Kein Geld für Siegerlandflughafen

 Die Zukunft des Siegerland-Flughafens sieht düster aus: Sämtliche Kommunen im Dreiländereck haben eine finanzielle Beteiligung zur Senkung des Defizits abgelehnt. Bis Ende März hat der Landrat Zeit, das fehlende Geld aufzutreiben. Archivfoto: wette
  • Die Zukunft des Siegerland-Flughafens sieht düster aus: Sämtliche Kommunen im Dreiländereck haben eine finanzielle Beteiligung zur Senkung des Defizits abgelehnt. Bis Ende März hat der Landrat Zeit, das fehlende Geld aufzutreiben. Archivfoto: wette
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thor - Der Kreis Altenkirchen wird sich nicht daran beteiligen, das Minus das defizitären Siegerlandflughafens auf der Lipper Höhe auszugleichen. Das war jetzt Konsens im Kreisausschuss. Und er steht damit nicht alleine da. Laut Beschlussvorlage haben auch der Lahn-Dill-Kreis, der Westerwaldkreis, die Stadt Haiger, die Gemeinde Burbach, die Verbandsgemeinde Rennerod und die Ortsgemeinde Liebenscheid eine finanzielle Beteiligung abgelehnt. Das sei das Ergebnis eines gemeinsamen Gesprächs Ende September im Siegener Kreishaus, erläuterte der 1. Kreisbeigeordnete Konrad Schwan (die Siegener Zeitung berichtete). Mit anderen Worten: Es gibt ein kollektives kommunales „Nein“ zu Zuschüssen für den zentral im Dreiländereck gelegenen Siegerland-Flughafen.

Die Ausschussmitglieder hatten keinerlei Diskussionsbedarf mehr. Offenbar konnten sie sich alle mit diesem Satz in der Verwaltungsvorlage identifizieren: „Es ist keine Aufgabe des Landkreises, sich an defizitären Flughäfen in NRW zu beteiligen.“ Lediglich ein Mitwirken in einem Förderverein kann sich die Altenkirchener Seite vorstellen. Konrad Schwan merkte lediglich an, dass damit die Zukunft des Siegerlandflughafens „ein Stück weit unsicher“ sei. Womit sich der Beigeordnete garantiert nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt hat.

In der Tat scheint es nach dieser Entscheidung nun immer schwieriger zu werden, ein seriöses Finanzierungskonzept für den Flughafen zu erstellen. Zur Erinnerung: Im März war der Siegener Landrat Andreas Müller vom Kreistag damit beauftragt worden, Gespräche zu führen, um das strukturelle Defizit deutlich zu senken – und zwar um 700.000 Euro jährlich (bei einem Gesamtminus von 1,7 Mill. Euro im Jahr). Bislang steht nur fest, dass etliche Unternehmen aus dem Dreiländereck eine Summe von 1 Mill. Euro für den Erhalt des Flughafens zugesagt haben, allerdings für einen Zeitraum von fünf Jahren. Es klafft also weiterhin eine enorme Lücke.

Bis Ende März 2018 hat Landrat Müller Zeit, das fehlende Geld aufzutreiben, es fragt sich jetzt nur: wo? Sollte dies nicht gelingen, sind die Konsequenzen klar: Auch wenn der Kreistag von Siegen-Wittgenstein den Airport grundsätzlich „als positiven Bestandteil der heimischen Infrastruktur und von hoher verkehrspolitischer Bedeutung sieht“, sollen dann im Verlauf des nächsten Jahres die politischen Weichen für die Einstellung des Flugbetriebs gestellt werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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