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Thyssen-Krupp Siegerland
"Kommen mit blauem Auge davon"

Eine Baustelle vor der Tür (die Sanierung der B 517) und bekanntlich mehrere auch im TKS-Gesamtkonzern - doch das Signal an die Siegerländer Belegschaft   lautete am Dienstag: Es sollen keine Hauptanlagen dicht gemacht werden.
  • Eine Baustelle vor der Tür (die Sanierung der B 517) und bekanntlich mehrere auch im TKS-Gesamtkonzern - doch das Signal an die Siegerländer Belegschaft lautete am Dienstag: Es sollen keine Hauptanlagen dicht gemacht werden.
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nja Eichen.  „Wir kommen mit einem blauen Auge davon. Der Vorstand hat uns seine komplette Strategie 20-30 für den Stahl vorgestellt und dabei erläutert, wo wie welche Betroffenheiten entstehen. Die gute Nachricht lautet: Keine der Siegerländer Grundanlagen wird geschlossen.“ Und: Es soll investiert werden.  Diese Botschaft verkündete der heimische Betriebsratsvorsitzende von Thyssen-Krupp-Steel (TKS), Helmut Renk, Dienstagmittag im SZ-Gespräch, nachdem besagte Betriebsversammlung in Eichen zu Ende gegangen war.
Ausbau der  FBA 6  und neue SpaltanlageWas ist vom Stahl-Vorstand für Eichen und Ferndorf geplant? Die Kapazität der Feuerbeschichtungsanlage FBA 6 in Ferndorf soll erweitert werden – auf dann „stabil 40 000 Tonnen pro Monat“.

nja Eichen.  „Wir kommen mit einem blauen Auge davon. Der Vorstand hat uns seine komplette Strategie 20-30 für den Stahl vorgestellt und dabei erläutert, wo wie welche Betroffenheiten entstehen. Die gute Nachricht lautet: Keine der Siegerländer Grundanlagen wird geschlossen.“ Und: Es soll investiert werden.  Diese Botschaft verkündete der heimische Betriebsratsvorsitzende von Thyssen-Krupp-Steel (TKS), Helmut Renk, Dienstagmittag im SZ-Gespräch, nachdem besagte Betriebsversammlung in Eichen zu Ende gegangen war.

Ausbau der  FBA 6  und neue Spaltanlage

Was ist vom Stahl-Vorstand für Eichen und Ferndorf geplant? Die Kapazität der Feuerbeschichtungsanlage FBA 6 in Ferndorf soll erweitert werden – auf dann „stabil 40 000 Tonnen pro Monat“. Heute schwanke die Produktion ungefähr zwischen 31 000 und 35 000 Tonnen, so Renk. Für dieses Mehr an Kapazität werde Lagerplatz benötigt: „Daher müssen die beiden älteren Spaltanlagen dort weichen. Dafür aber ist andererseits vorgesehen, in Eichen eine nagelneue Spaltanlage, die somit den modernsten Anforderungen von Technik und Kundschaft entspricht, zu bauen.“ Arbeitsplätze gingen bei dieser Umstrukturierung nicht verloren – sie würden lediglich von Ferndorf nach Eichen verlagert.
Mit diesem Vorgehen, so Helmut Renk, würden die Siegerländer TKS-Standorte gesichert: „Das ist erst einmal eine positive Nachricht!“

Stellenabbau in der Verwaltung droht

Bislang aber, so trat er auf die Euphoriebremse, handele es sich ja „nur“ um einen Entwurf des Vorstands, dessen Umsetzung von der Zentrale in Essen erst noch freigegeben werden müsse. Und: Im Raum stehe nach wie vor der Abbau von rund 1000 Stellen in der Stahl-Verwaltung: „Und da wird Eichen dann mit im Boot sein. Wir werden bluten“, so der Betriebsratsvorsitzende. Genaue Zahlen lägen hier aber noch nicht vor.

Andere Standorte "stark betroffen"

Wie die Belegschaft – im Siegerland ist sie rund 1100 Mitarbeiter stark – auf die Neuigkeiten reagiert habe? „Es gab keine Jubelschreie, da andere TKS-Standorte stark von Anlagenschließungen betroffen sind“, so Renk. Die Kollegen hätten sich daher „mehr nach innen gefreut“. Am Mittwoch z. B. werde die Bochumer Belegschaft informiert...  Nun stünden weitere Gespräche an – und werde natürlich mit Spannung erwartet, was Thyssen-Krupp konkret mit seiner – profitablen! – Aufzugssparte vorhabe. Sie soll, wie berichtet, das Geld für den Umbau der Stahlsparte liefern.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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