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Hallenbad Weidenau soll ertüchtigt werden
Kompletter Neubau zu teuer

Das Weidenauer Hallenbad soll sehr wahrscheinlich saniert und erweitert werden, ein kompletter Neubau scheint vom Tisch.
  • Das Weidenauer Hallenbad soll sehr wahrscheinlich saniert und erweitert werden, ein kompletter Neubau scheint vom Tisch.
  • Foto: Michael Roth
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mir Weidenau. Im allgemeinen Sprachgebrauch nennt man das eine Rolle rückwärts: Der Abbruch mit folgendem Neubau des Hallenbads Weidenau an selbiger Stelle ist offenbar vom Tisch, stattdessen wird jetzt eine bestandsorientierte Sanierung mit einem Anbau favorisiert. Der Sport- und Bäderausschuss sowie der Bauausschuss werden die dazu fällige Grundsatzentscheidung am Donnerstag, 5. September, vorberaten, der Rat soll die Sache möglichst am 25. September entscheiden.
Finanzielle Gründe führten zum UmdenkenVor allem finanzielle Gründe haben zu der Entwicklung geführt. Kostenkalkulationen für einen Neubau hatten eine Summe von 32,3 Mill. Euro ergeben, selbst für eine kleinere Variante wären 26,74 Mill. Euro erforderlich gewesen.

mir Weidenau. Im allgemeinen Sprachgebrauch nennt man das eine Rolle rückwärts: Der Abbruch mit folgendem Neubau des Hallenbads Weidenau an selbiger Stelle ist offenbar vom Tisch, stattdessen wird jetzt eine bestandsorientierte Sanierung mit einem Anbau favorisiert. Der Sport- und Bäderausschuss sowie der Bauausschuss werden die dazu fällige Grundsatzentscheidung am Donnerstag, 5. September, vorberaten, der Rat soll die Sache möglichst am 25. September entscheiden.

Finanzielle Gründe führten zum Umdenken

Vor allem finanzielle Gründe haben zu der Entwicklung geführt. Kostenkalkulationen für einen Neubau hatten eine Summe von 32,3 Mill. Euro ergeben, selbst für eine kleinere Variante wären 26,74 Mill. Euro erforderlich gewesen. Bei ersten Kostenschätzungen im Jahr 2016 war man noch von 10 Mill. Euro weniger Ausgaben (ohne Abriss) ausgegangen.Ein dicker Batzen Geld, das erkannten die Planer im Rathaus sehr wohl und schauten sich daraufhin das 2016 erstellte Altenburg-Gutachten noch einmal genauer an. Darin enthalten war ein „Zweistandortkonzept A“ (Bad Eiserfeld erhalten und Bad Weidenau sanieren bzw. erweitern). Diese Alternative beinhaltet den Erhalt der vorhandenen Wasserflächen – Sportbecken und Mehrzweckbecken mit 625 qm sowie neue Wasserflächen in einem Anbau an das bestehende Weidenauer Hallenbad, alles in allem 900 qm Wasserfläche. Zugleich müsste das Weidenauer Hallenbad komplett saniert werden, sowohl baulich als auch energetisch.
In der zur Beratung anstehenden Vorlage hat das Rathaus-Team für diese Variante einen entscheidenden Vorteil ausgerechnet: Die Kosten sind mit geschätzten 16,2 Mill. Euro (netto) nur halb so hoch. Kaum zu glauben, dass sich die Politik diesem zündenden Argument entziehen kann.

Alternative wartet mit weiteren Pluspunkten auf

Zumal die Planer noch ein paar mehr Pluspunkte für diese Alternative aufgelistet haben: Grundsätzlich können die benötigen Wasserflächen durch einen Anbau erbracht werden. Ein barrierefreier Aufzug könnte direkt im Eingangsbereich nahe der Kasse installiert werden, alle Funktionsbereiche im Obergeschoss wären damit ohne Barrieren erreichbar. Der bauliche Zustand der Filtertechnik wird als sehr gut bezeichnet. 2012 und 2013 waren in dem Sektor Investitionen von 1 Mill. Euro vorgenommen worden.

Mehrkosten laut Verwaltung nicht zu rechtfertigen

Die Verwaltung kommt zu dem Schluss, dass die 13 Mill. Euro Mehrkosten für einen Neubau nicht zu rechtfertigen sind. Außerdem ermöglichten der Anbau und die Sanierung im Bestand, das Hallenbad weitgehend offen zu halten und die Schließungszeit zu minimieren. Dies stelle eine Risikominimierung für den Fall dar, dass das Löhrtor-Hallenbad aufgrund technischer Fehler früher als geplant geschlossen werden müsse. Und: Auf einen Architektenwettbewerb für einen Neubau kann verzichtet werden.Zweckgebundene Zuweisungen erwartet die Stadt Siegen nicht. Die Sportpauschale (300 000 Euro/Jahr) und die allgemeine Investitionspauschale (4 Mill. Euro/Jahr) kämen als Gegenfinanzierung theoretisch in Frage, das Projekt müsste vollständig über Kredite finanziert werden. Erwähnt wird allenfalls ein eventueller finanzieller Beitrag der Vereine (200 000 Euro).

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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