Konzert für Utho Ngathi

 Das Benefizkonzert zugunsten von Utho Ngathi in der Haardter Kirche bot Lieder und Bilder der Hoffnung. Foto: privat
  • Das Benefizkonzert zugunsten von Utho Ngathi in der Haardter Kirche bot Lieder und Bilder der Hoffnung. Foto: privat
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sz - Als kürzlich der Gosenbacher Chor Taktvoll unter der Leitung von Renate Brenner und Holger Engelbert das Benefiz-Konzert zur Unterstützung von Utho Ngathi eröffnete, erfüllte sich die Haardter Kirche in Weidenau schon beim ersten Lied, „Worthy Of All Praise“, mit dem Klang von Gospelmusik und moderner christlicher Musik. Mit viel musikalischem Einführungsvermögen vorgetragen, gelang es dem Chor und den begleitenden Musikern schnell, das Publikum zu begeistern und zu vermitteln, dass Gospelchöre mit ihren Liedern auch immer eine Botschaft verbinden – so auch bei „Ich rufe zu dir“ oder „For The Beauty Of The Earth“. Eng verbunden mit der christlich-afroamerikanischen Musiktradition rütteln sie auf, geben Kraft und Mut auch in schweren Zeiten. Verzaubert wurde das Publikum abschließend mit „Gabriella’s Sang“.

Beides, Kraft und Traum, begleiten Menschen wie die Mitarbeiter von Utho Ngathi, die ihr Leben in den Dienst von Menschen mit Behinderung gestellt haben. War es doch bis vor kurzer Zeit so, dass Menschen mit Behinderung in der Region südliches Afrika kaum eine Lobby hatten, oft versteckt und fast vergessen in ärmlichen Hütten dahindämmerten. Für viele war die Begegnung mit dem Team von Utho Ngathi der erste Schritt in ein Leben in Würde und in Selbstständigkeit – entsprechend dem Motto „Inclusion Is The Solution“.

Mit moderner christlicher Musik sind die Mitglieder von Taktvoll und der Gospel Community unterstützende Begleiter, die für dieses Konzert selbstverständlich auf die Gage verzichtet haben. Mit mitreißenden, fast jazzigen Gospels brachte die Gospel Community unter der Leitung von Roland Nöh die Kirche zum Klingen, ließ hören, wie motivierend Musik sein kann. „You Are Good“ oder „It’s A Good Day“ stehen für eine Haltung, für Menschen da zu sein, sich auf Gott verlassen zu können, seine Schöpfung zu erhalten und allen Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen. Am Ende des Konzertes kamen beide Chöre auf die Bühne. Sie konnten sich sogar auf Mitsingende aus dem Publikum verlassen. Roland Nöh dirigierte „Er hat seinen Engeln befohlen“ und damit ein Lied, das vielen vertraut ist und das zu dem Vortrag von Andreas Wörster und Masauso Phiri überleitete.

Eindrucksvolle Bilder und Informationen über die Situation von Menschen mit Behinderung im südlichen Afrika folgten. Es waren auch Bilder der Hoffnung, wenn man in die lachenden Gesichter von Kindern schaute, die im Internat mit gesunden Kindern gemeinsam lernen können. Hoffnung, wenn man Menschen zwischen dem Grün in den Gewächshäusern sieht, die mit der Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen können. Und da sind noch die lachenden Gesichter der Menschen, die zeigen, dass ihnen trotz der Behinderung der Schritt in ein selbstbestimmtes Leben gelingen kann. Mit kulinarischen Köstlichkeiten und guten Gesprächen klang ein wunderschöner Konzertabend aus.

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