Kinder, Kinder, an die Instrumente!

Die Fritz-Busch-Musikschule Siegen stellte beim Konzert „Kinder, Kinder“ die einzelnen Instrumentengruppen vor. Foto: soph
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soph Weidenau. „Das Cello ist ein Instrument, mit dem man richtig Freundschaft schließen kann.“ Mit diesen Worten stellte Jill Johnston dem Publikum bei der Veranstaltung „Kinder, Kinder“ der Fritz-Busch-Musikschule der Stadt Siegen das erste Instrument vor. Das Cello-Ensemble begann unter ihrer Leitung das Konzert in der Aula der Rudolf-Steiner-Schule, das Kinder und deren Eltern über verschiedene Instrumente informieren sollte. Mit zwei bekannten Schlagern („Mein kleiner grüner Kaktus“ und „Veronika, der Lenz ist da“) zeigten ihre Schüler, was die Celli an Klangvielfalt zu bieten haben. Und das Publikum war davon so begeistert, dass sogar mitgesungen wurde.

Als zweite Gruppe stellte sich das komplette Streichorchester vor. Christian Löbbecke erklärte den Kindern, dass das Wort „Konzert“ für den musikalischen Dialog zwischen den Instrumentengruppen steht. Das Violinkonzert von Joseph Haydn zeigte sehr deutlich, wie der Solist mit dem Orchester zusammenspielt, die einzelnen Teile ineinander verwoben werden und sich letztendlich ein schlüssiges Gesamtbild ergibt. Neben den Geigen, Bratschen und Celli wurden der Kontrabass (begleitet von Evelyn Rück am Klavier) und als Vertreter der Holzbläser das Fagott einzeln vorgestellt.

Linda Löbbecke kündigte anschließend den „Zirkus auf 88 Tasten“ an. Ob Akrobat, Jongleur oder Trapezkünstler – die Schüler entlockten dem Flügel die typischen Laute. Zwischen den einzelnen Stücken erklangen immer wieder von irgendwoher aus dem Raum die Töne einer Blockflöte. Und für ein Stück kam Katharina Utsch auch auf die Bühne und zeigte, dass auch mit der Blockflöte sehr anspruchsvolle Melodien gespielt werden können.

Zum Abschluss zauberte Christian Löbbecke noch ein bisschen. Zuerst stellte er ein Instrument auf die Bühne, das von allen Kindern sofort als Glockenspiel erkannt wurde. Aber das ist für ein ganzes Orchester natürlich viel zu klein, also „zauberte“ er hinter dem Bühnenvorhang ein Xylophon hervor. Das unterscheidet sich mit seinen Holzplatten vom Glockenspiel, das Metallplatten zur Tonerzeugung hat. Aber auch mit dem kleinen Xylophon war er nicht zufrieden. Mit der Hilfe der Kinder und einem lauten „Abrakadabra“ wurde ein großes Orchesterxylophon auf die Bühne geschoben, das sich, mit Resonanzröhren versehen, gegen die restlichen Instrumente behaupten kann. Dirk Seiler, eigentlich Schlagzeuglehrer an der Musikschule, raste bei „Erinnerung an Zirkus Renz“ mit den Stöcken über die Platten.

Christian Löbbeke verabschiedete das Publikum und hoffte im Namen aller Lehrer, „dass die Neugier, selbst zu spielen, geweckt ist“. Und weil die Zuschauer nicht aufhören wollten zu klatschen, spielte das Ensemble die Zirkusmelodie einfach noch einmal. Ein gelungenes Konzert, das sicherlich Lust machte, selbst zum Instrument zu greifen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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