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Veranstalter denken über 2G und 3G nach
Klare Kante vom TuS Ferndorf: Getestete Fans weiterhin dabei

Der TuS Ferndorf zeigt klare Kante: Die Partien des Handball-Zweitligisten in der Kreuztaler Stählerwiese sollen auch in Zukunft getestete Fans anschauen können.
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  • Der TuS Ferndorf zeigt klare Kante: Die Partien des Handball-Zweitligisten in der Kreuztaler Stählerwiese sollen auch in Zukunft getestete Fans anschauen können.
  • Foto: Mathias M. Lehmann
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

juka Siegen/Betzdorf/Attendorn. Begonnen hatte die Debatte schon zuvor, durch die Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag hat sie aber nochmal mächtig Fahrt aufgenommen: Bekommen bald nur noch geimpfte und genesene Menschen Zutritt zu Veranstaltungen? Fußball-Bundesligist 1. FC Köln ist bereits vorgeprescht, stellt von „3G“ auf „2G“ um. Personen mit einem negativen Schnell- oder PCR-Test schauen beim FC also in die Röhre.
Die heimischen Veranstalter gehen in der Mehrzahl verhaltener an die Diskussion, das goldene Datum des Abwartens ist der 19. August, dann tritt die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW außer Kraft und wird in seiner neuen Fassung einige Antworten geben – hoffen zumindest die Veranstalter.

juka Siegen/Betzdorf/Attendorn. Begonnen hatte die Debatte schon zuvor, durch die Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag hat sie aber nochmal mächtig Fahrt aufgenommen: Bekommen bald nur noch geimpfte und genesene Menschen Zutritt zu Veranstaltungen? Fußball-Bundesligist 1. FC Köln ist bereits vorgeprescht, stellt von „3G“ auf „2G“ um. Personen mit einem negativen Schnell- oder PCR-Test schauen beim FC also in die Röhre.
Die heimischen Veranstalter gehen in der Mehrzahl verhaltener an die Diskussion, das goldene Datum des Abwartens ist der 19. August, dann tritt die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW außer Kraft und wird in seiner neuen Fassung einige Antworten geben – hoffen zumindest die Veranstalter.

Siegerlandhallen-Chefs wollen abwarten

„Konkret zu planen ist derzeit schwierig, wir müssen da noch abwarten“, erklärt so auch Wolfgang Schneider, stellv. Hallendirektor der Siegerlandhalle mit Blick auf den 19. August. „Wir legen uns momentan noch nicht fest.“ Als Veranstaltungshaus in öffentlicher Hand sei man ohnehin nochmal anders aufgestellt als private Unternehmen. „Der Großteil wird auch von externen Veranstaltern durchgeführt, wo wir nur als Vermieter auftreten“, erklärt Schneider. Probleme fürchtet er aber bei Kontrollen, die seien bei Geimpften und Genesenen leichter durchzuführen als bei Getesteten, wo es Zeitbegrenzungen bei der Gültigkeit der Nachweise gibt.

Die Chefs der Siegerlandhalle geben sich aktuell zurückhaltend.

Beim Apollo-Theater ist man derweil optimistisch, an der aktuellen Vorgehensweise der „3G“ festhalten zu können. „Solange die Regelung bestehen bleibt, werden wir es auch so handhaben“, heißt es. Man werde keine stärkeren Auflagen durchsetzen, als vorgegeben. Der Blick geht aber auch hier gespannt nach Düsseldorf.

Das Apollo-Theater in Siegen will an 3G festhalten.

Keinen Trend bei der Kulturgemeinde Bad Berleburg

Noch in keine klare Richtung begeben hat sich derweil die Kulturgemeinde Bad Berleburg. „Es ist alles noch relativ frisch. Wir wissen noch nicht, wie wir uns für den Herbst aufstellen werden“, erläutert der 1. Vorsitzende Andreas Wolf.

„Bei uns gibt es noch keine Tendenz dazu“, schließt sich Juliane Hoffmann, Geschäftsstellenleiterin der Sportfreunde Siegen, für die Planungen des Fußball-Oberligisten an.

Corona-Gipfel: Die Beschlüsse im Überblick

Noch abwarten wird man auch bei der Atta-Höhle in Attendorn. „Irgendwann müssen wir entscheiden. Aber heute noch nicht“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Böhmer. „Wir müssen auch schauen, wie sich das Besucherverhalten nach den Ferien entwickelt“, so Böhmer. Der Geschäftsführer hat dabei die Befürchtung, dass die ab Mitte Oktober kostenpflichtigen Tests die Menschen ohnehin sehr abschrecken und die Bereitschaft, einen Test zu machen, klar zurückgehen werde.

TuS Ferndorf lässt getestete Fans weiterhin in die Stählerwiese

Klare Kante gibt es dagegen vom Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf. „Wir behandeln alle Leute gleich“, betont Geschäftsführer Maximilian Huxoll. Wenn Fans einen aktuellen Schnell- oder PCR-Test vorweisen können, bekämen sie Einlass in die Stählerwiese. „Es gibt ja auch Leute, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Wie sollten wir die dann behandeln? Die können wir ja nicht ausschließen“, erklärt der Geschäftsführer.

Ein Bild aus längst vergangenen Tagen: Dicht an dicht sitzen die Fans im Jahr 2018 in der Kreuztaler Stählerwiese.
  • Ein Bild aus längst vergangenen Tagen: Dicht an dicht sitzen die Fans im Jahr 2018 in der Kreuztaler Stählerwiese.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

Ähnlich sieht es auch die Eventagentur Okay-Veranstaltungen aus Herdorf. „Wir sind froh, so viele Leute wie möglich Kultur bieten zu können“, untermauert Karl Króliczek. „Wir sehen es dann auch nicht ein, den Kreis noch enger zu stecken als notwendig.“

Bereits auf eine hybride Lösung festgelegt hat sich Fußball-Regionalligist TSV Steinbach Haiger. Die Hessen öffnen gewisse Blöcke nur für Geimpfte oder Genesene, dort sind die Abstandsregeln aufgehoben. In anderen Blöcken dürfen auch getestete Personen Platz nehmen, allerdings müssen dort weiterhin Abstände eingehalten werden.

Was die Veranstalter also eint, ist die Hoffnung, wieder möglichst viele Menschen begrüßen zu dürfen. Ob diese nun eines von zwei oder drei „G“ erfüllen müssen, wird maßgeblich von den Entscheidungen in Düsseldorf abhängen. Und dem „goldenen Datum“ 19. August 2021.

Die Politik schiebt den Schwarzen Peter weiter
Versteckte Impfpflicht bewirkt das Gegenteil
Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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