„Keine Geringschätzung der Kinder“

sz Siegen. In die Diskussion über die Sanierungsbedürftigkeit der Seelbacher Turnhalle und der Toilettenanlage der Spandauer Schule schaltete sich gestern Nachmittag auch Siegenes Bürgermeister Steffen Mues mit einer Presserklärung ein, die hier auszugsweise wiedergegeben wird. Die Diskussion, so Mues, erwecke den Eindruck, „dass die Stadt Siegen ihre Schulen verkommen lässt; dass sie – salopp gesprochen – für alles Geld hat, nur nicht für die Kinder und Jugendlichen“.

„Die Wahrheit sieht völlig anders aus: Trotz der extrem angespannten Haushaltslage haben wir als Stadt Siegen beschlossen, auch 2010 maßgeblich und schwerpunktmäßig in die Bildung und in alle Bereiche, die unsere Kinder betreffen, zu investieren“ so Mues. So seien allein im Schulbereich Ausgaben für die Unterhaltung der Gebäude sowie investive Maßnahmen „in Höhe des Rekordwertes“ von etwa 15 Mill. Euro geplant. Die Entscheidung über die Nachfinanzierung für die Sanierung der Turnhalle an der Sonnenhangschule seien in der Prüfungsphase.

Mues weiter: „Zusätzlich zu diesen investiven Maßnahmen gibt die Stadt im Jahr 2010 mehr als 11 Millionen Euro für allgemeine Schulträgeraufgaben aus. Damit werden die verschiedensten Maßnahmen und Aufwendungen finanziell abgedeckt!“ Hinzu kämen weitere 40 Mill. Euro für Aufgaben des Jugendamtes, darin enthalten rund 21 Mill. Euro für die Kinderbetreuung in Kindergärten und Tagespflege für gesenkte Elternbeiträge, Mittagessen und die Erfüllung der Ü-3-Quote.

Allgemein verwies Mues auf weitere „vielfältige Aufgaben in Millionenhöhe im Sport- und Kulturbereich wie z. B. Musikschule, Bibliothek, Sportförderung“. „Und dass speziell in den von der Stadt Siegen zu finanzierenden sozialen Transferleistungen im hohen zweistelligen Millionenbetrag nach SGB II und SGB XII ebenfalls hohe Anteile für Kinder enthalten sind, sei ebenfalls nur am Rande erwähnt“, weil es ein umfangreiches Thema für sich sei.

„Dass ausgerechnet das Apollo-Theater und das Geisweider Freibad, dessen Sanierung wir bereits in Angriff genommen haben, als Ausgaben dargestellt werden, auf die im Interesse der Kinder hätte verzichtet werden können, ist aus meiner Sicht überhaupt nicht verständlich. Allein in der letzten Saison haben mehr als 12 000 Kinder bzw. Schüler die Vorstellungen des Apollo-Theaters besucht.“ Und die Hauptnutzer der Freibäder seien die Kinder und Jugendlichen, die dort privat im Verein oder im Schulunterricht schwimmen lernten bzw. „eine hervorragende Möglichkeit zur Freizeitbeschäftigung“ vorfändenVon einer „bewussten Vernachlässigung der Schulen und Kindergärten bzw. einer Geringschätzung der Belange der Kinder und Jugendlichen“ in Siegen könne „keineswegs die Rede sein“. Auch für die Spandauer Schule und die Turnhalle in Seelbach würden Lösungen gefunden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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