Jung mal hier, Jung mal da

Verbandsliga Westfalen:

Siegens Blitzstarts in beide Halbzeiten / Am Ende eng

sz Siegen. Es war am Ende zwar ein verdienter Sieg bei Niesel-Dauerregen und »Schummerlicht« auf dem Trainingsplatz der »Sportfreunde«. Doch bis sich die Siegener Spieler am Samstagabend endlich wirklich jubelnd in die Arme fallen durften, mussten sie harte Arbeit verrichten. Der Lohn war der 3:1-(1:0)-Heimsieg über den TuS Hordel, mit dem sich die 2. Mannschaft der »Sportfreunde« auf Platz 6 der Verbandsliga Westfalen vorarbeitete und als einziger »Dreipunkter« die heimischen Fahnen an diesem Wochenende hoch hielt.

Ausschlaggebend war die Einstellung, mit der die Mannschaft zu beiden Hälften aus den Kabinen kam. Wir wissen es natürlich nicht genau, aber wahrscheinlich stand Trainer Uwe Helmes an der Kabinentür und rief noch einmal jedem einzelnen Spieler zu: »Hellwach sein!«

Und die taten, wie ihnen geheißen. Schon in der 4. Minute setzte sich Najeh Braham auf rechts durch und passte nach innen, wo Manuel Jung mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze den Hordeler Schlussmann überraschte. Und in der 2. Halbzeit wiederholte sich dieses Spielchen fast auf die gleiche Weise. Wieder war der Tunesier in der 4. Minute der Wegbereiter, wieder traf ein »Jung« mit plaziertem Schuss vom Strafraum aus. Allerdings trug sich diesmal Marius Jung in die Trefferliste ein!

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Siegener Reserve-Mannschaft die Führung redlich verdient, weil sie aggressiver in die Zweikämpfe ging und so mehr Spielanteile eroberte. Eigentlich musste es schon früh eine weitere Unterstützung geben, denn in der 7. Minute riss der Hordeler Keeper außerhalb des Strafraums den auf ihn zueilenden Braham um. Doch statt des erwarteten Freistoßes und der Roten Karte ließ der Unparteiische einfach weiter laufen - und hatte fortan den Siegener Angreifer auf dem »Kieker«, dem er die Gelbe Karte zeigte, weshalb Helmes Braham in der letzten Viertelstunde auch vom Feld nahm - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel längst gekippt und es hatte sich ein packendes Kampfspiel ergeben. Denn in der 59. Minute verkürzten die Bochumer. Eigentlich hatten die »Sportfreunde« diesen Gäste-Angriff schon erfolgreich abgeblockt, doch dann vertändelte man vor dem eigenen Strafraum das Leder, wodurch der TuS mit einem Querpass Mirko Krüger in Szene setzten konnte. Gegen dessen plazierten Distanzschuss reckte Tobias Haardt zwar noch die Fingerspitzen, doch plötzlich war wieder alles offen. Und Hordel fand tatsächlich über den Kampf ins Spiel, so dass die Siegener bange Minuten zu überstehen hatten, selbst aber auch alles in die Waagschale warfen.

Am Ende ließ der Unparteiische sensationell lange nachspielen, bei einigen Beobachtern kam gar der Verdacht auf, dieser wolle so lange spielen lassen, bis der Ausgleich falle. Dagegen hatte aber der für Braham eingewechselte Mounir El Mabtoul etwas, der sich in der Nachspielzeit mit einer schönen Einzelaktion im Strafraum der Gäste durchsetzte und mit dem 3:1 doch noch alles klar machte.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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