Königstitel war für 2016 geplant

 Unverhofft kommt oft: René Marburger ist zum zweiten Mal der Schützenkönig des Schützenvereins Girkhausen. Gemeinsam mit seiner Königin Valerie Koch vertritt er den Verein in den kommenden zwölf Monaten. Dabei wollte er seinen Kollegen eigentlich nur unterstützend zur Seite stehen. Foto: akm
  • Unverhofft kommt oft: René Marburger ist zum zweiten Mal der Schützenkönig des Schützenvereins Girkhausen. Gemeinsam mit seiner Königin Valerie Koch vertritt er den Verein in den kommenden zwölf Monaten. Dabei wollte er seinen Kollegen eigentlich nur unterstützend zur Seite stehen. Foto: akm
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akm - René Marburger ist der neue König des Schützenvereins Girkhausen. In einem spannenden Schießwettbewerb landete er den entscheidenden Treffer und beförderte die letzten Überreste des bereits ziemlich zerfledderten Schützenvogels zu Boden. Ein Erfolg, von dem der 30-Jährige selbst mehr als überrascht war. Denn eigentlich war alles anders geplant gewesen. „Ursprünglich wollte ich gar nicht König werden“, lachte der gelernte Maler und Lackierer nach der Krönung am Samstagabend im Gespräch mit der Heimatzeitung. Mitgeschossen habe er eigentlich nur, um seine Mitbewerber zu unterstützen und ihnen den Weg zu bereiten.

Eine spontane Idee, die erst am Abend zuvor entstanden sei, wie seine Freundin und Königin Valerie Koch einwarf. „Letzte Woche hat er noch zu mir gesagt, er wolle nicht auf den Vogel schießen.“ „Stimmt, das wollte ich mir eigentlich bis 2016 aufheben“, erklärte Marburger. „Denn da hat mein Vater 25-jähriges Königsjubiläum und da wollte ich gemeinsam mit meinen Bruder Matthias versuchen, den Titel wieder ins Haus zu holen.“ Doch unverhofft kommt oft. Und wer in den Schießstand tritt und bis zum Ende anlegt, der muss auch damit rechnen, dass er den goldenen Schuss abgibt. Am Schluss entschied das berühmte Quäntchen Glück. Nachdem bereits Dennis Dickel den Rumpf des hölzernen Aars aus dem Kugelfang befördert hatte, hing nur noch eine Platte, die bei jeder Kugel verdächtig wackelte. Doch erst bei Schuss 181 fiel sie und Marburgers Mitstreiter Bernd Lauber, Timo Florin, Till Trapp, Fabian Lückel, Dennis Dickel und Reiner Hackler mussten sich geschlagen geben. „Es hätte wirklich bei jedem passieren können“, versicherte der neue König, der sich trotz der Überraschung natürlich sehr freute. René Marburger ist mit seinen 30-Jahren ein Wiederholungstäter.

Bereits vor sieben Jahren regierte er das Girkhäuser Schützenvolk. Bejubelt wurden am Samstagabend aber nicht nur die neuen Regenten, sondern auch die erfolgreichen Schützen des Preisschießens, das dem Königsschießen vorausgegangen war. Folgende Schützen erwiesen sich als besonders treffsicher: Katharina Grauel (Jugendpreis), Nadine Lückel (Damenpreis), Sebastian Dickel (Preis der Sparkasse), Horst Wandel (Preis der Volksbank), Felix Dickel (Preis der Stadt Bad Berleburg), Horst Saßmannshausen (Preis des Ortsvorstehers), Mirko Saßmannshausen (Preis der Schausteller), Achim Wandel (Preis Naturstein Dreisbach), Rüdiger Dickel (Preis Firma Schlabach), Dennis Dickel (Preis Getränke Saßmannshausen), Julian Niggemann (Preis der Musik), Jens Lauber (Preis des Kaisers), Ralf Beddelhäuser (Gästepreis), Stefanie Kümmel (Vorstandspreis) und René Marburger (Preis der ehemaligen Könige).

Den Geck schoss Henning Grauel. Die Insignien gingen an Thomas Homrighausen (Krone), Annika Callies (Zepter) und Manuel Kümmel (Reichsapfel). Die rechte Schwinge sicherte sich Lars Handrick, die linke Schwinge schoss Robin Koch. Für Bruder Matthias bedeutet René Marburgers Erfolg übrigens, dass er 2016 allein versuchen muss, die Königswürde 25 Jahre nach dem Triumph des Vaters erneut in die Familie zu holen. Denn René ist jetzt für die nächsten fünf Königsschießen gesperrt. Aber vielleicht klappts ja in sieben Jahren wieder.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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