßen bis nach Dreis-Tiefenbach auf die Suche. Vergeblich, keine Reaktion.

mir Siegen. Eine endlos erscheinende Story um die seit 20. September 2020 vermisste achtjährige Katze „Jule“ ist am Donnerstag Nachmittag plötzlich und unerwartet mit einem positiven Finale zu Ende gegangen. Happy End, im wahrsten Sinne des Wortes.

Und das kam so: Am 20. September 2020 wird das schwarz und weiß gezeichnete Tier ein letztes Mal in Weidenau im Wohngebiet „Meinhardt“ gesehen. Die Tieren aller Art zugetane Besitzerin Iris Hughes macht sich an dem Tag noch keinen Kopf, „Jule“ ist schon öfter mal über Nacht und auch am Tag weggeblieben. Doch diesmal ist alles anders, „Jule“ bleibt verschwunden. Iris macht sich mit Schleppen in den umgebenden Straßen bis nach Dreis-Tiefenbach auf die Suche. Vergeblich, keine Reaktion.

Kontaktaufnahme mit Tasso

Per Mail wendet sie sich in jenen Tagen ans Siegener Tierheim. Die Nachricht kommt postwendend zurück, kann offenbar online nicht zugestellt werden. Iris Hughes nimmt Kontakt auf mit Tasso, dem bundesweit aktiven Tierregister. Dort ist „Jule“ ordnungsgemäß registriert. Sollte die schwarz-weiß gemusterte Samtpfote irgendwo bei einem sachkundigen Tierfreund auftauchen, wäre es ein Leichtes, über Tasso und „Jules“ Chip die ordnungsgemäße Halterin – also Iris Hughes aus Weidenau – anzurufen. Das Pandemie-Jahr 2020 endet ohne „Jule“, Iris hat in diesen Tagen angesichts eines Todesfalls in der Familie viel um die Ohren.

Wie aus heiterem Himmel bekommt das Thema „Jule“ am 20. Januar eine aktuelle Brisanz: Eine Tasso-Mitarbeiterin meldet sich bei Iris Hughes, das Tierheim Siegen wolle Katze „Jule“ im Register umschreiben lassen. „Ich will meine ,Jule’ zurück“, erinnert sich Iris Hughes an das Telefonat. Tasso weiß mehr: „Das Tier ist schon in ein gutes Zuhause vermittelt worden.“ Wohin? Keine Ahnung, das bleibt anonym. Iris Hughes kann es nicht fassen, greift zum Telefon und macht dem Tierheim Vorwürfe. Dort erfährt sie, dass „Jule“ schon seit dem 21. September 2020 im Tierheim lebt. Ein Fundtier. Abgegeben worden. Zumindest erfährt Iris, die Katze sei in der näheren Umgebung aufgegriffen worden, später wird ihr gegenüber diese Version korrigiert.

Keine Rückverfolgung

Die SZ hat Tierheimleiter Tobias Neumann befragt. Der sagt, der Chip des Tieres sei nach der Ankunft im Tierheim ausgelesen und Tasso kontaktiert worden: „Offenbar ist hier oder aber bei Tasso ein Fehler passiert. Ein Zahlendreher oder so was, das lässt sich nicht mehr überprüfen.“ Aus dem Grund habe es in den Tagen nach dem 21. September keine Rückverfolgung gegeben. Neumann fragt sich, warum die Halterin keine Suchanfrage übers Tierheim gemacht habe. Man habe Fotos des Tieres veröffentlicht, in diversen Foren sei das geteilt worden.

Iris Hughes ist sich keiner Schuld bewusst, sie hat im lokalen Umfeld in Weidenau überall nach „Jule“ gesucht, wie sie sagt. Zwischendurch glaubt sie, ihr werde übel mitgespielt. Neumann: „Nein, so ist das nicht.“ Trotzdem steht eine finanzielle Forderung des Tierheims von über 1000 Euro im Raum. 150 Euro Arztkosten wegen eines vereiterten Zahnes, dazu für vier Monate Kost und Logis, pro Tag 9,25 Euro.

Rechtsschutzversicherung kontaktiert

Iris Hughes: „Das zahle ich nicht, auch noch für Sachen, die ich nicht zu verantworten habe.“ Vorsorglich hat sie ihre Rechtsschutzversicherung kontaktiert. Von Tasso hat sie erfahren: „Vom Tierheim Siegen hat es im September nie einen Anruf wegen des Tieres gegeben.“

Dazu existiert eine schriftliche Notiz. Die hat der Anwalt dem Tierheim am Donnerstag präsentiert. Am Nachmittag bekommt Iris Hughes den erlösenden Anruf vom Heidenberg: „Bis 17.30 Uhr können Sie die Katze abholen.“ Sie war offenbar noch da und schnell verfügbar.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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