Klarissen feierlich verabschiedet

 Mit einem feierlichen Hochamt verabschiedete sich das Siegerland gestern von „seinen“ Klarissenschwestern.   Fotos: ihm
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ihm - Viele, viele Hände mussten sie schütteln und viele Umarmungen gab es für die vier Klarissenschwestern, die am Sonntag in der Herz-Jesu-Kirche in Niederdielfen feierlich aus dem Siegerland verabschiedet wurden. Weihbischof Hubert Berenbrinker feierte mit Konzelebranten aus dem ganzen heimischen Raum die Messe, zu der wohl an die 800 Gläubige gekommen waren.

„Für alles, was die Schwestern für die Menschen im Siegerland und weit darüber hinaus getan haben, wollen wir danken“, sagte Berenbrinker. Die der Armut verpflichteten Schwestern hätten während der vergangenen Jahrzehnte die Sorge um die materiellen Dinge ganz Gott überlassen. Sie hätten sich von den Menschen zurückgezogen und seien ihnen doch ganz nah gewesen. „Wie viele Menschen katholischen und evangelischen Glaubens haben sich an sie gewandt mit der Bitte, für sie zu beten!“, erinnerte der Bischof. Und die Schwestern hätten diese Bitte treu erfüllt. Die Gläubigen hätten es ihnen gedankt: „Die Notglocke auf der Eremitage musste niemals läuten, auch wenn das anders erzählt wurde.“

Schwester Theresia zog bei aller Wehmut des Abschieds ein zufriedenes Resümee des Klosterlebens auf der Eremitage: „Suchende und die, die danken wollten, fanden den Weg zum Kloster.“ Der Abschied bedeute nun auch Aufbruch: „Gott geht mit uns, und er ist das Ziel. Wir sind gemeinsam als Schwestern auf dem Weg, versöhnt mit der Vergangenheit.“ Und gerichtet an die große Gemeinde sagte sie: „Ich verspreche Ihnen unser gemeinsames Gebet für Sie in Kevelaer.“

Pfarrer Uwe Wiesner nannte den 29. Oktober als Umzugstag. Bis dahin fänden alle Gottesdienste auf der Eremitage wie gewohnt statt. Und auch danach werde man die Kirche nicht ganz schließen: Jeden Dienstag um 9 Uhr und sonn- und feiertags um 7.30 Uhr werde man die Eucharistie feiern.

Wiesner, der die Schwestern als Seelsorger betreute, dankte ihnen sichtlich bewegt für ihren Dienst im Gebet. Auf sein „Vergelt’s Gott!“ erhob sich langanhaltender Beifall in der Kirche. 

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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