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Verbot trifft vor allem Hersteller
Krach um Silvesterböller

Das Böllerverbot kam relativ überraschend. Die normalen Supermärkte trifft es aber nur begrenzt.
  • Das Böllerverbot kam relativ überraschend. Die normalen Supermärkte trifft es aber nur begrenzt.
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sp Freudenberg/Siegen. Bei Fischer-Pyrotechnik in Freudenberg laufen die Leitungen heiß. Seit am Sonntag bekannt gegeben wurde, dass Feuerwerkskörper vor Silvester nicht mehr verkauft werden dürfen, gehen dort zahlreiche Bestellungen ein. Der Grund: Erst ab morgen greift die neue Coronaschutzverordnung der Landesregierung. Dann erst ist es nicht mehr möglich, Böller und Co. zu verkaufen. Ein Verbot, sie zu zünden, gibt es nicht, aber die dringende Empfehlung, es nicht zu tun.
Bestellungen für Feuerwerk werden noch entgegen genommenThomas Fischer, Inhaber von Fischer-Pyrotechnik, sagt, dass er noch am Dienstag Bestellungen entgegennehme, die wie Kaufverträge gehalten würden. Kunden, die der Empfehlung folgen wollen und keine Böller zünden möchten, könnten ihre Bestellungen aber stornieren.

sp Freudenberg/Siegen. Bei Fischer-Pyrotechnik in Freudenberg laufen die Leitungen heiß. Seit am Sonntag bekannt gegeben wurde, dass Feuerwerkskörper vor Silvester nicht mehr verkauft werden dürfen, gehen dort zahlreiche Bestellungen ein. Der Grund: Erst ab morgen greift die neue Coronaschutzverordnung der Landesregierung. Dann erst ist es nicht mehr möglich, Böller und Co. zu verkaufen. Ein Verbot, sie zu zünden, gibt es nicht, aber die dringende Empfehlung, es nicht zu tun.

Bestellungen für Feuerwerk werden noch entgegen genommen

Thomas Fischer, Inhaber von Fischer-Pyrotechnik, sagt, dass er noch am Dienstag Bestellungen entgegennehme, die wie Kaufverträge gehalten würden. Kunden, die der Empfehlung folgen wollen und keine Böller zünden möchten, könnten ihre Bestellungen aber stornieren. Das Ausliefern bzw. Abholen der Feuerwerkskörper ist gesetzlich erst in der Zeit vom 29. bis 31. Dezember erlaubt.
Fischer bleibt skeptisch: „Es kann sein, dass die Politik auch noch die Lieferung verbietet.“
„Dass sie das Verkaufsverbot durchhauen, da hat niemand mit gerechnet“, sagt Fischer, der im engen Austausch mit dem Verband der pyrotechnischen Industrie steht. Der Pyrotechniker fragt sich, wie das möglich sein soll, dass die Hersteller die Waren zurücknehmen: „Die Lagerkapazitäten sind gar nicht vorhanden und im Februar kommt schon die neue Ware für nächstes Silvester.“ Er betont: „Es handelt sich um Gefahrgut.“ Dementsprechend streng seien die Vorgaben bei der Lagerung und auch bei der Auslieferung.

Angst vor Feuerwerk aus dem Ausland

Und Fischer hat eine große Befürchtung: „Die Leute decken sich im Ausland ein. Der Schwarzmarkt geht jetzt richtig los.“ Wenn es wirklich ein Verbot des Böllerns hätte geben sollen, dann hätte man das Zünden verbieten sollen, nicht den Verkauf, so der 41-Jährige.
Der Verkauf von Feuerwerkskörpern ist auch in Supermärkten gesetzlich erst in den Tagen direkt vor Silvester gestattet. Wie erwähnt: Das wird dieses Jahr nicht erlaubt sein, wenn die Landesregierung die neue Schutzverordnung erlässt.
Einen großen Verlust hat Kay Dreysse, Geschäftsführer der Rewe-Dreysse-Märkte in Wilnsdorf, nicht: „An uns geht das glimpflich vorbei, andere trifft es sehr hart.“ Damit meint er vor allem die Hersteller der Feuerwerkskörper. Die Auslieferung in die Märkte wäre in den nächsten Tagen angelaufen, sei aber jetzt gestoppt worden, so Dreysse. Zusätzliche Kosten habe er deshalb keine. Der Edeka-Markt in Eiserfeld teilte mit, dass eineinhalb Europaletten mit Feuerwerkskörpern jetzt vom Hersteller wieder abgeholt würden. „Das war so nicht geplant, wir sind gespannt, was jetzt auf uns zukommt.“
„Wie genau die Abwicklung vonstatten geht, kann man jetzt noch nicht sagen, dafür ist es noch zu früh“, sagt Jörg Dornseifer, einer der Geschäftsführer der gleichnamigen Unternehmensgruppe. Rund 40 Paletten stehen verteilt in den 18 Dornseifer-Märkten. Dort werden sie lagern, bis weitere Regelungen getroffen sind. Sie wieder abzuholen, gehe nicht von heute auf morgen, so Dornseifer. Da es sich um Kommissionsware handele, blieben wahrscheinlich die Hersteller auf den Kosten sitzen.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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