Kein Verkauf an Studierendenwerk

Ein Abriss des Hochhauses steht aktuell nicht mehr zur Debatte. Archivfoto: kalle

mir - Am Donnerstag tagt in Düsseldorf der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags. Aus Siegener Sicht gibt es ein Top-Thema: Neues zum denkmalgeschützten früheren Behördenhochhaus Koblenzer Straße, vielen bekannt als „Schimmelhochhaus“. Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans teilt dem Gremium dann mit, dass „ein Verkauf der Liegenschaft an das Studentenwerk zur Errichtung von studentischem Wohnen nicht in Betracht“ kommt. Neuerdings sieht man „praktische Anwendungsprobleme“ beim § 15, Absatz 3 des Haushaltsgesetzes. Befürchtet wird ein drohender Vermögensschaden für den Steuerzahler.

Vor einigen Monaten noch hatte es dagegen geheißen, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb sollte den Verkauf an das Studierendenwerk in die Wege leiten. Jetzt schreibt das Ministerium: „Der BLB NRW wird zum aktuellen Zeitpunkt keinen Antrag auf Abriss stellen.“ Das sei weder im Interesse des BLB noch habe ein Abbruchantrag Aussichten auf Erfolg. Die Bezirksregierung habe schriftlich mitgeteilt, ein Abriss setze voraus, dass im Vorfeld Verkaufsbemühungen „des Grundstücks mit Gebäude“ stattgefunden haben müssten. Das Studierendenwerk Siegen ist damit aus dem Rennen. Erst am 26. September hatte man dem BLB erklärt, man habe nur Interesse an einem Kauf ohne Gebäude.

Demgegenüber gibt es weiterhin einen interessierten Siegerländer Investor, der das Hochhaus kaufen und für eine gemischte Wohnnutzung sanieren will. Geeignet für Senioren wie Studenten, auch für ganze Familien seien in dem Konzept Wohnungen vorgesehen, erklärte Architekt Christian Welter auf Nachfrage der SZ: „Das Objekt stellt einen beträchtlichen Mehrwert für Siegen dar.“ Er habe aufgrund der neuen Entwicklung die Erwartung, dass der Verkauf der Immobilie jetzt über ein Bieterverfahren eingeleitet werde. Im Übrigen sieht es Welter als bemerkenswert an, „dass der Minister so einen Rückzieher macht“. Andererseits hält er die Formulierungen aus dem Finanzministerium für nicht ganz klar. „Ich habe Sorge, dass da wieder hinterrücks etwas Neues gebacken wird. Den Denkmalschutz zu beugen, das ging ja wohl nicht.“

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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