7500 Euro vom Umweltministerium
Kleine Finanzspritze für die Tierheime

Tobias Neumann, Leiter des Tierheims Siegen, mit Rottweiler Hugo. Er wurde abgegeben, weil seine Besitzer kein Geld mehr für ihn hatten. Für Neumann sind das die ersten Signale, dass sich die finanzielle Situation vieler Menschen aufgrund der Pandemie zuspitzt.
  • Tobias Neumann, Leiter des Tierheims Siegen, mit Rottweiler Hugo. Er wurde abgegeben, weil seine Besitzer kein Geld mehr für ihn hatten. Für Neumann sind das die ersten Signale, dass sich die finanzielle Situation vieler Menschen aufgrund der Pandemie zuspitzt.
  • Foto: Sarah Panthel
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sp Siegen/Olpe/Weitefeld. Bei jährlichen Kosten von rund einer halben Million Euro sind die 7500 Euro, die das Tierheim Siegen bekommen könnte, nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Jeder Cent hilft uns weiter, aber das hat nichts damit zu tun, dass der Haushalt gesichert ist“, kommentiert Leiter Tobias Neumann die Corona-Hilfe, die er beim Bundesumweltministerium ab Ende der Woche beantragen kann. Einmalig können alle Tierschutzvereine, die Träger von Tierheimen sind, einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 7500 Euro erhalten. Die Förderung soll, so heißt es vom Ministerium, die Folgen der Corona-Pandemie für die Tierheime abfedern helfen.

Tierheim Siegen wird die Finanzhilfe beantragen

Auch das Tierheim Siegen wird die Antragsbögen ausfüllen. „Für einen kleinen Verein, ein kleines Tierheim, ist das sicherlich viel“, sagt Neumann abwägend. Die 7500 Euro entsprächen wahrscheinlich ziemlich genau den Kosten, die das Tierheim jetzt für die Corona-Testpflicht der Mitarbeiter benötige, vermutet er. Auch wenn das Vereinsleben brach liege und keine Veranstaltungen stattfänden, sei das vergangene Jahr in Bezug auf die Spenden „ganz gut“ gewesen, so der Tierheimleiter: „Anfang dieses Jahres war allerdings ein großer Einbruch.“

Seine Prognose: Die finanzielle Situation bei den Menschen spitze sich aufgrund der Pandemie zu. Drei Hunde wurden in den vergangenen Tagen in Siegen bereits abgegeben, weil sich die Besitzer die Kosten für Futter, Tierarzt und Co. nicht mehr leisten konnten. „Die Signale kommen, dass kein Geld mehr übrig ist“ – auch nicht für Spenden.

Tierheim Olpe benötigt jährlich etwa 60.000 Euro

Auch das Tierheim Olpe will sich die Förderung nicht entgehen lassen. Die 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Kreis Olpe, Elke Stellbrink, betont: „Wir haben lange Zeit wegen Corona schon einige Einbußen eingesteckt.“ Sie sei froh, dass es nach wie vor Menschen gebe, die ihnen den Rücken stärkten.
Mit Blick auf die Corona-Hilfe sagt sie: „Man ist froh, dass überhaupt was kommt und dass an uns gedacht wird.“ Etwa 60.000 Euro benötigt das Tierheim jährlich, um alle Kosten zu decken. Die 7500 Euro wolle man da einsetzen, wo sie am dringendsten gebraucht werden, wahrscheinlich bei der direkten Versorgung der Tiere, so Stellbrink.

Die Förderung beantragen wird auch der Tierschutzverein für den Kreis Altenkirchen – Bezirk Oberkreis, der eine Tierauffangstation in Weitefeld betreibt. „Das ist für uns sehr, sehr viel Geld“, sagt Amneris Bürschel, Schriftführerin des Tierschutzvereins, denn sie seien kein so großeres Tierheim wie das in Siegen. Im Moment flaue die Spendenbereitschaft etwas ab, deshalb sei man froh über die Hilfe.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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