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Sanierung Martinikirche in Siegen
Kirche für die nächsten 100 Jahre fit machen

Am Hauptportal sollen die Sanierungsarbeiten wahrscheinlich im nächsten Jahr fortgesetzt werden.
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mir Siegen. Die erste Etappe ist geschafft, die zum städtischen Grün weisende Fassade der Martinikirche ist saniert und strahlt in einem neuen Glanz. 3000 Steine haben Architekt Norbert Sonntag und sein Team nach sorgfältiger Analyse entfernen und durch neue Grauwacke oder Basaltsteine ersetzen lassen. Ausgeführt haben die Arbeiten die Mitarbeiter der Firma Denkmalplan. Gerade ihnen hat Pfarrerin Ute Waffenschmidt-Leng am gestrigen Donnerstag zum Abschluss der ersten Etappe einen besonderen Dank ausgesprochen: „Ich habe hier Menschen erlebt, die mit viel Spaß und Sachverstand gearbeitet haben.“
Spezialgebiet: kirchliche Bauten und DenkmalschutzAuf der Baustelle das Sagen hat Architekt Norbert Sonntag mit seiner Mitarbeiterin Anne Wagner.

mir Siegen. Die erste Etappe ist geschafft, die zum städtischen Grün weisende Fassade der Martinikirche ist saniert und strahlt in einem neuen Glanz. 3000 Steine haben Architekt Norbert Sonntag und sein Team nach sorgfältiger Analyse entfernen und durch neue Grauwacke oder Basaltsteine ersetzen lassen. Ausgeführt haben die Arbeiten die Mitarbeiter der Firma Denkmalplan. Gerade ihnen hat Pfarrerin Ute Waffenschmidt-Leng am gestrigen Donnerstag zum Abschluss der ersten Etappe einen besonderen Dank ausgesprochen: „Ich habe hier Menschen erlebt, die mit viel Spaß und Sachverstand gearbeitet haben.“

Spezialgebiet: kirchliche Bauten und Denkmalschutz

Auf der Baustelle das Sagen hat Architekt Norbert Sonntag mit seiner Mitarbeiterin Anne Wagner. Kirchliche Bauten und der Denkmalschutz sind Sonntags Spezialgebiet. „Schlechte Steine herausnehmen, passende Exemplare finden und einsetzen“, darauf kommt es dem Siegener Experten an. So einfach ist das nicht. Wieder und wieder sind Sonntag und Wagner auf das Gerüst gestiegen, haben einzelne Partien betrachtet und beraten, was denn wirklich zu tun ist und was nicht.
Dem SZ-Redakteur kann Sonntag leicht zeigen, was gemeint ist. Denn rund ums Eingangsportal ist noch alles alt und unsaniert. Einzelne Steine weisen eine Art Verschieferung auf. Heißt: schadhaft. Durch die feinen Risse dringt Regenwasser ein. Oder: Fugen stehen einen Zentimeter vor, einen Finger breit ist das Material abgeplatzt. Auch da ist Gefahr im Verzug.

Die neuen Fugen sind dynamisch

Die alten Fugen taugen auf Dauer eh nicht viel, auf drei bis fünf Zentimeter haben die Arbeiter alles entfernt. Die neuen Fugen sind allesamt dynamisch geformt, wie die so unterschiedlichen Steine es zulassen. „Die sind so verschieden klein oder groß, weil die Martinikirche dereinst verputzt werden sollte. Das ist aber nie passiert“, hat Anne Wagner herausgefunden. Womöglich ist es der „schlechten Zeit“ geschuldet, das ausgebombte Kirchenhaus ist bereits 1949 neu gemauert worden. An den seitlichen Strebepfeilern hat es viel zu tun gegeben. „Oben drauf wuchsen Birken, das darf natürlich nicht sein“, sagt Sonntag mit einem wissenden Lächeln. Auch die Fensterbänke haben einen neuen Regenschutz erhalten, die Einfassungen sind überarbeitet worden – die passende Farbe ist gerade gestern ausgesucht worden.

Nächster Bauabschnitt im kommenden Jahr

Total kreativ haben alle am Bau Beteiligten gewirkt, man lobt sich gegenseitig für die Zusammenarbeit. Der Pastorin gefällt, was eine Spaziergängerin (mit Hund) ihr gesagt hat: „Ich bin zwar nicht oft hier in der Kirche, aber ich freue mich, dass hier so viel passiert.“ Was passiert noch und wann? Der Architekt rechnet mit dem nächsten Bauabschnitt im kommenden Jahr. Ute Waffenschmidt-Leng ist an dem Punkt nicht so euphorisch wie vorher: „Das Portal muss geschätzt werden, die Arbeiten werden viel Geld kosten.“
Spenden sind willkommen, keine Frage. Von aktiven Gemeindegliedern. Aber auch frühere Konfirmanden bzw. Täuflinge, die sich ihrer Heimatstadt verbunden fühlen, kommen offenbar dafür in Frage. Waffenschmidt-Leng: „Wir wollen die Kirche für die nächsten 100 Jahre erhalten.“

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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