Klickerverein rettet kfd-Karneval

 Auch 2019 kann es im Katzenbacher Bürgerhaus an Karneval hoch hergehen – dank der neuen Kooperation von kfd und Klickerverein. Foto: SZ-Archiv
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thor - Es ist der sprichwörtliche Zusammenhalt unter den Kirchener Vereinen, der einmal mehr den Fortbestand einer Traditionsveranstaltung sichert: Auch im kommenden Jahr wird es den kfd-Karneval im Katzenbacher Bürgerhaus geben – dem 1. Kirchener Klickerverein sei dank. Denn hier werden starke Männer jene Lücke füllen, die der MGV Katzenbach hinterlassen hat.

Mehr als 30 Jahren hatten die Sänger die närrischen Damen aus Kirchen unterstützt, nun aber fehlen im Ortsteil die personellen Kapazitäten, um den Auf- und Abbau zu gewährleisten und einen Großteil der Bewirtung bei den beiden Veranstaltungen zu übernehmen.

Die Erkenntnis: „Alleine schaffen wir das nicht mehr.“ So formulierte es jetzt im Pfarrheim Maria Weber, Teamsprecherin der kfd von St. Michael, im Kreise weiterer Leitungsmitglieder. Ihr gegenüber saß allerdings bereits die Rettung – in Person von Bernd Schneider und Ralf Schaumann vom Klickerverein. Denn dort wird eben nicht nur bei den jährlichen Großspenden über den Tellerrand – die Stadtgrenzen – geschaut, vielmehr ist man daran interessiert, dass auch das Vereinsleben in Kirchen selbst intakt bleibt. „Dass ihr uns helfen wollt, finde ich eine tolle Sache“, meinte denn auch Maria Weber.

Es hatte sich nach Darstellung der kfd angedeutet, dass die Hilfe der MGV-Mitglieder endlich war. In diesem Jahr war dann tatsächlich Schluss. Kurz wurde überlegt, die notwendigen Arbeiten in Eigenregie zu übernehmen, doch das könne man nicht stemmen, so die Teamsprecherin. Gabriele Huhn verwies in diesem Zusammenhang auf die Altersstruktur: Die kfd Kirchen zähle allein 90 Mitglieder, die über 80 Jahre alt seien. Dabei fehlt es im Karneval weder an genug Publikum noch an Schauspielerinnen: Die Theatergruppe um die ebenfalls anwesenden Brigitte Heuzeroth und Birgit Heidemann besteht aus neun Mitgliedern. Viel wichtiger aber noch: Was sie Jahr für Jahr aufführen, hat allerhöchsten Unterhaltungswert.

So gab es zunächst ein Gespräch mit Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen, der zwar unbedingt den Karneval erhalten wissen wollte, aber auch nicht direkt helfen konnte. Von Sven Wolff, neuerdings hauptamtlicher Vereinskümmerer, sei dann der Tipp gekommen, doch mal den Klickerverein anzusprechen. Gesagt, getan. Am Kirmesfeld musste auch nicht lange überlegt werden. „Wir können die kfd doch nicht im Regen stehen lassen“, meinte Bernd Schneider. Unterstützung komme aus den Reihen der aktiven Klickerer, 20 Mann sind für den Einsatz eingeplant.

Ralf Schaumann erinnerte daran, dass die Zusammenarbeit schon früh von den Sportvereinen vorgelebt worden sei, die Musikvereine hätten dann nachgezogen: „Wenn man etwas erhalten will, muss man sich zusammentun.“ Beim Klickerverein sieht man das Engagement auch als typische Win-win-Situation – und das nicht nur, weil der komplette Erlös in den großen Spendentopf des KKV fließt.

Die Veranstaltungen finden am 14. und 15. Februar statt. Beim ersten Termin nachmittags kommen eher die älteren Damen, tags drauf wird dann abends von den jüngeren Semestern deutlich kräftiger gefeiert. Nach Angaben von Brigitte Heuzeroth laufen die Proben schon seit Ende September. Das Motto lautet dann: „Nehmt die Beine in die Hand – auf nach Katzemich.“

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