Köppelhexen fliegen nicht mehr

 Schade, schade: Die Köppelhexen fliegen nicht mehr. Foto: thor

thor - Der demografische Wandel macht auch vor dem Karneval nicht halt und reißt nach und nach schmerzliche Lücken: Als solche muss auch der Abschied der Köppelhexen verstanden werden. Am Donnerstag hatten die Damen, noch sechs an der Zahl, ein letztes Mal die Besen ausgepackt, um unterhalb des Druidensteins noch einmal ihr närrisches Publikum zu verzaubern. Dass ganz am Ende manche Träne auf die Bühne kullerte, zeigte deutlich, mit welchem Herzblut die Damen bei der Sache waren.

1982 hatte die Karriere der Köppelhexen begonnen. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten damals Bertha Christ, Hilde Stark, Ursel Schlösser, Hanne Treskatsch, Röschen Hilbig, Lotti Kraus und Marlis Böhmer. Bis 2008 trat man im alten „Druidenschlösschen“ auf, anschließend wechselte man in die Druidenhalle. Mit leeren Stuhlreihen hatte man auch hier nicht zu kämpfen.

Im Oktober vergangenen Jahres verstarb „Oberhexe“ Marlis Böhmer. Doch das sei nicht der entscheidende Punkt gewesen, warum man aufhöre, berichtete Bärbel Dufner, die am Donnerstag gemeinsam mit Hanne Treskatsch, Rita Wedekind, Monika Knoll, Lore Müller und Annemarie Rosenbauer den Schlussakkord setzte (Lotti Kraus musste entschuldigt werden). Die Altersspanne reiche inzwischen von 65 bis knapp 80 – und jüngere Hexen sind seit geraumer Zeit offenkundig nicht in Sicht. Die Köppelhexen gaben sich aber betont kämpferisch („wir schaffen das“) und zeigten einen Mix aus alten und neuen Stücken. Zuvor hatte Bärbel Dufner noch einmal stellvertretend den Orden von HCC-Prinzessin Ulrike II. entgegengenommen.

Nun weiß man beim HCC sehr wohl um die Bedeutung der Veranstaltung und des Altweiber-Termins, kamen doch Frauen von Morsbach bis Mudersbach in die „Staaten“ – auch weil in der Nachbarschaft in der Vergangenheit manche Altweiber-Party nicht „überlebt“ hat. Derzeit werde überlegt, wie man ohne Köppelhexen für eine Fortsetzung sorgen könne, sagte Vorsitzende Janina Niklas im Gespräch mit der SZ: „In welchem Rahmen das geschehen kann, ist derzeit aber noch völlig offen.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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