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IG Metall sieht sich gut aufgestellt
Klarer Plan für die Zukunft

Mitgliederzahlen und Finanzen der IG Metall Betzdorf sind trotz Pandemie stabil geblieben. Damit das auch zukünftig so bleibt, wird es in den kommenden Jahren einige Neuerungen geben, die Uwe Wallbrecher (l.) jetzt vorstellte. Mit dabei: Derya Catalirmak, Steffen Schmidt (Gewerkschaftssekretär), Ruediger Schnitzler (Ortsvorstandsmitglied), der 2. Bevollmächtige Bruno Köhler und die Politische Sekretärin Nicole Platzdasch (v. r.).
  • Mitgliederzahlen und Finanzen der IG Metall Betzdorf sind trotz Pandemie stabil geblieben. Damit das auch zukünftig so bleibt, wird es in den kommenden Jahren einige Neuerungen geben, die Uwe Wallbrecher (l.) jetzt vorstellte. Mit dabei: Derya Catalirmak, Steffen Schmidt (Gewerkschaftssekretär), Ruediger Schnitzler (Ortsvorstandsmitglied), der 2. Bevollmächtige Bruno Köhler und die Politische Sekretärin Nicole Platzdasch (v. r.).
  • Foto: Nadine Buderath
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

nb Betzdorf/Alsdorf. Den Generationenwechsel stemmen, mehr Mitglieder gewinnen und althergebrachte Strukturen aufbrechen: Die IG Metall Betzdorf hat sich für die kommenden Jahre viel vorgenommen. Im Nachgang zur jüngsten Delegiertenversammlung am Dienstagabend im Kulturwerk Wissen legte der 1. Bevollmächtigte Uwe Wallbrecher am Mittwoch in einem Pressegespräch die Planungen und Hintergründe dar.

Zuerst gab es im Haus Hellertal in Alsdorf einen Rückblick auf die von der Corona-Pandemie geprägten vergangenen Monate. Auch in Coronazeiten, so Wallbrecher, sei die IG Metall Betzdorf sowohl Mitglieder- als auch Finanzstabil geblieben. Damit einhergehend, habe die Gewerkschaft auch in der Pandemie bewiesen, dass sie bei tariflichen Auseinandersetzungen handlungsfähig ist.

nb Betzdorf/Alsdorf. Den Generationenwechsel stemmen, mehr Mitglieder gewinnen und althergebrachte Strukturen aufbrechen: Die IG Metall Betzdorf hat sich für die kommenden Jahre viel vorgenommen. Im Nachgang zur jüngsten Delegiertenversammlung am Dienstagabend im Kulturwerk Wissen legte der 1. Bevollmächtigte Uwe Wallbrecher am Mittwoch in einem Pressegespräch die Planungen und Hintergründe dar.

Zuerst gab es im Haus Hellertal in Alsdorf einen Rückblick auf die von der Corona-Pandemie geprägten vergangenen Monate. Auch in Coronazeiten, so Wallbrecher, sei die IG Metall Betzdorf sowohl Mitglieder- als auch Finanzstabil geblieben. Damit einhergehend, habe die Gewerkschaft auch in der Pandemie bewiesen, dass sie bei tariflichen Auseinandersetzungen handlungsfähig ist.

"Wir wollen die Truppe deutlich verjüngen."
Uwe Wallbrecher
1. Bevollmächtigter

Und das soll aus Sicht des 1. Bevollmächtigten, des Ortsvorstandes und der Delegiertenversammlung selbstverständlich auch so bleiben. Deshalb ruht man sich nicht auf den Lorbeeren aus, sondern will unter dem Stichwort „Betzdorf 2024“ einen Prozess anstoßen, der mehrere Punkte umfasst.
Zum einen ist da die personelle Aufstockung in der Geschäftsstelle – und, so Steinbrecher: „Wir wollen die Truppe deutlich verjüngen.“ So stellte er Derya Catalirmak vor, die das Team seit April verstärkt. Catalirmak hat an der Uni Siegen Deutsches und europäisches Wirtschaftsrecht studiert und ist nun als Verwaltungsangestellte bei der IG Metall. Darüber hinaus schaue man weiter nach Personal, so Wallbrecher.

Breitere Basis soll her

Zweites Element: Die Gewerkschaftsarbeit soll auf breitere Basis gestellt, die Existenzfähigkeit langfristig gesichert werden. Das Ziel: Von derzeit gut 5000 Mitgliedern soll die Zahl bis 2024 auf 5500 gesteigert werden.

Außerdem wurde ein vollkommen neues Format ins Leben gerufen: Die Aktivenkonferenz. Diese soll ab dem Zeitpunkt ihrer Premiere am 1. Oktober ein Angebot für alle Gewerkschaftsmitglieder sein, die aber eben nicht z. B. als Betriebsratsvorsitzende oder Vertrauenspersonen tätig sind. Im Zweimonats-Rhythmus, so Wallbrecher, wolle man mit den Kolleginnen und Kollegen diskutieren: Was wollt ihr? Was braucht ihr?

So solle die Arbeit für alle geöffnet werden, wobei gelte: „Jedes Mitglied kann, niemand muss.“ Aber auch auf Beschäftigte, die bisher nicht organisiert waren, zielt man ab, so soll bei den Konferenzen auch Thema sein, wie man diese Arbeitnehmer erreichen kann.

Kritik an Privatisierung von Krankenhäusern

Auch aktuelle politische Themen waren demnach bei der Delegiertenversammlung Thema. So habe der Vorschlag des Beirats beim Wirtschaftsministerium für eine Rente mit 68 für einigen Unmut gesorgt. Regelmäßig, erklärte Wallbrecher, kämen Menschen ins Gewerkschaftsbüro, die könnten nicht mehr.
Dass Thema sei nicht zuletzt deshalb eines für die Gewerkschaften, weil Einkommen und Rente in Zusammenhang stehen.

Ein weiteres Thema, bei dem die Versammlung beschlossen hat, mitzuwirken, ist, die Privatisierung der Krankenhäuser – diese müsse rückgängig gemacht werden. Seit den Privatisierungen stünden Angriffe auf Tarifverträge auf der Tagesordnung. Auch sei die Privatisierung sozialpolitisch nicht in Ordnung: „Es ist Staatsaufgabe, die Krankenhäuser zu betrieben“, so Wallbrecher.

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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