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Absatz für Kücheneinrichtungen und Küchengeräte hat deutlich zugenommen
"Koch-Kurs" volle Kraft voraus

Dadurch, dass einem der Restaurant-Besuch durch die Corona-Pandemie verwehrt bleibt, steht das Kochen zuhause hoch im Kurs.
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  • Dadurch, dass einem der Restaurant-Besuch durch die Corona-Pandemie verwehrt bleibt, steht das Kochen zuhause hoch im Kurs.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

sabe Siegen. Es mag nicht mit schlussendlicher Sicherheit nachweisbar sein, doch der Blick in den Bekanntenkreis legt es nahe: Kaum ein Ereignis hat die Hobbys der Deutschen jemals so einschneidend verändert wie die Corona-Pandemie. Eingesperrt in den eigenen vier Wänden, gibt es plötzlich überall Kleingärtner, Ukulele-Spieler, Puzzler, Aquarellmaler und Hobbyköche.

Letztere Pandemie-Beschäftigung hat sogar ihre ganz eigene Bezeichnung bekommen. „Home-Cooking“ heißt der neueste Trend, der das Gefühl beschreibt, sich in seinem eigenen Zuhause, wie ein Gast fühlen zu wollen. Und wie so oft, wenn etwas angesagt ist, schlägt sich das im Absatz nieder.

sabe Siegen. Es mag nicht mit schlussendlicher Sicherheit nachweisbar sein, doch der Blick in den Bekanntenkreis legt es nahe: Kaum ein Ereignis hat die Hobbys der Deutschen jemals so einschneidend verändert wie die Corona-Pandemie. Eingesperrt in den eigenen vier Wänden, gibt es plötzlich überall Kleingärtner, Ukulele-Spieler, Puzzler, Aquarellmaler und Hobbyköche.

Letztere Pandemie-Beschäftigung hat sogar ihre ganz eigene Bezeichnung bekommen. „Home-Cooking“ heißt der neueste Trend, der das Gefühl beschreibt, sich in seinem eigenen Zuhause, wie ein Gast fühlen zu wollen. Und wie so oft, wenn etwas angesagt ist, schlägt sich das im Absatz nieder.

Lieferengpässe in der Küchenbranche

Kaffeevollautomaten, Mixer, Küchenmaschinen und -möbel sind zu den Verkaufsrennern mit Wachstumsraten von 20 bis 40 Prozent geworden. Firmen wie Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) gehören mit einem Zuwachs von bis zu zehn Prozent zu den Corona-Profiteuren. Auch im Siegerland macht sich der „Koch-Kurs“ bemerkbar, wenn auch in Teilen etwas verhaltener. Im Plana-Küchenstudio Siegen-Seelbach sei die Nachfrage da, allerdings „nicht unbedingt deutlich mehr als sonst“, lässt eine Mitarbeiterin wissen. Dass sich bereits Lieferengpässe in der Branche breit machen, „manches an Elektrik kaum geliefert werden kann“, sei allerdings bereits spürbar.

Das der, so formuliert es Peter Göttert, Geschäftsführer von Elektro Göttert, der den Küchen-Trend „durchaus bestätigen“ kann, sei die Kehrseite der Entwicklung: „Die Küchenbranche kämpft mit Lieferschwierigkeiten, die Industrie kommt nicht hinterher.“ Dass alles rund ums Kochen gerade der Verkaufsschlager schlechthin ist, liegt für Göttert auf der Hand. „Man kann nicht ins Restaurant gehen, also holt man sich ein bisschen der Atmosphäre nach Hause, will sich selber etwas Gutes tun.“ Was man an Urlauben an Geld spart, fließe dann in Konsequenz womöglich in die Küche.

"Home-Cooking-Hype" nicht erst durch Pandemie

Daran glaubt auch Thomas Sangermann, Leiter „Göttert Küchendesign“, an der Kölner Straße. Die vielen Renovierungsarbeiten – ob im Garten, im Bad oder der Küche – spiegelten den Wunsch vieler Menschen wider, trotz Corona, nicht zu stagnieren, sich etwas zu gönnen. Der „Home-Cooking-Hype“ sei allerdings nicht erst durch die Pandemie entstanden, sondern dadurch nur verstärkt worden. Die Tendenz hin zu höherwertigen Lebensmitteln, zum Selbermachen und Selberkochen in den eigenen vier Wänden, gebe es schon länger. Auch den Wunsch, die Lebensmittel dann entsprechend qualitativ hochwertig zu verarbeiten.

So gehen bei Thomas Uebach, Küche & Co. Bürbach, unter anderem Dampfgarer besonders gut. „Der Wille zur gesunden Ernährung ist sicherlich ein Aspekt.“ Gerade bei Küchengeräten beobachte er, dass die Menschen auch gerne etwas tiefer in die Tasche greifen. Auf Küchen könne er das zur Corona-Zeit allerdings nicht unbedingt übertragen. Der Wunsch nach Haptik werde da zum Pandemie-Problem. „Eine teure Küche kaufen die meisten nicht einfach so, die möchte man sich vorher anschauen.“

Dadurch, dass einem der Restaurant-Besuch durch die Corona-Pandemie verwehrt bleibt, steht das Kochen zuhause hoch im Kurs.
Der Absatz für Kücheneinrichtungen und Küchengeräte hat deutlich zugenommen.
Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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