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Abschleppdienste haben im Winter Hochkonjunktur
Kalter Hintern besser für Batterie

Eric Lauenstein ist Kfz-Mechaniker und Pannenhelfer. Springt ein Auto nicht an, kann er mit einem mobilen Gerät Starthilfe leisten.
  • Eric Lauenstein ist Kfz-Mechaniker und Pannenhelfer. Springt ein Auto nicht an, kann er mit einem mobilen Gerät Starthilfe leisten.
  • Foto: Sarah Panthel
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

sp/sz Eiserfeld. Das Wochenende war lang, die Temperaturen sind gesunken, und schon springt das Auto nicht mehr an. Der Grund ist oft schnell klar: Die Batterie ist nicht mehr geladen. Wer kein eigenes Ladegerät zur Hand hat, der muss auf Nachbarn oder Abschleppdienste zurückgreifen, um Starthilfe zu bekommen. Einer von ihnen ist der Abschleppdienst der Dietrich GmbH (Sitz in Eiserfeld), der im Siegerland, in Wittgenstein und darüber hinaus unterwegs ist.
„Generell ist der Montag am auftragsstärksten“, sagt Sebastian Maisano, Leiter des Abschleppdienstes. Besonders an den Tagen nach Weihnachten und Neujahr seien die Zahlen „exorbitant“ gewesen. Aber bereits Ende November, mit der ersten kalten Woche, gab es mehr Aufträge.

sp/sz Eiserfeld. Das Wochenende war lang, die Temperaturen sind gesunken, und schon springt das Auto nicht mehr an. Der Grund ist oft schnell klar: Die Batterie ist nicht mehr geladen. Wer kein eigenes Ladegerät zur Hand hat, der muss auf Nachbarn oder Abschleppdienste zurückgreifen, um Starthilfe zu bekommen. Einer von ihnen ist der Abschleppdienst der Dietrich GmbH (Sitz in Eiserfeld), der im Siegerland, in Wittgenstein und darüber hinaus unterwegs ist.
„Generell ist der Montag am auftragsstärksten“, sagt Sebastian Maisano, Leiter des Abschleppdienstes. Besonders an den Tagen nach Weihnachten und Neujahr seien die Zahlen „exorbitant“ gewesen. Aber bereits Ende November, mit der ersten kalten Woche, gab es mehr Aufträge. Pro Tag seien es bis zu 120 gewesen, sagt Maisano, im Durchschnitt seien es sonst etwa 50. „An diesem Montag waren es 88 Aufträge“, berichtet er. Zurzeit sind es überwiegend Starthilfen, die geleistet werden müssen.

Kalte Jahreszeit fordert Batterie

In der kalten Jahreszeit wird von der Batterie viel gefordert. Das Heizen der Front- und Heckscheibe, Sitzheizung, Gebläse und Klimaanlage belasten den Akku.

  • Das kann man tun, damit die Batterie nicht schlapp macht: Idealerweise schaltet man zum Beispiel die Sitzheizung ab, sobald der Allerwerteste angenehm erwärmt ist. Wichtig ist ebenfalls, auf Kurzstreckenfahrten möglichst zu verzichten. Fährt man über längere Zeit nur kurze Strecken, kann der Generator die Batterie nicht ausreichend nachladen. Irgendwann geht ihr der Saft aus. Geht gar nichts mehr, ist Starthilfe nötig.
  • Wie macht man die Batterie wieder flott? Wer Starthilfe benötigt und sich bei der Umsetzung nicht sicher ist, der sollte lieber auf einen Abschleppdienst zurückgreifen, empfiehlt Maisano. Denn: „Da ist manchmal Unwissenheit dabei, was zu mehr Schaden führen kann.“ Unbedingt müsse darauf geachtet werden, dass die Pole nicht verkehrt angeschlossen werden. Nach der Starthilfe muss das Auto etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde gefahren werden, damit sich die Batterie wieder auflädt. Elektrische Geräte wie Radio oder Licht sollten erst einmal ausgeschaltet bleiben. Wer eine entsprechende Versicherung hat, der muss die Kosten (etwa 120 Euro) für eine Starthilfe nicht übernehmen. Ist aber eine neue Batterie fällig – die gängigsten hat der Abschleppdienst vorrätig –, muss der Kunde sie bezahlen. Auch die Gelben Engel des ADAC Westfalen werden aktuell hauptsächlich wegen Batterieproblemen gerufen. Besonders Anfang dieser Woche: „Zu den Minusgraden kam hinzu, dass viele Autos über das Wochenende nach Silvester stillstanden.“ Auch der ADAC warnt: „Starthilfe zu geben ist gar nicht so einfach, wie man immer denkt und auch nicht ungefährlich.“ 
  • Wer selbst Starthilfe geben möchte, muss einige Regeln beachten. Im ADAC-Video „HowTo Richtig Starthilfe geben“ wird gezeigt, wie es geht (www.youtube.com/watch?v=Dmg2IpjyH98).

Tipps zum Fahren im Winter

Der TÜV-Nord und der ADAC haben Tipps rund um das Fahren im Winter.

  • Winterreifen sind bei Schnee, Schneematsch und Eis gesetzlich vorgeschrieben. Sie verfügen auch auf nasser Fahrbahn über mehr Bodenhaftung.
  • Das Auto muss komplett von Eis und Schnee befreit sein. Eiskratzer gehören daher in jedes Fahrzeug.
  • Als Unterstützung auf glatten Straßen eignen sich der Automatische Blockierverhinderer (AVB, auch bekannt als Antiblockiersystem, kurz: ABS) und das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP). Ein AVB sorgt dafür, dass die Reifen bei einer Vollbremsung nicht blockieren. Der Bremsweg ist länger, das Fahrzeug bleibt aber kontrollierbar. Das ESP kann bei zu hohem Tempo ein Ausbrechen oder Umkippen in einer Kurve verhindern.
  • Bei Gefahrenbremsungen sollten bei einem Schaltwagen Kupplung und Bremse gleichzeitig betätigt werden, damit der Motor nicht ausgeht. Damit soll verhindert werden, dass man selbst zu einem Hindernis wird.
  • Ist die Fahrbahn mit Eis überzogen, sollte das Auto stehen gelassen werden.
  • Es ist wichtig, den Anhalteweg (Bremsweg + Reaktionsweg) berechnen und einschätzen zu können. Dieser ist bei Schnee auf der Straße etwa dreimal, bei Glatteis siebenmal so lang. Kurze Bremsproben auf freier Strecke können ein Gefühl für die Situation vermitteln.
  • Auf nasser und glatter Straße: keine ruckartigen Lenkbewegungen oder hektischen Manöver.
Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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