Kaan setzt erste „Duftmarke“

 Der muss doch drin sein … Ist er aber nicht! Erndtebrücks Stürmer Benjamin Thorbeck hat nur noch das leere Tor vor sich, lässt sich aber vom heran springenden Keeper des 1. FC Kaan-Marienborn, Dominique Nowak, irritieren und verpasst die Führung der Wittgensteiner. Die Käner gewannen das Finale des Germanen-Cup mit 3:1. Foto: sta
  • Der muss doch drin sein … Ist er aber nicht! Erndtebrücks Stürmer Benjamin Thorbeck hat nur noch das leere Tor vor sich, lässt sich aber vom heran springenden Keeper des 1. FC Kaan-Marienborn, Dominique Nowak, irritieren und verpasst die Führung der Wittgensteiner. Die Käner gewannen das Finale des Germanen-Cup mit 3:1. Foto: sta
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Etwas Freude herrschte am Ende auch bei den im Endspiel unterlegenen Reservisten des TuS Erndtebrück, die neben einem „Tausender“ ins Mannschaftssäckel auch noch die 30 Liter für den besten Torschützen Benjamin Thorbeck mit auf die Rückreise in die Edergemeinde nehmen konnten. Zuvor, nach 90 teils intensiven Minuten, jubelten allerdings die Spieler des 1. FC Kaan-Marienborn, die kurz vor der Pause durch die Treffer von Jared Jörgens (26.) und Torben Schmidt (36.) beizeiten die Weichen auf Sieg stellten. „Der Erfolg war verdient und ist sogar zu niedrig ausgefallen“, resümierte FC-Linienchef Thorsten Nehrbauer, der aber nicht ganz zufrieden war: „Am Ende waren wir zu nachlässig. Die Belastung war in den letzten Tagen hoch, das hat man gemerkt.“ Nachdem Steve Sam neun Minuten nach Wiederbeginn die Vorentscheidung herbeiführte, kamen die Wittgensteiner vor 250 Besuchern noch einmal auf und versuchten alles: „Gut gemacht haben wir das dann aber nicht, es war zu wenig Bewegung drin“, kommentierte Erndtebrücks spielender Co-Trainer Konstantin Volz, dessen Team durch Mike Brado (72.) zum Anschlusstreffer kam und einen offenen Schlagabtausch einläutete, in dem die Käner die besseren Chancen hatten und immer wieder gefährliche Konter fuhren, aber nicht mehr trafen. In der ersten halben Stunde der Partie zeigte sich der Landesliga-Meister und zukünftige Westfalenliga-Rivale des 1. FC Kaan-Marienborn auf Höhe und hielt die favorisierten Siegerländer durch kluges, engmaschiges Verschieben und gutes Zweikampfverhalten vom eigenen Tor weg. „Man hat schon gemerkt, dass es zur Sache gegangen ist. Das hatte wenig von einem Test. Wir freuen uns auf das Derby am 6. Spieltag“, sagte Volz, „Kaan ist letzte Saison nicht umsonst Vizemeister geworden.“ Und die Elf aus dem Breitenbachtal gewann das Finale des Germanen-Cups letztendlich auch verdient, heimste 1200 Euro als Siegprämie ein und setzte eine erste Duftmarke für die neue Spielzeit. „Wir haben einiges vor“, verriet Nehrbauer bereits vor dem Endspiel vielsagend. Angesichts der bestechenden Frühform – immerhin beginnt die Punkterunde erst in drei Wochen – wird auch in der anstehenden Spielzeit in Sachen „Meisterschaft“ kein Weg an den Jungs aus Kaan-Marienborn vorbeiführen. Das wurde am Wüstefeld deutlich.

Oberligist SG Betzdorf sicherte sich im kleinen Endspiel verdient die 800-Euro-Prämie, während die Gastgeber mit 600 Euro belohnt wurden. Das war aber am Samstagnachmittag auch wirklich das einzige, wofür die Germanen in Frage kamen, denn erst als die SG im zweiten Durchgang aufgrund des komfortablen 3:0-Vorsprungs „etwas die Luft raus nahm“ (Dirk Spornhauer), kam der Bezirksligist besser ins Spiel und konnte die Partie ausgeglichen gestalten. Der Trainer der Betzdorfer zeigte sich eine Woche vor dem Saisonstart zufrieden, bescheinigte seiner (wieder einmal) stark verjüngten Mannschaft eine „gute erste Halbzeit und eine ordentliche Vorbereitung“. Und tatsächlich ließ die SG in den ersten 45 Minuten keinen Zweifel daran, wer als Sieger vom Platz gehen würde. Fation Foniq (16. und 30.) schnürte ein Doppelpack, Florian Jäger (38.) legte Tor Nummer drei nach und münzte die läuferische und fußballerische Überlegenheit der Kicker aus dem Kreis Altenkirchen auch in Zählbares um. Die Germania konnte nach dem Seitenwechsel aber ihre Statistenrolle ablegen, gestaltete die Partie ausgeglichen, verzeichnete einen Pfostentreffer von Manuel Schäfer und kam durch Tim Schilk sechs Minuten vor dem Ende noch zum 1:3-Ehrentreffer.

Noch mächtig Sand im Getriebe gab es bei der U 23 der Sportfreunde Siegen im Spiel um Platz 5, wo es gegen Ligakonkurrent RW Hünsborn eine auch in dieser Höhe verdiente 0:3 (0:0)-Niederlage gab. „Wir haben halt viele unterklassige neue Spieler geholt, die sich erst an die körperliche Präsenz in solchen Spielen gewöhnen müssen“, kommentierte Uwe Neuser, während RWH-Coach Andreas Waffenschmidt seiner Mannschaft mit auf den Weg gab, „den Sieg bloß nicht überzubewerten.“ Genaueres wird sich dann in drei Wochen zeigen, wenn beide Mannschaften am 1. Spieltag der Landesliga am Hünsborner Löffelberg wieder aufeinandertreffen. Dann wird auch Joel Kalambay dabei sein, denn der Innenverteidiger der „Freunde“ gab nun doch noch seine Zusage für die kommende Saison. „Wir brauchen in der Landesliga aber trotzdem die Unterstützung von oben. Dann sind wir wettbewerbsfähig. Ansonsten wird es eng“, weiß Neuser, dessen Team im Offensivspiel praktisch nicht stattfand. Anders die „Wendschen“, die ballsicher agierten, dominant auftraten und sich insbesondere im zweiten Durchgang eine handvoll bester Möglichkeiten herausspielten. Henrik Blecker (75./Handelfmeter) durchbrach das Abwehrbollwerk der Sportfreunde um den starken Keeper Lukas Freidhof, Henrik Strunk (77.) und Michael Bienenda (85.) erzielten die weiteren Tore, die 500 Euro in die Mallorca-Kasse von RWH spülten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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