Keine Kenntnis über die 26 Neuen

 Die Züge der RB 93 sollen „priorisiert“ mit Zugbegleitern ausgestattet werden, sagt die Hessische Landesbahn. Ob das so ist, prüft derzeit der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd. Foto: Nicole Klappert
  • Die Züge der RB 93 sollen „priorisiert“ mit Zugbegleitern ausgestattet werden, sagt die Hessische Landesbahn. Ob das so ist, prüft derzeit der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd. Foto: Nicole Klappert
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nik - 26 neue Zugbegleiter habe man mittlerweile eingestellt, hatte die Pressesprecherin der Hessischen Landesbahn (HLB) Susanne von Weyhe denn auch kürzlich auf Anfrage verlauten lassen. Das wiederum erstaunte einen gut informierten Leser aus den Reihen der HLB-Belegschaft doch ziemlich, der sich daraufhin mit der Redaktion in Verbindung setzte. „Interessant“ habe er diese Information gefunden, habe man doch in Betriebsratskreisen keinerlei Kenntnis von der Neueinstellung dieser 26 Kolleginnen und Kollegen.

Auch was das Wörtchen „mittlerweile“ in diesem Zusammenhang bedeutet, wundert den Mann – ohne Kenntnis des Betriebsrats hätten die Zugbegleiter schließlich nur vor dem 14. Dezember 2014 eingestellt werden können, also vor der Übernahme der Rothaarbahn durch die HLB. Dagegen spricht, dass eigentlich von Anfang an kaum Personal in den zwischen Bad Berleburg und Siegen verkehrenden Zügen gesichtet wurde, was angesichts nicht funktionierender Kartenautomaten dazu führte, dass Passagiere zwangsläufig schwarzfahren mussten. Noch im Januar hatte die Sprecherin gegenüber der SZ einen „zurzeit bestehenden Engpass“ eingeräumt.

Dass der HLB nun Einnahmen durch die Lappen gehen, ist zweitrangig, sie wird für die Bedienung der Strecke bezahlt, egal, wie viele Fahrgäste im Zug sitzen – und wie viele von denen ein gültiges Ticket vorweisen können. Die Fahrgeldeinnahmen sind dem Aufgabenträger, also dem Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS), vorbehalten. Die Zeche für entgangene Einnahmen zahlt am Ende der Steuerzahler.

Der ZWS hatte der HLB eine Frist gesetzt, das Problem in den Griff zu bekommen: Ab dem 1. März sollten die Automaten funktionieren – was nicht der Fall war –, dort, wo sie nicht funktionieren, sollte ausreichend Personal eingesetzt werden. Jetzt wird geprüft, bestätigt der stellv. ZWS-Geschäftsführer Markus Stirnberg auf SZ-Anfrage: Man habe „mittlerweile“ Rückmeldung von der HLB bekommen, dass die Züge der RB 93 „priorisiert“ mit Zugbegleitern ausgestattet würden, wo die Automaten noch nicht mit aktualisierter Software aufgerüstet werden konnten. Ob das auch tatsächlich der Fall ist, kontrollieren derzeit sogenannte Qualitätsmitarbeiter des ZWS direkt vor Ort, also in den Zügen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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