Junge Frau hatte Todesangst

Ein dreifacher Familienvater ist jetzt verurteilt worden. Er hatte eine Frau verletzt und sexuell genötigt. Symbolfoto: SZ
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stö - Eine junge Frau schilderte am Dienstag dem Schöffengericht in Siegen, wie sie die Tatnacht im Januar des vergangenen Jahres in Erinnerung hat: Sie hatte Todesangst; hatte gedacht, er wolle sie vergewaltigen und umbringen. Die Straße in der Siegener Innenstadt, an der alles geschah, könne sie bis heute nicht betreten – auch nicht tagsüber. Wenn ihre Arbeit um 20 Uhr abends beendet sei, müsse sie sich abholen lassen. Fast ein Jahr ist der Übergriff her. Die körperlichen Verletzungen sind verheilt, aber die psychische Belastung ist noch immer da und schränkt das alltägliche Leben der 25-Jährigen ein.

Am Dienstag wurde der Täter, ein verheirateter, dreifacher Familienvater, wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung verurteilt. Er habe nur reden wollen, er dachte, sie sei die Frau, mit der er zuvor getanzt habe. Schockiert sei er gewesen, als die Frau bei den „Berührungen“ anfing zu schreien. Genau erinnern könne er sich aber nicht, er sei betrunken gewesen. Normalerweise trinke er keinen Alkohol und würde auch nicht um die Straßen ziehen – er habe ja schließlich Familie.

Ein genaues Motiv erkannte das Gericht trotz der Aussagen nicht. 1,56 Promille hatte der Angeklagte im Blut. Diese Menge reichte für eine verminderte Schuldfähigkeit nicht aus. Die Schöffen Marc König und Thomas Boller sowie Richter Uwe Stark, Vorsitzender des Schöffengerichts, entschieden: ein Jahr und sechs Monate Haft, die zur Bewährung ausgesetzt werden. Neben den Verfahrenskosten muss der Angeklagte außerdem ein Schmerzensgeld in Höhe von 1500 Euro an das Opfer zahlen sowie 100 gemeinnützige Stunden ableisten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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