Junge Künstler stehen im Fokus

 Erndtebrücks stellvertretender Bürgermeister Steffen Haschke (l.) im lockeren Gespräch mit Stefanie Lückel und Enric Schumacher, die im Erndtebrücker Rathaus ausstellen. Foto: schn
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schn - Von nicht weniger als einer „Wittgensteiner Kunstsensation“ sprach Rainer Daus am Donnerstagabend im Erndtebrücker Rathaus zur Vernissage der aktuellen Ausstellung. Zwei seiner Schützlinge, Enric Schumacher und Stefanie Lückel, stellen ihre Werke auf den Fluren der Erndtebrücker Verwaltung aus. Da Erndtebrück, wie Daus feststellte, inzwischen der zweite Kulturstandort neben Bad Berleburg in Wittgenstein sei, und das Rathaus regelmäßig Ort für Ausstellungen sei, was Steffen Haschke als stellvertretender Bürgermeister treffend bemerkte, stellte sich nur eine Frage: Was ist die „Wittgensteiner Kunstsensation“? Aus Sicht von Rainer Daus ist es wohl das Alter der beiden Maler. Enric Schumacher ist 15 Jahre alt, Stefanie Lückel ist 19 Jahre alt. Beide malen seit dem Grundschulalter und haben sich seither konsequent weiterentwickelt.

Man dürfe noch keine Meisterwerke von den beiden erwarten, war sich Rainer Daus sicher, aber die Entwicklung sei schon bemerkenswert. Enric Schumacher malt „informell“, das heißt übersetzt, er malt nicht figürlich, nicht realistisch, sondern expressiv, Kompositionen aus Formen und Farben. Seine Malerei ist gekennzeichnet durch das Prozesshafte. „Blumen zu malen, ist mir zu langweilig, zu wenig männlich“, stellte Enric Schumacher selbstbewusst fest. Dazu passt auch sein Berufswunsch, er will Offizier der Bundeswehr werden. Stefanie Lückel hat eine Ausbildung als Mediengestalterin hinter sich und wird in Bochum die Kunstakademie besuchen. Sie arbeitet mit verschiedenen Techniken, malt illustrativ und realistisch, mit dem Bleistift, Kohle und nutzt auch die Airbrush-Technik. Ihrer Malerei sieht man das Faible für zeitgenössische Comics an. Ihre Stärken liegen, zumindest bei den in Erndtebrück gezeigten Werken, im Airbrushing.

Die Bilder, getragen von einer gewissen dunklen Grundstimmung, fangen die Ästhetik moderner Comics ein und präsentieren sie großformatig. Beide jungen Maler sind auf den Aufstellungsflächen Wittgensteins keine Unbekannten, für Enric Schumacher und Stefanie Lückel ist es jeweils schon die zweite Ausstellung ihrer Werke. „Das sind deren Werke, deren Produkte“, sagte Rainer Daus in seiner Einführung. Und damit würden sich beide von vielen in ihrem Alter unterscheiden. Stefanie Lückel und Enric Schumacher interessierten sich für Kunst, Maler wie Jackson Pollock oder Georg Baselitz seien ihnen bekannt und ihnen liege etwas daran, auch selbst etwas zu erschaffen. Durch den Schritt in die Öffentlichkeit stellten sich beide auch der öffentlichen Kritik ihrer Bilder. Aber auch das mache einen Künstler und das Verständnis von Kunst aus. Die Ausstellung ist noch bis Ende September im Erndtebrücker Rathaus zu sehen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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