Kontaktpersonen-Management geändert (2. Update)
Keine Quarantäne für Geimpfte und Genesene

Von der Quarantäne absehen sollen die Gesundheitsämter nach der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts nur bei der ursprünglichen Virus-Variante (Alpha).
  • Von der Quarantäne absehen sollen die Gesundheitsämter nach der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts nur bei der ursprünglichen Virus-Variante (Alpha).
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+++ Update 9. Juli 11.30 Uhr +++

Das Kreisgesundheitsamt Siegen-Wittgenstein hat sein Kontaktpersonen-Management an die neuen neuen RKI-Empfehlungen angepasst. Da jetzt nur noch die Beta- und die Gamma-Variante des Corona-Virus zu den "selten auftretenden und besorgniserregenden Varianten" gezählt werden, müssen direkte Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne, wenn der Corona-Fall von der Alpha- oder Delta-Variante hervorgerufen wurde, falls sie vollstündig geimpft oder genesen sind.

Bundesweit stellt sich die Verteilung der Mutationen des Virus derzeit so dar: Delta 59 Prozent, Alpha  33 Prozent, Beta 7 Prozent, Gamma weniger als 1 Prozent. Nur Beta und Gamma führen nun zu einer Quarantäne-Pflicht auch bei Geimpften. 

Das RKI weist unterdessen darauf hin, dass die Impfung gegen schwere Verläufe bei der Delta-Variante gut schütze, aber nur, wenn beide Impfdosen verabreicht wurden. Bei einer unvollständigen Impfserie (eine von zwei Dosen) wurde  eine stark verringerte Wirksamkeit gegen die Deltavariante nachgewiesen. 

+++ Update 8. Juli 20.45 Uhr +++

Das Robert-Koch-Institut hat seine Empfehlungen geändert. Nun gilt: "Vollständig gegen Covid-19 geimpfte Personen sind nach Exposition zu einem bestätigten SARS-CoV-2-Fall von Quarantäne-Maßnahmen ausgenommen, ebenso wie (immungesunde) Personen, die in der Vergangenheit eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben („Genesene“) und mit einer Impfstoffdosis geimpft sind." Die Differenzierung nach Virus-Varianten ist entfallen.

Allerdings erhält das RKI in "Einzelfällen" die Quarantäne-Empfehlung weiter aufrecht. Die Formulierung lautet: "Unabhängig von diesem grundsätzlichen Vorgehen ist bei Einzelfällen, bei denen bereits bekannt ist, dass es sich um eine Exposition gegenüber einer Immun-Escape-Variante nach gegenwärtigem Kenntnisstand handelt (zur Zeit die Virusvarianten Beta (B.1.351) und Gamma (P.1)), eine Quarantäne der vollständig geimpften sowie genesenen Kontaktpersonen immer empfohlen."

+++ Erstmeldung +++

ihm Siegen/Bad Berleburg. Wie viele der Neuinfektionen im Kreis Siegen-Wittgenstein auf die Delta-Variante zurückzuführen sind, lässt sich erst mit Verzögerung sagen, denn die Analyse des Virus dauert zehn bis 14 Tage. Wenn die Beta-, Gamma- oder Delta-Variante Ursache für die Infektion ist, hat das weitreichende Konsequenzen. Die direkten Kontaktpersonen der Infizierten müssen bei den gefährlichen Varianten nämlich in eine 21-tägige Quarantäne. Und zwar auch dann, wenn sie vollständig geimpft oder von Corona bereits genesen sind. Das bestätigte das Gesundheitsamt des Kreises der SZ auf Anfrage.

Normalerweise sind Geimpfte oder Genesene von der Quarantäne befreit, wenn sie direkten Kontakt mit einem Corona-Fall hatten. Das gilt natürlich nur, wenn sie symptomfrei sind. Entwickeln sie Symptome, wird aus der Kontaktperson ein Corona-Fall.

Von der Quarantäne absehen sollen die Gesundheitsämter nach der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts nur bei der ursprünglichen Virus-Variante (Alpha). Bei allen anderen Virustypen ordnet das Gesundheitsamt Quarantäne auch für Geimpfte an. Sie dauert 21 Tage und kann durch einen negativen Test frühestens am 14. Tag beendet werden.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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