Kein Verständnis für Ablehnung

Die Gemeinde Erndtebrück will sich mit einem Teilstandort an die Sekundarschule Netphen dranhängen. Dafür braucht die Edergemeinde aber mindestens 50 angemeldete Schüler für eine Eingangsklasse. Foto: Archiv
  • Die Gemeinde Erndtebrück will sich mit einem Teilstandort an die Sekundarschule Netphen dranhängen. Dafür braucht die Edergemeinde aber mindestens 50 angemeldete Schüler für eine Eingangsklasse. Foto: Archiv
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bw - Die Hilchenbacher Ablehnung der von Erndtebrück benötigten Beschulungsvereinbarung war am Mittwoch in der Schulausschusssitzung in der Edergemeinde beinahe erwartungsgemäß ein Thema. „Dass es da an drei Schülern liegt, ist aus unserer Sicht einfach nicht nachzuvollziehen“, meinte der Beigeordnete Thomas Müsse. Er erinnerte in dem Zusammenhang auch an die Hilfe, die vor gut zehn Jahren der Stadt Hilchenbach gewährt worden sei. Damals seien Anstrengungen unternommen worden, um der Kommune im nördlichen Siegerland in Sachen Realschule zu helfen. Zuletzt wurden Hauptschüler aus Hilchenbach aufgenommen, als die Hauptschule dort geschlossen wurde. Und seit vielen Jahrzehnten würden Kinder aus Lützel in Erndtebrück beschult. Um diese Kinder von Lützel sollte es auch in der Beschulungsvereinbarung gehen.

Die Edergemeinde benötigt, um den Teilstandort der Netphener Sekundarschule bilden zu können, mindestens 50 Schüler für eine Eingangsklasse. „Dies können wir aus eigener Kraft nicht erreichen“, erläuterte Thomas Müsse. Daher habe auch die Bezirksregierung Arnsberg angeregt, mit den Kommunen nebenan Beschulungsvereinbarungen abzuschließen, damit auch die Schüler aus Nachbarkommunen offiziell mitgezählt werden dürfen. Hilchenbach lehnt dies ab, aus den beiden anderen Wittgensteiner Kommunen kommen noch keine positiven Signale. Erörtert werden soll die Thematik am Freitag in einem interkommunalen Forum in der AWo-Werkstatt in Schameder.

Mit der interkommunalen Zusammenarbeit rechnete CDU-Mitglied Klemens Pfeiffer jedoch ab. „Wozu denn zusammenarbeiten, wenn man so im Stich gelassen wird?“ Offenbar werde Zusammenarbeit immer nur dann gewünscht, wenn man sich selbst einen Profit erhoffen könne. Ohne Beschulungsvereinbarungen brauche die Gemeinde einen Antrag für eine Sekundarschule gar nicht erst stellen. Dabei würde in diesen eh nur festgehalten, was seit Jahrzehnten ja bereits gang und gäbe sei: dass Kinder aus Aue, Feudingen oder auch Lützel in Erndtebrück zur Schule gehen.

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