Kantorei Siegen singt in Ypern

 Die Kathedrale St. Martin in Ypern ist eine alte Bischofskirche im gotischem Stil. Sie wurde im Ersten Weltkrieg zerstört und danach wieder originalgetreu aufgebaut. Hier findet am 19. Oktober ein ökumenischer Gedenkgottesdienst statt, an dem auch die Kantorei Siegen mitwirkt. Foto: Tourismus Ypern
  • Die Kathedrale St. Martin in Ypern ist eine alte Bischofskirche im gotischem Stil. Sie wurde im Ersten Weltkrieg zerstört und danach wieder originalgetreu aufgebaut. Hier findet am 19. Oktober ein ökumenischer Gedenkgottesdienst statt, an dem auch die Kantorei Siegen mitwirkt. Foto: Tourismus Ypern
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ciu - In der belgischen Stadt Ypern ist das Thema „Erster Weltkrieg“ allgegenwärtig, und natürlich wird dort, wo von 1914 bis 1918 erbarmungslose Stellungskämpfe wüteten, 100 Jahre nach Beginn des „Großen Krieges“ in besonderer Weise der historischen Ereignisse gedacht. Unter anderem mit einem ökumenischen Gottesdienst am Sonntag, 19. Oktober (rund um diesen Tag begann 1914 die erste der vier Ypern-Schlachten) in der Kirche St. Martin und St. Nikolaus. Mitwirken sollen hier unter anderem Chöre aus den Ländern, die in Ypern und Umgebung besonders große Verluste hatten: Belgien (hier ist es der Königliche St.-Nikolaus-Männerchor), Frankreich, England und Deutschland.

Gesucht wurde also seitens der Pfarrgemeinde in Ypern auch ein deutscher Chor. Da lag es nicht fern, bei der Partnerstadt Siegen nachzufragen – und damit ist, wie die Pressestelle der Stadt auf SZ-Nachfrage mitteilt, die Kantorei ins Spiel gekommen. Fast 50 Kantoristen, so KMD Ute Debus, reisen nun am dritten Oktober-Wochenende nach Belgien, um dort sowohl mit den drei anderen Chören als auch allein zu musizieren. Auf dem gemeinsamen Programm stünden hauptsächlich Werke von Fauré (Requiem), eventuell auch von Duruflé. Seitens des Chors aus Deutschland werde „unbedingt ein Bach“ gewünscht (vermutlich ein Choral), dazu plant Ute Debus, das „Da pacem“ („Gib uns Frieden“) aufzuführen. Um drei Uhr nachmittags wird dieser musikalische Gottesdienst beginnen. Er soll, das schreibt der Organisator vor Ort, Philippe Vanderghote, zum Gedenken an alle Menschen – Zivilisten und Militärangehörige – gefeiert werden, die im Ersten Weltkrieg umkamen, aber auch in all den blutigen Konflikten auf der Welt, die bis heute andauern. Respekt wolle man den Toten bezeugen, und das im zeichenhaften Miteinander.

Die Stadt Siegen unterstützt die Fahrt der Kantorei aus Mitteln des Etats für Partnerschaftsaustausch. Eine offizielle Einladung der Stadt Ypern an die Partnerstadt Siegen zum Weltkriegs-Gedenken liegt bislang im Rathaus nicht vor. Seit 1967 ist Ypern eine von sechs Siegener Partnerstädten; die Partnerschaft gründet auf den, wie auf der Homepage der Stadt nachzulesen ist, guten Kontakten zu den Soldaten des belgischen Panzergrenadier-Regiments, das 1946 in Siegen stationiert wurde. Über die Jahre wechselten die Regimenter, die nach Siegen kommandiert waren. 1994 erfolgte der endgültige Abzug.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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