Koloproktologie: Patientenzahl auf 1000 im Jahr gestiegen

Kreisklinikum Siegen jetzt »Kompetenzzentrum«:

Dr. Weyand anerkannter Spezialist für Anal-Erkrankungen

mir Siegen. Die Spezialisierung in der Chirurgie des Kreisklinikums Siegen (besser bekannt als Stadtkrankenhaus) geht weiter. Chefarzt Dr. Thomas Gehrke und Dr. Guido Weyand, Oberarzt der Sektion Koloproktologie, zeigten sich gestern erfreut über die steigende Akzeptanz, vor allem auch überregional, bei Krankheiten des Afters und des Darmes sich im Stadtkrankenhaus Siegen behandeln zu lassen. Seit zwei Jahren praktiziert Weyand in Siegen. Ein anerkannter Spezialist, der zuvor in renommierten Kliniken in Duisburg, Recklinghausen und Wiesbaden tätig war. Lagen anfangs die Patientenzahlen bei rund 100 im Jahr, so sind sie jetzt auf 1000 gestiegen. Davon werden rund 800 operativ versorgt, die Hälfte davon unter Narkose. Das Spektrum ist groß, reicht von vergrößerten Hämorrhoiden und Afterrissen bis zu komplizierten Analfisteln. Aber auch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn gehören zu den behandelten Leiden, nicht zuletzt die Chirurgie der Schließmuskulatur bei Inkontinenz. Eine besonders wichtige Maßnahme für die spätere Lebensqualität, wie Dr. Gehrke erläuterte: Alternative wäre ein künstlicher Darmausgang.

Auch die Entfernung von Tumoren des Mastdarmes durch den After werden vorgenommen, quälende Mastdarmtaschen bei Stuhlverstopfung werden in Siegen behoben. Ein Leiden, mit dem besonders Frauen nach vielen Geburten im Alter zu tun haben.

»Entscheidend ist bei allen operativen Maßnahmen die Erhaltung der Stuhlhaltefähigkeit. Die Technik gibt uns wertvolle Unterstützung. Am wichtigsten sind aber die Fingeruntersuchung und das intensive Gespräch mit dem Patienten.« Darauf legt Dr. Guido Weyand allergrößten Wert. »Auch so kann man bereits zu 70 Prozent die Diagnose stellen.« Will heißen: Das Krankenhaus muss keine superteuren Diagnose-Gerätschaften vorhalten, um dem gequälten Patienten helfen zu können. Entsprechend sind die Behandlungen/Operationen nach Weyands Angaben »kostengünstig«.

Aber nicht sonderlich beliebt: Noch immer gibt es Vorbehalte, Ängste und vor allem Scham. Analkrankheiten gehören nun mal nicht zu den Wehwehchen, mit denen man(n)/frau die Bekannten am Stammtisch oder beim Kaffeekränzchen unterhält. Wichtig ist Dr. Weyand auch der Austausch mit niedergelassenen Kollegen. Mittwochs und Freitags kann er aufgrund von Überweisungen der Fachärzte für Chirurgie, Dermatologie, Urologie und Gynäkologie Problemfälle im Rahmen der proktologischen Sprechstunde untersuchen und behandeln.

Weyands Arbeit hat sich herumgesprochen: Der Berufsverband der Koloproktologen Deutschlands hat entsprechend das Kreisklinikum Siegen aufgrund besonderer Qualifizierung als »Kompetenzzentrum für Koloproktologie« anerkannt. Für Siegen ein Gewinn. Zumal bisher schon der Einzugsbereich recht umfangreich ist. Die nächsten Kliniken mit einem solchen Spezialgebiet gibt es in Wiesbaden, am Vogelsberg und im Ruhrgebiet.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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