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BIS AUF WEITERES
Katzen kotzen

SZ-Redakteur Alexander W. Weiß.
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Katz, ick hör dir kotzen … Oh, bitte, verzeihen Sie die wenig distinguierte Ausdrucksweise, doch kann bei Felis catus schlechterdings nicht die Sprache davon sein, dass sie sich etwa höflich zurückhaltend erbreche oder gar fürnehm übergebe. Nein, an dieser exponierten Stelle und somit ein für alle Mal gilt es, das kollektive Wissen mit der folgenden Erkenntnis zu mehren: Katzen kotzen! Punkt, aus, raus die Maus. Da hilft kein Euphemismus.

Warum dem so ist, möchte ich Ihnen nachfolgend auseinandersetzen. Neulich, zu unchristlicher Zeit, überführte sie mich wieder einmal aus dem Zustande seligen Schlummers in die Welt der „Nachtwachen“ – jene charakteristische Geräuschfolge, die jeder geübte Katzenhalter im Laufe der Jahre mit nervenschonendem Gleichmut hinzunehmen lernt.

Katz, ick hör dir kotzen … Oh, bitte, verzeihen Sie die wenig distinguierte Ausdrucksweise, doch kann bei Felis catus schlechterdings nicht die Sprache davon sein, dass sie sich etwa höflich zurückhaltend erbreche oder gar fürnehm übergebe. Nein, an dieser exponierten Stelle und somit ein für alle Mal gilt es, das kollektive Wissen mit der folgenden Erkenntnis zu mehren: Katzen kotzen! Punkt, aus, raus die Maus. Da hilft kein Euphemismus.

Warum dem so ist, möchte ich Ihnen nachfolgend auseinandersetzen. Neulich, zu unchristlicher Zeit, überführte sie mich wieder einmal aus dem Zustande seligen Schlummers in die Welt der „Nachtwachen“ – jene charakteristische Geräuschfolge, die jeder geübte Katzenhalter im Laufe der Jahre mit nervenschonendem Gleichmut hinzunehmen lernt. Nur eben nicht sehr gerne zu nachtschlafender Zeit und im Schlafgemach. (Ich weiß, was Sie jetzt denken …) Es beginnt also mit einem zunächst leichten, sich dann zunehmend aufbauenden Pumpen, zu dem sich mit fortschreitender Zeit ein lauter werdendes Schmatzen gesellt, bis die Sache schlussendlich einem Finale entgegenstrebt, dessen akustische Beschaffenheit zu beschreiben sich vielleicht am ehesten das Ziehen des Stöpsels in einem gefüllten Waschbecken anbietet. Wäre nun das Licht eingeschaltet, könnte über den gesamten Verlauf des Geschehens, gewissermaßen als optische Dreingabe, das komplette Tier beim rhythmischen Vibrieren bestaunt werden.

Ist das Werk vollendet, stellt sich dem Katzenfreund nur noch jene wesentliche Frage: Habe ich Glück, und es ist nur ein hübsch in Haare verpackter Grashalm, oder habe ich Pech, und es ist eine halbverdaute Maus? Wie auch immer die Antwort ausfällt, vorderhand gilt es unbedingt die folgenden Pflichten zu erfüllen: Bevor der Weg ins Bad in schlaftrunkenem Zustande angetreten wird, ist das Licht anzuknipsen, sodann die „Lage“ zu sondieren. Nun erst kann etwas Papier besorgt, die Bescherung entfernt und der Kanalisation zugeführt werden. Man will ja schließlich nicht baren Fußes … Doch schweigen wir von anderen Dingen.
a.weiss@siegener-zeitung.de

Autor:

Alexander W. Weiß (Redakteur) aus Siegen

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