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Zweimonatige Arbeit für Kirchener Kirche
Kirchturmspitze von St. Michael ist wieder da

Auch im Dachstuhl hat sich im Rahmen der Kirchturmsanierung schon einiges getan, wie Hannes Klein vor Ort demonstrierte.
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  • Auch im Dachstuhl hat sich im Rahmen der Kirchturmsanierung schon einiges getan, wie Hannes Klein vor Ort demonstrierte.
  • Foto: Nadine Buderath
  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

nb Kirchen. Was für ein Unterschied: Rost, abgebröckelte Stellen, mürbes Metall. Daneben: makelloser Stahl, glatte Flächen, ein manchen Stellen Ringe zur Verstärkung.
Das beeindruckende Vorher-Nachher war gestern Mittag vor der katholische Kirche St. Michael in Kirchen zu sehen. Den zuvor desolaten Zustand der Turmbekrönung des Gotteshauses zeigte zum Glück nur noch ein Foto, das die Kunstschmiede Bender „geschossen“ hatte. Die rundum „generalüberholte“ Bekrönung wartete währenddessen im Transporter darauf, endlich ihren Platz auf dem Vierungsturm von St. Michael einzunehmen.

nb Kirchen. Was für ein Unterschied: Rost, abgebröckelte Stellen, mürbes Metall. Daneben: makelloser Stahl, glatte Flächen, ein manchen Stellen Ringe zur Verstärkung.
Das beeindruckende Vorher-Nachher war gestern Mittag vor der katholische Kirche St. Michael in Kirchen zu sehen. Den zuvor desolaten Zustand der Turmbekrönung des Gotteshauses zeigte zum Glück nur noch ein Foto, das die Kunstschmiede Bender „geschossen“ hatte. Die rundum „generalüberholte“ Bekrönung wartete währenddessen im Transporter darauf, endlich ihren Platz auf dem Vierungsturm von St. Michael einzunehmen.

Zwei Monate an Kirchturmspitze gearbeitet

Rund zwei Monate wurde in der Werkstatt für Metallgestaltung und Restaurierung in Schweich an der Mosel an der Bekrönung gearbeitet – und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. Doch Hans-Jörg Bender, Chef des Fachbetriebs, ließ gestern keinen Zweifel aufkommen: Die Restaurierung hatte keineswegs nur kosmetische Gründe. An der Bekrönung waren Zeit und Witterung schließlich nicht spurlos vorüber gegangen, sie wurde nicht mehr von allzuviel an ihrem Platz gehalten – ein heftiger Sturm und es hätte zur Katastrophe kommen können.
Aber nun ist ganz oben auf dem Vierungsturm die Bekrönungs-Welt wieder in Ordnung, es stimmen Optik und Sicherheit.
Bevor es für die Turmspitze an ihren angestammten Platz ging, zeigte Hannes Klein, Vorsitzender des Verwaltungsrates der katholischen Kirchengemeinde, was sich sonst in den vergangenen Wochen so getan hat, schließlich ist die Sanierung von St. Michael ein echtes Großprojekt (die SZ berichtete mehrfach). So wurden etwa am Seitenschiff (Richtung Rathaus) die Fenster neu verfugt, einige Steine ausgetauscht sowie Sandsteinelemente ebenfalls neu verfugt und befestigt.
Auch im Dachstuhl hat sich einiges getan: Neue Stege zum Begehen und Geländer sorgen für ein Plus an Sicherheit. Die Gesamtkonstruktion wurde verstärkt, altes Dämmmaterial über dem Gewölbe entfernt und ebenfalls neue Fenster eingebaut. In einem weiteren Schritt, so Klein, wird dann ebenfalls die Elektroinstallation auf einen modernen Stand gebracht.

Respekt für Handwerkskunst an katholischer Kirche St. Michael

Zurück nach draußen und unten. Dort geht es für die restaurierte Bekrönung an die Luft. „Wir haben natürlich so viel wie möglich von der Substanz erhalten“, erläutert Hans-Jörg Bender, während er auf die Stange mit den markanten Voluten – den „Schnörkeln“ – schaut. Er zollt seinen Handwerkskollegen, die einst die Spitze schufen, Respekt.
Die Bekrönung wurde in seinem Betrieb u. a. verzinkt, sodass sie viel besser vor Korrosion geschützt ist. Restauriert wurde zudem auch der Stern, der die Spitze schmückt. 25 Zacken hat er und soll damit auf das Weihnachtsfest am 25. Dezember verweisen. Löcher im Stern wurden beseitigt und er hat eine neue Halterung bekommen.
Apropos Halterung Die gesamte Bekrönung ist nun zweiteilig: Da ist die eigentliche historische Turmspitze und ein neues Befestigungssystem, in das die Spitze eingesteckt und verschraubt ist.
Logisch: Das Befestigungssystem wurde zuerst angebracht, dann ging es für die Spitze nach oben: Über Umlenkrollen mussten die Männer das rund 150 Kilogramm schwere Exemplar von Etage zu Etage ziehen.
Damit ist der Vierungsturm von St. Michael jetzt wieder einige Meter höher und ein weiterer Schritt geschafft. Und Hans-Jörg Bender zeigte sich rundum zufrieden: „Die Turmspitze war noch nie in so einem guten Zustand wie jetzt.“
Der Förderverein St. Michael bittet weiter um Spenden für die Sanierung der Kirche. Das Spendenkonto hat folgende IBAN: DE72 5735 1030 0050 0476 79

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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