Kolleß-Gruppe: Insolvenzverfahren

 Fester und weithin bekannter Teil der Kolleß-Gruppe ist das Haus Patmos. Das Tagesgeschäft in der Hotelanlage läuft – wie in den übrigen Firmen der Unternehmensgruppe auch – weiter. Foto: kalle
  • Fester und weithin bekannter Teil der Kolleß-Gruppe ist das Haus Patmos. Das Tagesgeschäft in der Hotelanlage läuft – wie in den übrigen Firmen der Unternehmensgruppe auch – weiter. Foto: kalle
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ch/sz - Am Montagmorgen lieferte Urs Breitsprecher gleich zwei Kartons voll gestopft mit Leitz-Ordnern beim Siegener Amtsgericht ab. Mit ihnen reichte der Rechtsanwalt einer Düsseldorfer Kanzlei zugleich den Insolvenzantrag ein, bzw. Breitsprecher ersuchte um Eröffnung des Insolvenzverfahrens für den Großteil der Geisweider Kolleß-Gruppe. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter, so der Anwalt, der u. a. den prominenten und pleite gegangenen Kunstunternehmer Helge Achenbach berät, im Gespräch mit der SZ, wurde Dr. Gregor Bräuer bestellt. Dessen Sozietät sitzt ebenfalls in Düsseldorf. „Wir haben ein mehrköpfiges Team zusammengestellt und sichten bereits die Unterlagen, um uns einen Einblick zu verschaffen“, sagte Bräuer am Telefon; alle Optionen einer Sanierung für die komplette Firmengruppe würden überprüft. Das Ziel sei das Erstellen eines Insolvenzplans, mit dem die Unternehmensgruppe im Einvernehmen mit den Gläubigern saniert werden könne.

Da kommt einiges an Arbeit auf die Düsseldorfer zu. Die Kolleß-Gruppe umfasst mindestens 30 Firmen aus der Hotel- und Immobilienbranche sowie den Bereichen Steuern und Informationstechnologie. Eine übergeordnete Holding gibt es nicht. Breitsprecher betonte, dass die Gruppe aus eigenem Antrieb gehandelt und einen sog. Eigenantrag gestellt habe, auch mit Blick auf einen guten Ausgang des Verfahrens: „Die Zeit war zu knapp, um eine außergerichtliche Sanierung zu bewerkstelligen. Die Gespräche mit den Hauptgläubigern waren jedoch so positiv, dass von einer erfolgreichen Fortführung der drei Sparten ausgegangen werden kann!“

Der Insolvenzvertrag wurde in den meisten Einzelfirmen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt, nur in zwei Fällen wegen tatsächlicher Zahlungsunfähigkeit. Breitsprecher weiter: „Mit der Insolvenzabteilung des Amtsgerichts haben zielorientierte und produktive Vorgespräche im Vorfeld des Antrages stattgefunden. Die drei Sparten Hotel, IT und Steuern sollen jeweils fortgeführt werden“; konkreter zur geplanten, neuen Struktur: Am Ende sollen nur noch drei Firmen übrig bleiben. Und, mit Blick auf die 60 Beschäftigten: „Keiner wird entlassen, das Tagesgeschäft läuft weiter“, wie Urs Breitsprecher erklärte.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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