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Zwei heimische Corona-Modellprojekte
Kleine Lichtblicke für die Region

Eigentlich wollten die Stadt Siegen und der Kreis Olpe größere Öffnungen etwa im Kulturbereich oder in der Gastronomie erreichen, doch die Bewerbungszeit war zu kurz für ausführliche Strategien. Nun gibt es die Chance auf kleinere Modellprojekte.
  • Eigentlich wollten die Stadt Siegen und der Kreis Olpe größere Öffnungen etwa im Kulturbereich oder in der Gastronomie erreichen, doch die Bewerbungszeit war zu kurz für ausführliche Strategien. Nun gibt es die Chance auf kleinere Modellprojekte.
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  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

ch Siegen/Olpe. Das Saarland, die Hansestadt Rostock und auch die Modellprojektstadt Tübingen haben es vorgemacht. Diese Städte beziehungsweise Regionen haben schon erste Lockerungen durchgeführt, dank ausgeweiteter Teststrategie und besserer Nachverfolgbarkeit von Coronafällen. In Nordrhein-Westfalen bzw. bei uns vor der Haustür wird nun mitten in der dritten Welle der Pandemie nachgezogen: Elspe (Lennestadt) und Siegen gehören zu den insgesamt 14 Regionen in NRW, in denen Modellvorhaben mit erweiterten Öffnungen stattfinden könnten. Das gab NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Freitagvormittag bekannt.

In Elspe geht es dabei um den Betrieb des Festivalgeländes für die Karl-May-Spiele und in Siegen um den Einlass in die beiden städtischen Freibäder.

ch Siegen/Olpe. Das Saarland, die Hansestadt Rostock und auch die Modellprojektstadt Tübingen haben es vorgemacht. Diese Städte beziehungsweise Regionen haben schon erste Lockerungen durchgeführt, dank ausgeweiteter Teststrategie und besserer Nachverfolgbarkeit von Coronafällen. In Nordrhein-Westfalen bzw. bei uns vor der Haustür wird nun mitten in der dritten Welle der Pandemie nachgezogen: Elspe (Lennestadt) und Siegen gehören zu den insgesamt 14 Regionen in NRW, in denen Modellvorhaben mit erweiterten Öffnungen stattfinden könnten. Das gab NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Freitagvormittag bekannt.

In Elspe geht es dabei um den Betrieb des Festivalgeländes für die Karl-May-Spiele und in Siegen um den Einlass in die beiden städtischen Freibäder. Zwei von insgesamt 46 Projekt- bzw. Modellregionen-Ideen. Es hatten sich 21 Kreise und 25 Städte beworben.

Pinkwart kündigte an, dass „in zwei Staffeln“ erst sechs, dann acht Regionen öffnen dürfen. Elspe und Siegen sind in der zweiten Staffel ab 26. April dabei, die erste Runde der wissenschaftlich begleiteten Öffnungen startet bereits am 19. April. Die „Vorhaben sollen sehr gut vorbereitet sein“, betonte Pinkwart, die eingereichten Konzepte müssen nun „umsetzungsreif nachgeschärft“ werden.

Inzidenz muss unter 100 liegen

Um mit den begrenzten Öffnungen beginnen zu können, muss die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der beteiligten Kommunen unter 100 pro 100 000 Einwohner liegen. Die Inzidenz des Kreises Olpe lag am Freitag bei 85,8, die Stadt Siegen läuft stramm auf die 200er-Inzidenz zu.

Lennestadts Bürgermeister Tobias Puspas freute sich am Freitag im Gespräch mit der SZ sehr über den Zuschlag. Er hatte die Elspe-Projektskizze neben der Bewerbung des Kreises Olpe, der eigentlich die Öffnung der Speiserestaurants erreichen wollte und damit gescheitert ist, eingereicht. Das Unternehmen brauche dringend eine Perspektive, so Puspas: „Die Umstände für einen derartigen Modellversuch sind in Elspe mit einer einzigartigen Freilichtbühne unter freiem Himmel und einem begrenzten Areal samt etablierten Zugangskontrollen geradezu optimal!“ Es gehe nicht nur darum, die Festivalsaison zu retten, sondern bis zum Start der Karl-May-Spiele Anfang Juni wolle man den Eventstandort Corona-konform fit machen für Veranstaltungen aller Art.

Registrierungs-Apps sind Pflicht

Wichtig ist Pinkwart dabei das Digitalisierungspaket von der Buchung bis zur Kontaktverfolgung: Die Betreiber müssen, wie alle anderen Modellprojekte auch, Corona-Registrierungs-Apps nutzen. „Das ist bestimmt der Grund, warum auch wir den Zuschlag erhalten haben“, so Siegens Bürgermeister Steffen Mues. Die Krönchenstadt habe im vergangenen Corona-Sommer die Freibäder öffnen können, „weil wir ein ordentliches Konzept für die Besucher der Bäder in Geisweid und Kaan-Marienborn samt Hygiene-Vorschriften und elektronischer Nachverfolgbarkeit erarbeitet haben. Das können wir prima und schnell digital aufrüsten, etwa mit der Luca-App.“ Die Öffnung wäre ein kleiner Trost für die Familien, die im Sommer nicht in den Urlaub können und ein großes Plus für den Vereinssport.

Dennoch zeigte sich Mues nur verhalten optimistisch angesichts der hohen Inzidenz der Großstadt: „Ob und wann wir aufmachen, steht noch in den Sternen!“ Übrigens: Es gibt „klare Abbruch-Kriterien“ für die Modellvorhaben – etwa wenn die Corona-Neuinfektionen erheblich über den Landesdurchschnitt steigen, die Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen doch über 100 liegt. Und: Auch die begleitenden Wissenschaftler könnten das Projekt abbrechen.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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