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Würmer für nährstoffreiche Erde
Kompost aus der kleinen Kiste

Lisa Neumann ist Wurmhalterin. Zurzeit überwintern die Würmer in einer Plastikbox in der Wohnung. Wenn es wärmer wird, sollen sie in die selbstgebaute Holzkiste auf den Balkon ziehen.
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  • Lisa Neumann ist Wurmhalterin. Zurzeit überwintern die Würmer in einer Plastikbox in der Wohnung. Wenn es wärmer wird, sollen sie in die selbstgebaute Holzkiste auf den Balkon ziehen.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

sp Siegen. Sie ist die Frau, die Würmer hat. Und sie ist nicht die Einzige. Fast invasionsartig sind bei immer mehr Menschen die rosigen länglichen Tierchen zu finden – und das total gewollt. Lisa Neumann hält in ihrer Wohnung in der Siegener Oberstadt Kompostwürmer. Ein Trend, der immer beliebter wird.
Wer nicht viel Platz für einen großen Kompost im Garten hat, kann mithilfe dieser Würmer in einer kleinen Kiste einige seiner Küchenabfälle zu nährstoffreicher Erde verarbeiten lassen. „Das ist Wurmkacke“, schmunzelt die 33-Jährige, die seit einem Jahr die Würmer hält. Im Internet und über den Messenger-Dienst Telegram informierte sie sich und erhielt Kontakt zu anderen Wurmhaltern. Sie erhielt die ersten Tierchen, die sich seitdem fleißig vermehren.

sp Siegen. Sie ist die Frau, die Würmer hat. Und sie ist nicht die Einzige. Fast invasionsartig sind bei immer mehr Menschen die rosigen länglichen Tierchen zu finden – und das total gewollt. Lisa Neumann hält in ihrer Wohnung in der Siegener Oberstadt Kompostwürmer. Ein Trend, der immer beliebter wird.
Wer nicht viel Platz für einen großen Kompost im Garten hat, kann mithilfe dieser Würmer in einer kleinen Kiste einige seiner Küchenabfälle zu nährstoffreicher Erde verarbeiten lassen. „Das ist Wurmkacke“, schmunzelt die 33-Jährige, die seit einem Jahr die Würmer hält. Im Internet und über den Messenger-Dienst Telegram informierte sie sich und erhielt Kontakt zu anderen Wurmhaltern. Sie erhielt die ersten Tierchen, die sich seitdem fleißig vermehren.

„Der Gedanke war, wir haben eine Biomülltonne, aber da wirft ja kaum einer was rein.“ Und was an Lebensmittelresten abfalle, könne weiter genutzt werden und wieder einem Kreislauf direkt zu Hause zugeführt werden, so die Idee von Lisa Neumann. Viele Pflanzen – vor allem Starkzehrer wie Tomaten oder Kartoffeln – freuen sich über nährstoffreiche Erde.

Verantwortung für Tiere

Die 33-Jährige erklärt, was es für eine Wurmkiste braucht und worauf geachtet werden sollte. Sie betont: „Das sind Tiere, man hat die Verantwortung.“

Die Kiste: Am besten werden die lichtscheuen Kompostwürmer in einer Holzkiste gehalten, die durch ein Gitter oder ein Brett mit Löchern in zwei Kammern getrennt wird (die Würmer müssen durch die Trennwand kommen). Ist der Abfall auf der einen Hälfte kompostiert, sollte nur noch in die andere Kammer frische Nahrung und die Würmer ziehen um. Die Erde ohne die Tiere kann dann entnommen werden.

Das Klima: Bei 20 bis 25 Grad fühlen sich die Würmer am wohlsten. Außerdem sollte es immer feucht, aber nicht nass, sein. Weil es draußen im April zu kalt für die Tiere war, hat Neumann sie in eine Plastikkiste mit Luftlöchern umgesiedelt und ins Haus geholt. Diese Behausung sei nicht optimal, weil sie nicht so gut belüftet sei, erklärt sie. Nur eine vorübergehende Lösung also. Die Wurmkiste dürfe nicht streng riechen, dann stimme etwas nicht, so die Siegenerin, beispielsweise werde sie dann nicht gut genug belüftet.

Lisa Neumann ist Wurmhalterin. Zurzeit überwintern die Würmer in einer Plastikbox in der Wohnung. Wenn es wärmer wird, sollen sie in die selbstgebaute Holzkiste auf den Balkon ziehen.
  • Lisa Neumann ist Wurmhalterin. Zurzeit überwintern die Würmer in einer Plastikbox in der Wohnung. Wenn es wärmer wird, sollen sie in die selbstgebaute Holzkiste auf den Balkon ziehen.
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Die Nahrung: „Ich werfe da so alle zwei, drei Tage was rein“, sagt die Wurmhalterin. Die Menge entspricht einer kleinen Schüssel, ca. 200 bis 300 Gramm. Die Lebensmittelreste sollten möglichst klein sein. Getreide und Brot sowie tierische Produkte sollten besser nicht gefüttert werden, auch Zitrusfrüchte sollten nicht so viele dabei sein, sagt Neumann: „Kaffeesatz ist prima.“ Zwischendurch ein wenig Kalk-Zugabe reguliere den pH-Wert, Pappe und Papier nehme Feuchtigkeit auf und dienen als Nistmaterial. Neumann friert die „Nahrung“ sogar vor dem Füttern ein, um Fliegeneier und ähnliches abzutöten.

Geduld ist gefragt

„Man muss ein bisschen Geduld haben“, gibt Neumann zu. Vier bis fünf Monate kann es dauern, bis die erste Erde geerntet werden kann. Je mehr Würmer, je kleiner das Essen und je wärmer die Temperatur, desto schneller habe man Ergebnisse. Und wenn jemand keine Lust mehr darauf habe, die Tiere zu halten, dann könne man sie ab 15 Grad in einem Garten aussetzen oder anderen Wurmfreunden geben.

Lisa Neumann ist Wurmhalterin. Zurzeit überwintern die Würmer in einer Plastikbox in der Wohnung. Wenn es wärmer wird, sollen sie in die selbstgebaute Holzkiste auf den Balkon ziehen.
Lisa Neumann ist Wurmhalterin. Zurzeit überwintern die Würmer in einer Plastikbox in der Wohnung. Wenn es wärmer wird, sollen sie in die selbstgebaute Holzkiste auf den Balkon ziehen.
Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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