Flaute bei Firmen und Bewerber
Keine Lust auf Ferienjobs

Im Vergleich zu den heimischen Industrieunternehmen sind Gastronomiebetriebe immer auf der Suche nach helfenden Händen – auch für eine begrenzte Zeit in den Sommermonaten.
  • Im Vergleich zu den heimischen Industrieunternehmen sind Gastronomiebetriebe immer auf der Suche nach helfenden Händen – auch für eine begrenzte Zeit in den Sommermonaten.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

ap Siegen/Mudersbach. Sechs Wochen Sommerferien: Zeit zum Ausschlafen, Chillen, Freunde treffen – oder beste Gelegenheit für einen Ferienjob, um das Taschengeld aufzubessern. Aber: Auf die Arbeit in den Ferien haben scheinbar nur wenige junge Leute richtig Lust – und auch für die Unternehmen selbst ist der (Verwaltungs-)Aufwand schlichtweg sehr hoch, vielleicht auch zu hoch. Das hat eine umfassende SZ-Umfrage bei heimischen Unternehmen ergeben.

„Anlernen und Nutzen stehen für die kurze Beschäftigungdauer oft in keinem Verhältnis“, erklärt Benni Mockenhaupt, Geschäftsführer von mehreren heimischen Rewe-Märkten. „Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr beschränkt“, sagt auch Larissa Tasci vom Siegener Kreisklinikum.

Bewerber zeigen sich verhalten bei Ferienjobs

Für einfache Tätigkeiten wählen viele Unternehmen den Weg über eine Personalvermittlungsfirma. „Wir suchen händeringend“, betont Louis Kiesewetter, Geschäftsführer von Personalunion Siegen. „Bei vielen unserer Kunden sind die eigenen Mitarbeiter während der Ferienzeit im Urlaub und müssen für eine bestimmte Zeit ersetzt werden.“ Doch trotz der Ferienjobangebote aus ganz unterschiedlichen Branchen zeigen sich die Bewerber aktuell noch „ein bisschen verhalten“, so die Erfahrung des Recruiters.

"Schüler sind eher darauf aus,
in den Ferien Urlaub zu machen
anstatt zu arbeiten."

Andreas Ertel
Betriebsleiter vom "Extrablatt"

Auch in der Gastronomie, die nach dem langen Lockdown ganz besonders auf helfende Hände angewiesen ist, gehen die Bewerbungen für einen Job in den Sommerferien nur schleppend ein. „Die Nachfrage ist sehr gering“, erklärt Andreas Ertel vom „Extrablatt“. „Schüler sind eher darauf aus, in den Ferien Urlaub zu machen anstatt zu arbeiten“, glaubt der Betriebsleiter. Meist seien es Abiturienten, die sich für eine Tätigkeit zur Überbrückung bis zum Studienbeginn als Kellner ein bisschen dazuverdienen wollen.

msp alle 30 Ferienjobs besetzt

Aber es kann auch anders laufen: Von rund 30 Ferienjobs, die das Medien- und Druckhaus „msp“ in Mudersbach kürzlich ausgeschrieben hatte, sind mittlerweile alle besetzt. Für die Ferienzeit eingestellt wurden beispielsweise Konfektionierer oder Kommissionierer. Den großen Zulauf erklärt sich Müller durch ein gezieltes Marketing auf mehren Online-Plattformen. „Wir haben gute Kanäle gewählt, breit gestreut und hatten zudem ein internes Empfehlungsprogramm.“

Autor:

Alexandra Pfeifer

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